Das war der BW-Newsticker am Donnerstag

Falsche Polizisten in Uniform und mit Marke klingeln bei Opfern an Haustüre, Naidoo-Comeback: Forderung nach Konzert-Absage, Job-Kahlschlag bei gleich mehreren großen Firmen

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Jakob Fandrey.

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Stand

Von Autor/in Jakob Wilking Fandrey

Ciao!

Wir sehen uns morgen wieder hier - selber Ort, selbe Zeit. Bis dahin findet ihr alle aktuellen Nachrichten und Hintergründe für Baden-Württemberg unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook und YouTube und natürlich auch im Radio und TV.

Jobabbau bei Dürr: Über 250 Stellen in Deutschland betroffen

Beim geplanten Abbau von 500 Stellen beim Maschinenbauer und Autozulieferer Dürr in der Verwaltung sollen über die Hälfte der Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen. Das sagte Vorstandschef Jochen Weyrauch heute. Es betreffe nicht nur den Stammsitz in Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg), sondern gleichfalls die meisten anderen Standorte. "Wir wollen uns insgesamt verschlanken." In Deutschland sind bei dem börsennotierten Unternehmen insgesamt rund 9.000 Personen beschäftigt, am Stammsitz sind es rund 2.300 Menschen. Der Stellenabbau solle sozialverträglich erfolgen, also beispielsweise durch ein Abfindungsprogramm. Ziel sei es, ohne betriebsbedingte Kündigungen auszukommen.

Überstunden gehören für viele zum Alltag

Überstunden? Gehören für viele Menschen in ihrem Job dazu. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen: Mehr als jeder zehnte Arbeitnehmer in Deutschland (insgesamt 4,4 Millionen Menschen) hat im vergangenen Jahr durchschnittlich mehr gearbeitet als in seinem Arbeitsvertrag vereinbart war. Dabei machen Männer mit einem Anteil von 13 Prozent etwas häufiger Überstunden als Frauen (10 Prozent). Die Daten basieren auf den Erstergebnissen der Arbeitskräfteerhebung des Mikrozensus für das Jahr 2024. Demnach war für die meisten Beschäftigten der Umfang der Mehrarbeit auf wenige Stunden pro Woche begrenzt. 45 Prozent gaben an, durchschnittlich weniger als fünf Überstunden geleistet zu haben. Bei insgesamt 73 Prozent waren es weniger als zehn Stunden. Allerdings leisteten 15 Prozent der Betroffenen mindestens 15 Stunden Mehrarbeit in der Woche.

OB auf Facebook beleidigt: Amtsgericht verhandelt

Die beleidigenden Worte wurden im vergangenen Herbst gepostet, als der Gemeinderat von Baden-Baden eine Klausurtagung in einem Luxushotel abhielt - das Gremium hielt sich für zwei Tage im 5-Sterne-Hotel "Erbprinz" in Ettlingen auf. Von "Hurenbock und Hallodri" war danach die Rede. Gemeint war Oberbürgermeister Dietmar Späth (parteilos). Die Baden-Badener Stadtverwaltung stellte nach dem beleidigenden Facebook-Posting Strafanzeige gegen die Frau, die Urheberin der Aussagen war. Das Amtsgericht erließ daraufhin einen Strafbefehl mit einer Geldstrafe. Weil die Frau den Strafbefehl aber nicht akzeptierte und Widerspruch einlegte, landet der Fall heute vor Gericht. 

Ex-Chefin Ricarda Lang: Grünen müssen raus aus ihrer "Bubble"

Die frühere Grünen-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Ricarda Lang dringt auf einen Linksschwenk ihrer Partei und will verstärkt auf Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit setzen. Als Gast im SWR-Videopodcast "Zur Sache! intensiv" betonte die 31-Jährige, die für den Wahlkreis Backnang-Schwäbisch-Gmünd im Bundestag sitzt, dass sich die Grünen mental in der Krise befinden würden. Um da herauszukommen, müsse man vor allem auf Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit setzen - und ehrlich sein. Auf die grünen Plakate zur Bundestagswahl "Zuversicht" zu schreiben, habe nicht zur Stimmungslage der Menschen gepasst. "Wenn viele Leute, die in ihrem Alltag das Gefühl haben, es funktioniert hier alles nicht, ich kann mir meine Miete nicht leisten, gelingt die Klimapolitik überhaupt, dann kann ich denen nicht nur mit einer Stimmung kommen. Im Zweifel wird es dann sogar sehr abgehoben oder im schlimmsten Fall elitär", sagte Lang. Ihre Partei müsse "raus aus der Bubble". Die Grünen müssten auch die Bereitschaft entwickeln, "dahin zu gehen, wo es Widerspruch gibt, die Bereitschaft, dahin zu gehen, wo es weh tut". 

Ricarda Lang: Fehler der Grünen, Shitstorms & Body Positivity

Hundstage begonnen: Kommen jetzt die heißesten Tage des Jahres?

Die Hundstage gelten als die heißeste Zeit im Jahr. Wird es jetzt besonders warm? Nicht ganz. "Die nächsten Tage werden wechselhaft", sagt SWR-Wetterexperte Michael Kost. Die Zeit bis zum 23. August gilt als die wärmste Zeit im Jahr. "Viele nehmen das Wetter derzeit als kühl wahr. Das liegt daran, weil es zuletzt immer wieder extrem heiß war." Aber eigentlich sei die derzeitige Witterung für Mitte Juli ein absolut normales durchschnittliches Wetter und alles andere als zu kühl.

Rupfen und reißen gegen Staudenknöterich und Springkraut

Aus anderen Erdteilen eingeschleppte, invasive Pflanzen verdrängen die heimischen. In Freiburg haben tausende Freiwillige dem Japanischen Staudenknöterich und dem Indischen Springkraut den Kampf angesagt. Die machen die Eindringlinge insbesondere an Flüssen und Bächen ausfindig und gehen ihnen an die Wurzeln. Mit dabei sind auch Schülerinnen und Schüler des Freiburger Berthold-Gymnasiums.

Eduard-Spranger-Schule in Emmendingen soll umbenannt werden

Die Eduard-Spranger-Schule in Emmendingen soll umbenannt werden. Die Kreisarchivarin hat sich genauer mit dem Wirken des Wissenschaftlers auseinandergesetzt. Das Ergebnis: Eduard Spranger hat sich in der NS-Zeit eindeutig zur Lehre der Eugenik bekannt. Zur “Eugenik” gehören Theorien und Maßnahmen, die darauf abzielen, das Erbgut der menschlichen Bevölkerung vermeintlich zu verbessern. In der NS-Zeit war die Eugenik gleichbedeutend mit der sogenannten Rassenhygiene und diente dazu, das Euthanasieprogramm zu rechtfertigen und sogenanntes lebensunwertes Leben zu vernichten. Im Oktober wird die Umbenennung der Schule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung dem Kreistag zum Beschluss vorgelegt.

Betrugsmasche um falsche Polizisten: Jetzt klingeln sie schon in Uniform an der Haustüre

Wir berichten ja immer wieder von Betrügern, die sich am Telefon als Polizisten ausgeben und so hoffen, an sensible Daten oder Geld zu kommen. Aber das ist noch eine Spur dreister, denn jetzt denken wir uns in der Situation das Telefon weg und ersetzen es durch das Klingeln an der Haustüre. In den vergangenen Tagen meldeten mehrere Bürgerinnen und Bürger aus Brackenheim (Kreis Heilbronn) versuchte Betrugsfälle durch angebliche Polizeibeamte. Besonders alarmierend: Die Täter trugen Polizeiwesten und zeigten gefälschte Polizeimarken vor. So wollten sie unter anderem an persönliche Daten kommen. Und ja, es ist jetzt keine Neuigkeit, aber man kann es nicht oft genug betonen: Echte Beamten erscheinen nie einfach so ohne Ankündigung an der Haustüre, um Bargeld oder Wertsachen abzuholen oder nach höchst sensiblen Daten zu fragen. Auch am Telefon fragen sie keine Details zu Vermögen, Konten oder Schließfächern ab. Wer Opfer einer solchen Betrugsmasche zu werden droht - lieber einmal mehr die 110 wählen.

Verfahren um Messerangriff in Mannheim geht wohl schneller zu Ende

Sulaiman A. hat im Mai 2024 auf dem Mannheimer Marktplatz mit einem Messer sechs Menschen verletzt - der Polizist Rouven Laur starb kurz darauf. Jetzt deutet sich an, dass das Verfahren schneller enden könnte als geplant. Die Beweisaufnahme des Senats könne unter Umständen Ende kommender Woche abgeschlossen werden, so ein Sprecher des Oberlandesgerichts Stuttgart. Ursprünglich waren für den Prozess Verhandlungstage bis Ende Oktober angesetzt. Heute soll noch die Ehefrau des Angeklagten aussagen, kommende Woche Dienstag und Donnerstag der psychiatrische Sachverständige. Danach sind laut Gericht keine weiteren Zeugen geladen. Laut dem Anwalt des Angeklagten, Axel Küster, sind bereits die Plädoyers und das Urteil vorläufig terminiert. Dieses könnte am 15. September verkündet werden.

Streit um Polizei-Software: Wieso Palantir so umstritten ist

25 Millionen Euro - so viel könnte es den Steuerzahler womöglich kosten, dass eine Analyse-Software für die Polizei gekauft, aber womöglich gar nicht eingesetzt werden kann. Über die politische Aufarbeitung haben wir hier bereits vorhin berichtet - aber wieso ist dieser Deal mit dem US-Unternehmen Palantir eigentlich generell so stark im Fokus der Kritik? Zum einen geht es um die Software an sich - die Linke sieht die Pläne der Landesregierung, diese einführen zu wollen, als "schweren Angriff auf die Demokratie und alle Grundrechte". Damit könne die Polizei nicht nur eventuelle Einträge in die Polizeiregister abfragen, sondern diese auch mit Social Media-Profilen, Handydaten, Einwohnermeldedaten, dem Ausländerzentralregister, VISA-Daten und weiteren Datenquellen automatisiert verknüpfen und auswerten. Jeder Polizeibeamte, so die Landessprecherin Sahra Mirow, könne bei einer Personenkontrolle sehen, ob die kontrollierte Person etwa bei einem Psychiater angerufen habe. In Bayern ist die Software des US-Unternehmens bereits im Einsatz. Auch Hessen verwendet eine Variante. An Palantir gibt es zum anderen Kritik, weil Trump-Unterstützer Peter Thiel einer der Gründer und Großaktionär der Firma ist. Thiel ist bekannt dafür, dass er die Demokratie ablehnt. "Wir haben große Bedenken, was den Einsatz dieser Software angeht. Wir glauben, dass es nicht in Ordnung ist, auf die Software einer solch fragwürdigen und auch demokratiegefährdenden Firma zurückzugreifen", hatte Grünen-Politiker Oliver Hildenbrand dazu gesagt. Bereits Anfang Juli wies Innenminister Thomas Strobl (CDU) mit Blick auf den Einsatz in anderen Bundesländern darauf hin, ihm sei kein Fall bekannt, in dem Daten in die USA abgeflossen seien. Wichtig sei, dass die Polizei bereits vorliegende Daten schnell zusammenführen könne. Dafür sei die Palantir-Software sehr hilfreich. "Wir wüssten viel mehr, wenn wir wüssten, was wir wissen", so Strobl.

Unfall bei Ellwangen mit mindestens fünf Verletzten

Ein Unfall auf der Landesstraße zwischen Ellwangen-Neunheim und Röhlingen im Ostalbkreis hat gestern Abend zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der A7 geführt. Laut Polizei wollte ein Autofahrer auf die A7 Richtung Würzburg auffahren und übersah dabei ein entgegenkommendes Auto. Beim Zusammenstoß wurden mindestens fünf Menschen, darunter auch Kinder, verletzt. Wegen des Unfalls wurde die Autobahnabfahrt Ellwangen gesperrt. Es kam zu einem langen Rückstau.

Auf dem Weg zur Arbeit geht es heute ohne große Verzögerungen

Ein kurzer Blick auf die Straßen zeigt: Noch ist wenig los an diesem Donnerstagvormittag. Größere Staus und Behinderungen gibt es in Baden-Württemberg aktuell nicht, jederzeit über eure Strecke informieren könnt ihr euch in unserer SWR Aktuell-App und hier:

Jüdische Gemeinde Mannheim fordert Absage von Naidoo-Konzerten

Ende Januar 2026 sind zwei Konzerte des umstrittenen Sängers Xavier Naidoo in der SAP Arena in Mannheim geplant. Die Jüdische Gemeinde Mannheim hatte vergangene Woche die Kölner Lanxess Arena und den Konzertveranstalter des Sängers aufgefordert, die Konzerte abzusagen. Xavier Naidoo habe sich über so lange Zeit nicht gescheut, zutiefst antisemitische Stereotype und Verschwörungsmythen zu verbreiten, begründete die Vorsitzende der Gemeinde, Heidrun Deborah Kämper, dies gegenüber dem SWR. Der Konzertveranstalter, die Frankfurter Agentur "Live Nation", habe der Jüdischen Gemeinde daraufhin geantwortet, es gebe keinen Grund, Xavier Naidoo eine zweite Chance zu verweigern, berichtet Kämper dem SWR. Naidoo habe sich im April 2022 öffentlich zu Toleranz, Vielfalt und einem friedlichen Miteinander bekannt, heißt es in der Antwort des Veranstalters weiter. Gleichzeitig habe er Nationalismus, Rassismus, Homophobie und Antisemitismus auf das Schärfste verurteilt. Auf SWR-Anfrage hieß es von Seiten der SAP Arena, man habe sich entschieden "den Künstler und dessen Distanzierung beim Wort zu nehmen".

Mannheim

Jüdische Gemeinde Mannheim äußert Kritik Vor Naidoo-Konzerten in Mannheim: SAP Arena sieht keinen Grund für Auftrittsverbot

Anfang 2026 will Naidoo in der Mannheimer SAP Arena auftreten. Die Jüdische Gemeinde fordert eine Tour-Absage, die SAP Arena sieht dagegen keinen Grund für ein Auftrittsverbot.

Stellenabbau bei Bosch: Das sagen die Beschäftigten

SAP, Mahle, Dürr, Bosch - die Häufung an schlechten Nachrichten aus den Unternehmen im Land nimmt zu. Über die angekündigten Stellenstreichungen haben wir hier bereits berichtet. Vor allem bei Bosch sind viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgewühlt: Nachdem bekannt wurde, dass der Autozulieferer alleine in Reutlingen über 1.100 Jobs abbauen will, herrscht eine Mischung aus Schock, Wut und Angst. Gestern hat das Unternehmen den Beschäftigten in der Reutlinger Stadthalle hintereinander drei Betriebsversammlungen angeboten, damit alle Beschäftigten ihre Fragen an den Bereichsvorstand und die Werksleitung loswerden können. Wir waren vor Ort und haben uns in der Belegschaft umgehört:

Die 113. Minute besiegelt das Aus der DFB-Frauen - Ann-Katrin Berger mittendrin

Es war DIE entscheidende Szene - und der entscheidende Moment, in dem die gebürtige Göppingerin Ann-Katrin Berger den entscheidenden Fehler macht: Die 113. Minute in der Verlängerung des Halbfinal-Spiels Deutschland-Spanien bei der Frauen-EM wird die 34-Jährige wohl nie wieder vergessen: Weltfußballerin Aitana Bonmatí setzte sich am rechten Strafraumeck durch und statt zu flanken, narrt sie alle und haut den Ball ins kurze Eck - das Torwarteck. Die zuvor überragend haltendende Torhüterin übernahm die Verantwortung für das alles entscheidende Gegentor. "Die Schuld nehme ich auf mich. Die kurze Ecke muss zu sein, ganz klar. Ich bin umso enttäuschter von mir selbst. Der hätte meiner sein müssen. Es tut mir unfassbar leid für die Mannschaft", so Berger unmittelbar nach dem Abpfiff. Für ihren Trainer Christian Wück war das Tor "ein Geniestreich". Und so endet der Traum vom EM-Titel, weil da diese 113. Minute war.

Wetteraussichten für BW: Gewitter und unwetterartiger Starkregen drohen

Heute drohen in Baden-Württemberg ab dem Mittag wieder verbreitet Gewitter mit teils unwetterartigem Starkregen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sind auch starke bis stürmische Böen möglich. Die Temperaturen erreichen voraussichtlich 18 Grad in hohen Lagen. Im Allgäu sind etwa 20 Grad in der Spitze möglich, im Mannheimer Raum bis zu 26 Grad. Wirklich besser sind die Aussichten für die kommenden Tage übrigens auch nicht. Für die Nacht auf Freitag erwartet der DWD vor allem in der Südhälfte des Landes weiterhin Schauer und Gewitter. Insbesondere in Oberschwaben und im Allgäu sowie auf der Ostalb sei örtlich sogar wieder unwetterartiger Starkregen wahrscheinlich.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr immer in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht von gestern Abend könnt ihr hier anschauen:

Das wird heute wichtig in Baden-Württemberg

In Karlsruhe startet heute zum 40. Mal das Musikfestival DAS FEST. Stars wie Amy Macdonald, Max Giesinger und Clueso sind zu sehen. Bis Sonntag werden 260.000 Besucherinnen und Besucher erwartet.

Heute wird voraussichtlich der neue Haushalt für Tübingen verabschiedet. Weil die Stadtkasse ein Millionenloch aufweist, wurde Ende Juni die Grund- und Gewerbesteuer rückwirkend erhöht, um zusätzliche Einnahmen zu generieren.

Für den schwäbischen Radprofi Florian Lipowitz aus Laichingen (Alb-Donau-Kreis) steht heute die Königsetappe der diesjährigen Tour de France an. Beim 18. Tagesabschnitt geht es für das Peloton auf drei epische Anstiege: den Col du Glandon, den Col de La Madeleine und zum Abschluss auf den Col de la Loze.

Nach Unfall am Hockenheimer Dreieck: Autobahnabfahrt Richtung Heilbronn gesperrt

Wegen eines Unfalls auf der A61 am Dreieck Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis) ist derzeit die Autobahnabfahrt auf die A6 Richtung Heilbronn gesperrt. Nach Angaben der Polizei hat ein Lkw in der Nacht die Mittelleitplanke durchbrochen und ist anschließend umgekippt. Um den Laster zu bergen, muss laut Polizei ein Kran eingesetzt werden. Wie lange die Sperrung anhalten wird, sei derzeit noch unklar. Betroffen ist laut Polizei lediglich die Abfahrt der A61 auf die A6. Der Lkw-Fahrer sei in ein Krankenhaus gebracht worden.

Eine Software, die die Polizei in BW kauft, aber nicht nutzen darf: Steuerzahlern droht Millionenverlust

Beim Kauf einer Daten-Software für die Polizei droht den Steuerzahlern in Baden-Württemberg ein Millionenverlust. Ab Herbst muss das Landesinnenministerium für die Software des umstrittenen Anbieters Palantir zahlen - sie kann aber noch nicht eingesetzt werden, weil eine Rechtsgrundlage dafür fehlt. Konkret geht es um die Änderung des Polizeigesetzes. Bis Herbst dürfte dies nicht gelingen: in der grün-schwarzen Koalition liegt die Novelle nach Bekanntwerden der Vertragsunterzeichnung auf Eis. Man habe den Vertrag mit dem Unternehmen bereits im März schließen müssen, weil sonst die Preisbindung für das Angebot geendet hätte, begründete Innen-Staatssekretär Thomas Blenke (CDU) im Landtag den Deal. Danach hätte das Land doppelt so viel zahlen müssen. Blenke sprach von Kosten in Höhe von rund 25 Millionen Euro für die Software, ein Kündigungsrecht gibt es nicht. Man habe sich zudem mit dem Koalitionspartner, den Grünen, verständigt, dass man eine Analysesoftware brauche - sonst komme die Polizei beim Auswerten der Daten nicht mehr hinterher, so Blenke weiter. Bei den Grünen selbst ist die Kritik groß: Das Innenministerium habe ein Palantir-Desaster angerichtet, so formulierte es der Grünen-Landtagsabgeordnete und Innen-Experte Oliver Hildenbrand gegenüber dem SWR. Und aus der Opposition kommt ein sehr anschaulicher Vergleich: Das sei wie ein Autokauf, wenn man noch keinen Führerschein habe, monierte der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Sascha Binder.

Job-Kahlschlag: Gleich mehrere große Firmen kündigen Stellenabbau an

Zufall - oder steckt mehr dahinter? Im Verlauf des gestrigen Nachmittags und Abends gelangten gleich mehrere Meldungen über diverse Unternehmen in Baden-Württemberg an die Öffentlichkeit, die Grund zur Sorge bereiten könnten: Da hätten wir den Maschinenbauer Dürr aus Bietigheim-Bissingen im Kreis Ludwigsburg, der 500 Stellen in der Verwaltung streichen will. Und dann kam SAP-Vorstandschef Christian Klein um die Ecke und verkündete, dass der Software-Konzern aus Walldorf im Rhein-Neckar-Kreis ebenfalls weitere Arbeitsplätze abbauen werde. 600 abgebaute Stellen im vergangenen Jahr sind beim Autozulieferer Mahle aus Stuttgart ebenfalls noch nicht genug - Chef Arnd Franz deutete an, dass die Zahl der Stellen weiter sinken werde. Nicht zu vergessen das Spar-Programm bei Bosch, von dem alleine in Reutlingen 1.100 Jobs betroffen sein könnten. Die Krise in der Autoindustrie setzt auch dem Getriebespezialist Magna zu - rund 160 Arbeitsplätze sollen hier abgebaut werden, vor allem am Standort Untergruppenbach (Kreis Heilbronn). Stefan Reiner von der IG Metall Heilbronn-Neckarsulm sieht als Ursache für den sich häufenden Stellenabbau eine "Vermischung von Ereignissen". Seiner Einschätzung nach trifft zum einen die Transformation in vielen Bereichen auf eine Stagnation. Dazu kommen Kriege und auch Handelskriege, wie zum Beispiel Strafzölle. Ebenso spielen auch die Energiekosten eine Rolle. Bei fast jeder Firma in der Region Heilbronn-Franken würde zurzeit einer der Faktoren zutreffen. Je mehr zutreffe, desto kritischer würde es für die Unternehmen werden. Gleichzeitig würden sich einige Märkte verschieben, vor allem nach China.

Aus für Deutschland bei der Fußball-EM

Für die Nationalmannschaft der Frauen ist vor wenigen Stunden der Traum vom EM-Titel geplatzt. In dem Halbfinalspiel verloren die DFB-Frauen gegen Spanien mit 0:1 nach Verlängerung. Im Finale am Sonntagabend treffen die Spanierinnen auf Titelverteidiger England. Trotz des verpassten Finaleinzugs zeigte sich Bundestrainer Christian Wück mit der Leistung der deutschen Mannschaft zufrieden. "Wir haben aus meiner Sicht ein richtig gutes Turnier gespielt, wenn man auf die Ergebnisse schaut", so Wück.

Guten Morgen!

Für viele Fußball-Fans ist es eine unruhige Nacht gewesen - der Traum vom EM-Titel der Frauen-Nationalmannschaft ist geplatzt. Wir versuchen, so gut es geht die Laune mit dem ein oder anderen Thema wieder aufzulockern. Und damit einen schönen Guten Morgen an diesem Donnerstag. Ich heiße Jakob Fandrey und ich informiere euch heute in unserem Newsticker am Morgen bis 10 Uhr über alles, was gerade wichtig in Baden-Württemberg ist.

Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik schreibt mir gerne per E-Mail an newsticker-bw@SWR.de.

Baden-Württemberg

Das war der BW-Newsticker am Morgen ++ Kein Public Viewing der Frauen-EM in Tübingen ++ Polizeigewerkschaft fordert automatische Bodycams ++ BASF-Mitarbeiter nach Säureunfall schwer verletzt ++

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