Der Autozulieferer Bosch gibt sich vor Start der IAA-Transportation optimistisch. Vom zu erwartenden Wachstum des weltweiten LKW-Marktes will der baden-württembergische Zulieferer kräftig profitieren. So erklärte Bosch in Hannover, man sehe das Potenzial, den Umsatz mit Technik für schwere Nutzfahrzeuge bis 2035 zu verdoppeln. In der batterieelektrischen Mobilität habe das Unternehmen seine Marktposition gefestigt: In Europa werde 2026 jeder dritte neu zugelassene E- LKW von E-Motoren und Invertern von Bosch angetrieben, so das Unternehmen.
Neue E-LKW von Daimler Truck
Daimler Truck stellt in Hannover weitere Elektro-LKW-Modelle vor. Außerdem einen neuen wasserstoffangetriebenen LKW. Damit so das Unternehmen zeige man, dass CO2-freier Straßengüterverkehr längst Realität sei. Allerdings bremse die schlecht ausgebaute Ladeinfrastruktur sowie die unzureichende Energieversorgung. Aktuell gebe es 2000 Ladepunkte für LKW in Europa, erklärte Joachim Puchert, Vorstandsmitglied von Mercedes-Benz Trucks im SWR Interview. Bis 2030 würden aber über 30.000 Ladepunkte gebraucht. "Das heißt, hier müssen die Energielieferanten, aber auch die politischen Systeme, deutlich stärker darauf fokussieren, dass die Infrastruktur ausgebaut wird", so Puchert.
Branche fordert bessere Infrastruktur
Mahle-Chef Arndt Franz forderte zum Start der IAA Transportation verlässliche politische Rahmenbedingungen für die Branche. Allein durch Technologie ließen sich die Herausforderungen in Bezug auf die Klimaziele nicht lösen.
Die am morgigen Dienstag beginnende Messe IAA Transportation dauert bis Sonntag. Von 1800 Ausstellen kommen rund 20 Prozent aus Baden-Württemberg.