Gericht verhängt Geldstrafe

Mann hat Schweineaugen an Autobauer Tesla verschickt: Jetzt muss er zahlen

Schweineaugen, eine angebliche Bombendrohung, gefälschte Musk-Unterschrift: Ein Bewerber wurde von Tesla abgelehnt und wollte sich rächen. Dafür muss er jetzt viel Geld zahlen.

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Von Autor/in Maren Seehuber

Das Amtsgericht Tuttlingen hat den Einspruch eines Mannes gegen eine Geldstrafe von 13.000 Euro abgelehnt. Er soll die Unterschrift von Tesla-Chef Elon Musk gefälscht haben und eine angebliche Bombendrohung bei einem Tesla-Werk gemeldet haben. Besonders bizarr: Er hat Pakete mit Schweineaugen an Tesla-Werke und andere Autohersteller versendet.

Strafbefehl: 40-Jähriger war nicht zu Verhandlung erschienen

Zu seiner Hauptverhandlung war nur der Rechtsanwalt des 40-Jährigen erschienen - der Mann blieb fern. Daraufhin hat das Amtsgericht Tuttlingen im Juli einen Strafbefehl erlassen, mit einer Geldstrafe von 13.000 Euro. Dagegen hat der Beschuldigte Einspruch eingelegt. So kam es am Dienstag zu der mündlichen Verhandlung.

"Wie zu erwarten", war die Antwort der Richterin, als der Verteidiger sagte, dass er keinen Kontakt zu seinem Mandanten gehabt habe. Er habe ihn nur einmal zufällig in der Stadt gesehen. Das Gericht ging schon davon aus, dass der 40-Jährige wieder nicht erscheinen würde. Zehn Minuten wartete die Richterin, dann verkündete sie: Der Einspruch gegen den Strafbefehl werde verworfen. Der Mann müsse die 13.000 Euro zahlen und er trage die Verfahrenskosten.

68 Pakete mit Schweineaugen verschickt: Warum?

Der Mann hatte laut Amtsgericht mehrfach versucht, eine Stelle bei Tesla zu bekommen, war jedoch abgelehnt worden. Daraufhin verschickte er knapp 70 Pakete mit Schweineaugen an Niederlassungen des Autobauers, Mitarbeitende in höheren Positionen sowie Konsulate im In- und Ausland. Die Schweineaugen kamen teils verwest an.

Nach Gerichtsangaben führte der beißende Geruch bei einigen Empfängern zu Übelkeit. Das wertete das Gericht als Körperverletzung.

Bombendrohung in Tesla-Werk

Zudem schrieb der Mann an Tesla mit einer gefälschten Unterschrift von Unternehmens-Chef Elon Musk. Außerdem warnte er vor einem angeblichen Terror- und Bombenanschlag im Tesla-Werk Berlin-Brandenburg. Der ehemalige Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) war an diesem Tag im November 2022 zu Besuch und wurde deshalb in Sicherheit gebracht.

Tuttlingen

Elon Musk-Unterschrift gefälscht Strafbefehl nach Drohungen: Mann aus Tuttlingen schickt Schweineaugen an Tesla

Ein 40-jähriger Tuttlinger sorgt für viel Aufregung: Er verschickt bizarre Pakete an Autobauer und Konsulate im In- und Ausland. Jetzt muss er eine Strafe zahlen.

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Maren Seehuber
Maren Seehuber ist Reporterin für Hörfunk und Online beim SWR im Studio Tübingen.

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