Barrikaden und ausgebrannte Autos

Schlechte Zustände in der Bildung - Schülerproteste im Elsass gehen weiter

In Straßburg und Mulhouse protestieren Schülerinnen und Schüler gegen Missstände an Schulen. Nach Ausschreitungen in den vergangenen Tagen, gingen die Proteste am Freitag weiter.

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Stand

Die Schülerproteste in Frankreich gegen die Zustände in den Schulen gehen auch am Freitag weiter. Obwohl 18 Gymnasien im Elsass geschlossen blieben und der Unterricht online stattfand, waren wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler auf der Straße.

Freitag: Acht Festnahmen in Straßburg, Feuerwerkskörper in Mulhouse

In Straßburg haben sich am Freitag Studierende dem Protest angeschlossen. Vor der Straßburger Universität kam es am Morgen erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und den Sicherheitskräften. Die Polizei setzte Tränengas ein. Laut Berichten der Regionalzeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace" (DNA) gab es acht Festnahmen. So heftig wie die vergangenen Tage waren die Auseinandersetzungen in Straßburg am Freitag aber bislang offenbar nicht.

In Frankreich eskalieren Schülerproteste - auch in Straßburg
Auch in Straßburg gingen Mülleimer in Flammen auf. Frankreichweit gab es fast 2.000 Festnahmen. Henning Winter

Anders in Mulhouse: Laut der französischen Regionalzeitung DNA blockierten die Protestierenden dort am Freitag Straßen und warfen mit Feuerwerkskörpern. Der Straßenbahnverkehr wurde unterbrochen. Mehrere Läden und ein Einkaufszentrum wurden geschlossen.

Brennende Autos und Mülltonnen in Straßburg

Am Donnerstag hatten Jugendliche im Elsass mehrere Gymnasien blockiert, um gegen die mangelnde Finanzierung des Bildungswesens zu protestieren. Vor allem in Straßburg und Mulhouse gingen zahlreiche Schülerinnen und Schüler auf die Straße.

Vor mehreren Schulen kam es zu Protestaktionen mit Barrikaden, brennenden Mülleimern und Briefkästen sowie Einsätzen der Polizei mit Tränengas. Polizistinnen und Polizisten führten auch Minderjährige ab. Zudem standen Straßenbahnen zeitweise still, mehrere Autos brannten aus.

Jugendliche protestieren gegen Zustand von Bildung und Schulen

Die Proteste hatten am Dienstag - dem Streiktag im öffentlichen Dienst - begonnen und gewannen am Donnerstag weiter an Dynamik. Wie der regionale Fernsehsender "France 3 Alsace" berichtet, wurden nach Angaben der Polizei in Straßburg mindestens zehn Gymnasien ganz oder teilweise blockiert. Die Jugendlichen kritisieren unter anderem Lehrermangel, überfüllte Klassen, fehlende Klimaanlagen und defekte Toiletten in den Schulen.

Kundgebungen gab es unter anderem am Lycée Pasteur, am Lycée Marie Curie, am Lycée Couffignal, am Lycée Fustel de Coulanges, am Lycée des Pontonniers, am Lycée Jean Monnet sowie am Lycée Kléber. Vor dem Lycée Kléber in Straßburg, einer der größten Schulen der Eurometropole, war es bereits am Mittwoch zu Zusammenstößen gekommen. Die Ordnungskräfte nahmen mehrere Personen fest.

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
SWR