Gerade im Autoland Baden-Württemberg macht sich die aktuelle Wirtschaftskrise so deutlich bemerkbar wie sonst fast nirgends, man lag zuletzt beim Wirtschaftswachstum bundesweit auf dem vorletzten Platz. Zehntausende Arbeitsplätze gehen aktuell hier verloren.
Zwar hat sich die Stimmung laut aktuellem L-Bank-ifo-Geschäftsklimaindex Baden-Württemberg in der Automobilbranche zuletzt wieder etwas aufgehellt, der negative Trend der letzten Monate setzt sich jedoch insgesamt fort. Unter anderem die für den Wirtschaftsstandort so wichtigen sinkenden Exporterwartungen sorgen auch für ein negatives Geschäftsklima.
Industrie in der Krise Jeder zwanzigste Beschäftigte weg: Stellenabbau in der BW-Autoindustrie so hoch wie nie
Die deutsche Autoindustrie kriselt. Das macht sich bei der Anzahl der Beschäftigten bemerkbar. Allein im Autoland BW sank sie um rund 5 Prozent innerhalb eines Jahres.
Krise trifft auch Automobilzulieferer Mahle
Die Krise der Automobilindustrie trifft auch wichtige Zuliefererbetriebe wie Mahle mit Sitz in Stuttgart: Zuletzt wurde der Abbau von mehr als 1.000 Stellen angekündigt, sowie die Schließung des Standorts im bayrischen Neustadt an der Donau mit mehr als 350 Mitarbeitenden zum Frühjahr 2027. Vorstandsvorsitzender bei Mahle ist Arnd Franz. Der Diplom-Kaufmann und gebürtige Stuttgarter blickt auf eine lange Karriere mit zahlreiche Leitungsfunktionen in seinem Unternehmen und außerhalb zurück. Die Wirtschaft im Südwesten ist ihm ein besonderes Anliegen. Wo also liegen die ganz praktischen Probleme aus der Sicht der Unternehmen? Welche Entwicklungen wurden in der Vergangenheit nicht richtig eingeschätzt? Und wie kann die nun notwendige Transformation gelingen? Der Blick der Industrie auf die aktuellen Herausforderungen der Wirtschaft in Baden-Württemberg in SWR1 Leute.