Das war der BW-Newsticker am Donnerstag

BW-Newsticker am Morgen: Experte sieht Verschärfung bei Autokrise, Polizei warnt vor "Job-Scamming", Taxifahrer stoppte Amokfahrer in Mannheim

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Julia Kunert.

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Stand

Von Autor/in Julia Kunert

Wiedersehen!

Das war's für heute mit dem Ticker. Morgen ist mein Kollege Matthias Deggeller für euch da. Die Nachrichten für Baden-Württemberg gibt es bis dahin wie gewohnt auf SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook und YouTube und natürlich auch im Radio und TV.

Ex-Ministerpräsident Oettinger mahnt Tilgungsplan für Sondervermögen

Der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hat mit Blick auf die Schuldenvorhaben von Union und SPD einen vernünftigen Tilgungsplan angemahnt. Die Beschlüsse über die Sondervermögen für Infrastruktur und Verteidigung halte Oettinger zwar für vertretbar, aber er habe auch Bedenken, was die Tilgung der milliardenschweren Sondervermögen angeht.

"Die Brücken, die man jetzt sanieren will, werden in 20 oder 30 Jahren wieder einen Sonderbedarf auslösen. Wenn bis dann nicht die 500 Milliarden zurückgezahlt sind, stehen wir vor einem sich addierenden Berg von Schulden", kritisierte Oettinger im Interview mit der "Südwestpresse". Er fordere auch, perspektivisch das Einsparpotenzial im Haushalt durchzugehen. Oettinger kämpfte einst gegen jegliches Aufweichen der Schuldenbremse.

Tipp für den Feierabend: Sonne genießen bei bis zu 18 Grad

Ich weiß, der Feierabend ist bei vielen von euch noch nicht in Sicht. Schon mal Pläne schmieden solltet ihr aber: Denn heute erwartet der Deutsche Wetterdienst Temperaturen bis zu 18 Grad in Baden-Württemberg. Die Sonne macht dabei auch mit - beste Voraussetzungen also für den ersten Besuch bei der Eisdiele oder einen schönen Spaziergang. Und falls ihr heute keine Zeit mehr habt, besteht kein Grund zur Sorge: Am Freitag und am Wochenende soll das Wetter ähnlich schön werden.

Straßenbahn erfasst Radfahrer - und fährt weiter

Ein Radfahrer verliert die Kontrolle über sein Fahrrad und prallt gegen eine Straßenbahn. Er ist schwer verletzt - trotzdem fährt die Bahn weiter. So ist das gestern in Heidelberg passiert. Der Fahrer oder die Fahrerin habe den Radfahrer möglicherweise nicht bemerkt, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Die Ermittlungen laufen, so die Beamten.

"Streiktag der Frauenberufe" morgen

Kleine Erinnerung: Die Gewerkschaft ver.di hat für morgen zum bundesweiten "Streiktag der Frauenberufe" aufgerufen. Damit sind Sozial- und Erziehungsberufe sowie Jobs in der Pflege und Gesundheit gemeint, die mehrheitlich von Frauen ausgeübt würden, so ver.di. Hintergrund seien der internationale Frauentag am 8. März sowie der morgige Equal Pay Day. Ob in eurer Region in Kitas, Kliniken oder anderen sozialen Einrichtungen gestreikt wird, lest ihr im Artikel:

Baden-Württemberg

Kitas und Kliniken in BW betroffen ver.di hatte am Freitag zum "Streiktag der Frauenberufe" aufgerufen

Am Freitag hatte die Gewerkschaft ver.di zu Streiks in Berufen, die mehrheitlich von Frauen ausgeübt werden, aufgerufen. Betroffen waren unter anderem Kitas und Kliniken.

Anerkennung für Taxifahrer A. Muhammad aus der SWR Aktuell-Community

Heute Morgen habe ich euch ja schon A. Muhammad vorgestellt: Der Taxifahrer hatte sich am Montag in Mannheim dem Amokfahrer Alexander S. in den Weg gestellt und ihn so an der Weiterfahrt gehindert. Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) hatte sich dafür gestern persönlich bei Herrn Muhammad bedankt - und auch die SWR Aktuell-Community dankt auf Instagram:

"Ein wahrer Held, der wirklich etwas Großes auf sich genommen hat und sein Leben riskiert hat" und "Ein Vorbild für die ganze Gesellschaft" schreiben zwei User. Gleich mehrere Kommentatoren bedanken sich für Herrn Muhammads Mut - einige fordern sogar das Bundesverdienstkreuz für den Taxifahrer.

"Aschekreuz to go": Segen zum Mitnehmen in der Autobahnkirche

Viele Menschen wollen die Fastenzeit mit einem ganz besonderen Segenszeichen beginnen. Das Aschekreuz ist ein Symbol für Buße, Umkehr und Besinnung. Wer keine Zeit hatte am Aschermittwoch einen Gottesdienst zu besuchen, konnte das Aschekreuz sogar auf der Durchreise erhalten, wie etwa in der Autobahnkirche Baden-Baden:

Südbadischer Fußballverband bietet kostenlose Trainerinnenausbildung an

Unter dem Motto "Trainerinnen fördern. Fußball stärken" startet der Südbadische Fußballverband eine kostenlose Trainerinnenausbildung für Frauen. Der Verband übernimmt die Kosten bis zur C-Lizenz, also für alle Mannschaften auf Kreis- bzw. Bezirksebene. Die Ausbildung sei einer von mehreren Bausteinen, um mehr Frauen für Führungsrollen im Fußball zu gewinnen und eine ausgewogenere Repräsentation zu erreichen, so der Verband. Erste Erfolge seien bereits sichtbar: Die Anzahl der Frauen in der Trainerinnenausbildung habe sich seit 2022 nahezu verdoppelt.

Lkw-Fahrer kracht in Ilsfeld betrunken in Hauswand

Schaut euch mal dieses Bild an: In Ilsfeld im Kreis Heilbronn ist gestern ein Lkw-Fahrer in eine Hauswand gekracht. Dabei hat er einen Sachschaden in Höhe von 50.000 Euro verursacht, verletzt wurde glücklicherweise niemand. Laut Polizei war der Lkw-Fahrer mit zwei Promille Blutalkoholwert unterwegs, fuhr zuerst über einen Kreisverkehr und krachte schlussendlich in das Haus. Möglicherweise sei der Mann auch für einen weiteren Unfall verantwortlich, heißt es: Wenige Minuten davor wurde ebenfalls in Ilsfeld ein Auto angefahren und beschädigt. Der Unfall-Fahrer sei geflüchtet.

Ilsfeld

Mehrere Menschen wurden durch Fahrweise gefährdet Betrunkener Lkw-Fahrer kracht in Ilsfeld gegen Hauswand

Für Hausbewohner in Ilsfeld war es eine böse Überraschung: Ein Lkw ist über einen Kreisverkehr und in eine Hauswand gefahren. Der Schaden ist hoch. Verletzt wurde niemand.

SWR4 am Nachmittag SWR4

Amokfahrt in Mannheim: Wenn die Fake News aus dem Boden sprießen

Schon wenige Minuten nach der tödlichen Amokfahrt des 40-jährigen Alexander S. am vergangenen Montag sind zahlreiche Spekulationen und Falschinformationen im Netz verbreitet worden. Von Ausweisdokumenten eines angeblichen Mittäters bis hin zu verstörenden Nachrichten auf WhatsApp. Das Polizeipräsidium machte bereits kurz nach der Tat auf Falschmeldungen aufmerksam und rief dazu auf, Fake News nicht in den sozialen Medien zu teilen. Meine Kollegen haben sich viele der Falschmeldungen angeschaut und versucht, sie einzuordnen.

Mannheim

Informationsflut, Spekulationen und Falschmeldungen im Netz Mannheim: Wie die Amokfahrt gleich zu Fake News führte

Nach dem ersten Schock über den tödlichen Vorfall in Mannheim kursierten schnell Gerüchte und falsche Informationen zu Tat, Täter und Gefahrensituation.

SWR4 am Nachmittag SWR4

Heidelberger Neurologe erhält wichtigen Forschungspreis

Der Heidelberger Neurologe Frank Winkler bekommt zusammen mit einer US-Forscherin den mit 1,3 Millionen Euro dotierten "Brain-Price". Die Auszeichnung ist der am höchsten dotierte Preis auf dem Gebiet der Neuromedizin. Winkler hatte entdeckt, dass bei bestimmten Hirn-Tumoren Nervenzellen des Gehirns mit Tumorzellen kommunizieren. Diese Erkenntnis eröffne "völlig neue Behandlungsansätze", so die Universitätsklinik Heidelberg.

Deutsche Post streicht 8.000 Stellen

Die Deutsche Post baut bis zum Jahresende 8.000 Stellen bei Briefträgern und Postboten ab. Das hat das Unternehmen soeben mitgeteilt. Begründet wird das mit hohen Kosten. Betriebsbedingte Kündigungen soll es demnach aber nicht geben. Die Ankündigung erfolgt nur zwei Tage nach einem Tarifabschluss mit der Gewerkschaft ver.di.

Cold Case Sabine Rahn: Neue Hinweise nach "Aktenzeichen XY"-Sendung

Nach der gestrigen ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" sind neue Hinweise zum Heidenheimer Mordfall Sabine Rahn eingegangen. Die damals 18-Jährige wurde vor mehr als 40 Jahren auf dem Weg zu einer Diskothek getötet. Es habe mehrere Hinweise von Zuschauerinnen und Zuschauern auf mögliche Tatverdächtige gegeben, hieß es nach der Sendung auf der Aktenzeichen-Internetseite. Mehrere Anrufe gab es demnach auch zu einer roten Kunststoffmaus, die in der Nähe des Tatorts gefunden wurde.

Polizei Heilbronn warnt vor "Job-Scamming"

Videos online bewerten, Pakete weiterleiten oder Produktrezensionen schreiben - klingt nach einfachen Nebenjobs für schnelles Geld? Genau davor warnt jetzt das Polizeipräsidium Heilbronn. Das sogenannte Job-Scamming komme in der Region Heilbronn-Franken "sehr oft" vor. Betrügerinnen und Betrüger locken auf WhatsApp oder Telegram mit hohem Gehalt, doch ausgezahlt wird das Geld für die vermeintlichen Jobs nie. Teilweise kann man sich mit den dubiosen Nebenjobs auch strafbar machen:

Heilbronn

Vorsicht vor "Job-Scamming" Heilbronner Polizei warnt vor verlockenden Jobangeboten auf WhatsApp und Telegram

Pakete weiterleiten, Videos bewerten und das Schreien von Produktrezensionen. Hinter solchen Lock-Angeboten stecken oft Betrüger. Die Polizei warnt vor "Job-Scamming".

SWR4 BW am Morgen SWR4 Baden-Württemberg

Mann aus BW verunglückt auf Kinderrutsche in Tiroler Skihütte

Bei einem Unfall in Tirol ist ein Mann aus Schwäbisch Hall schwer verletzt worden. Wie die österreichische Polizei dem SWR bestätigte, war der Mann eine Rutsche hinuntergerutscht - mit dem Kopf voran. Der 54-Jährige schlug mit dem Kopf im Schnee auf. Wegen der Schwere der Verletzung musste er mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Innsbruck geflogen werden. Der Verdacht auf eine Querschnittslähmung habe sich aber nicht bestätigt, so die Polizei. Der Mann war mit Freunden und Bekannten bei der Drei-Seen-Hütte im österreichischen Skigebiet Kühtai unterwegs.

Schwäbisch Hall

Mann aus Schwäbisch Hall verunglückt schwer Unfall bei Tiroler Skihütte: Kopfüber die Kinderrutsche hinunter

Ein Mann aus Schwäbisch Hall hat sich auf einer Kinderrutsche bei einer Skihütte in Tirol schwer verletzt. Er entging wohl nur knapp einer Querschnittslähmung.

SWR4 am Nachmittag SWR4

125. Todestag von Gottlieb Daimler

Gottlieb Daimler ist nicht nur in Baden-Württemberg unvergessen. Zusammen mit Wilhelm Maybach brachte der am 17. März 1834 in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) geborene Ingenieur und Konstrukteur den von Nikolaus Otto konstruierten Otto-Motor zur Serienreife. Heute vor 125 Jahren starb Gottlieb Daimler, der zunächst den Beruf des Büchsenmachers gelernt hatte, in Stuttgart-Cannstatt.

Blick auf die Straßen im Land

Im Moment ist es ruhig auf den Straßen im Land. Habt eine gute Fahrt zur Arbeit und einen schönen Start in den Donnerstag.

Wie es auf eurer Strecke aktuell aussieht, erfahrt ihr immer in der SWR Aktuell-App und hier:

Keine Hinweise auf K.o.-Tropfen bei Fastnachts-Party in Murg

Sechs Besucherinnen hatten während einer Fastnachtsparty in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Murg (Kreis Waldshut) von plötzlicher Benommenheit, Erinnerungslücken und Übelkeit berichtet. Daraufhin hatte die Polizei die Veranstaltung beendet. Die Frauen gaben noch in der Nacht Blut- und Urinproben ab. Die Analyse durch die Rechtsmedizin hat, so die Staatanwaltschaft Waldshut-Tiengen, keine Hinweise auf Wirkstoffe ergeben, die gemeinhin typisch für K.o.-Mittel sind. Die Wirkstoffe hätten aber laut der Mediziner noch nachweisbar sein müssen. Somit hat das Ermittlungsverfahren keine hinreichenden Anhaltspunkte für eine Straftat ergeben.

Experte rechnet mit weiteren Einschnitten in der Autoindustrie

Die Krise in der Autoindustrie hat 2024 Spuren hinterlassen: Im vergangenen Jahr gingen fast 19.000 Stellen in Deutschland verloren. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervor. "Die deutsche Automobilindustrie steckt in einer massiven und umfassenden Krise", sagte der EY-Autoexperte Constantin Gall in einer Mitteilung. Die Probleme reichten von einer schwachen Nachfrage aufgrund der anhaltenden Konjunkturkrise über zu hohe Kosten bis hin zum teuren Nebeneinander von Verbrennern und Elektroautos. Hinzu komme der wegbrechende chinesische Markt.

Gall geht davon aus, dass die Hersteller in diesem Jahr massiv an der Kostenschraube drehen müssten. "Das wird unweigerlich zu deutlichen Einschnitten bei der Beschäftigung führen." Der verhältnismäßig geringe Stellenabbau im vergangenen Jahr sei nur der Anfang eines schmerzhaften, aber unabwendbaren Schrumpfungsprozesses. Neue Jobs und Aufträge könnten Beschäftigte der Autoindustrie in Baden-Württemberg dann in der Rüstungsindustrie finden: Die will Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zum neuen Industrieschwerpunkt im Land machen.

Sondierungsgespräche im Bund: Das fordern Gemeinden und Städte in BW

In Berlin führen SPD und Union gerade Sondierungsgespräche. Dabei hat man sich auf milliardenschwere Sondervermögen für Verteidigung und Infrastruktur geeinigt. Die Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg wollen bei den weiteren Sondierungsgesprächen eine tragende Rolle spielen. Grund dafür: Die lädierten Haushalte der Kommunen. So gingen in diesem Jahr 90 Prozent der Kreise von roten Zahlen aus, die Lage der Landkreise sei dramatisch. "Ich erwarte und fordere daher, dass bei den Gesprächen die Stabilisierung der Kommunalfinanzen zu einem der Schwerpunktthemen gemacht wird", sagte Joachim Walter (CDU), Präsident des Landkreistags.

Amokfahrt von Mannheim: Ermittlungen ergeben weiterhin kein politisches Motiv

Die Ermittler sind sich zwar sicher: Der Todesfahrer von Mannheim hat mit Absicht Menschen in der Innenstadt umgefahren. Aber sie sind auch zunehmend überzeugt, dass der Mann nicht gesund ist. Denn es verdichten sich die Hinweise auf eine seit Jahren herrschende psychische Erkrankung des 40-Jährigen. Das gehe unter anderem aus umfangreichen ärztlichen Unterlagen und zahlreichen Zeugenaussagen hervor, teilten Landeskriminalamt (LKA) und Staatsanwaltschaft mit. "Er befand sich in der Vergangenheit regelmäßig in ärztlicher bzw. psychiatrischer Behandlung, zuletzt im vergangenen Jahr auch stationär", heißt es unter anderem in einer Mitteilung.

Bei der Suche nach einem Grund für die Tat hat das LKA bislang nach eigenen Angaben keine Anhaltspunkte für ein extremistisches oder politisches Motiv gefunden. Es seien zwar Hinweise auf mögliche Kontakte ins rechtsextreme Milieu aus dem Jahr 2018 bekannt, auch sie seien Teil der Ermittlungen. "Abfragen bei verschiedenen Nachrichtendiensten führten allerdings zu keinen extremismusrelevanten Rückmeldungen", hieß es weiter. Auch bei den bisher gesichteten Asservaten konnten bislang keine Anhaltspunkte für eine extremistische Gesinnung gefunden werden.

Weiterhin viel Sonne in BW

Schon seit Tagen gibt es blauen Himmel, viel Sonne und frühlingshafte Temperaturen in Baden-Württemberg - und genauso geht es in den kommenden Tagen weiter. Erst in der kommenden Woche soll wieder kältere Luft zu uns kommen. Der Donnerstagmorgen beginnt mit fast wolkenlosem Himmel. Am Nachmittag können im Süden des Landes vereinzelt ein paar dünne Schleierwolken aufziehen. Am wärmsten wird es im Westen von Baden-Württemberg - hier können die Temperaturen auf bis zu 18 Grad steigen. Am Bodensee werden 15 Grad erreicht.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr immer in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Und den Wetterbericht aus der SWR Aktuell-Sendung von gestern Abend könnt ihr hier nachschauen:

Das wird heute wichtig

Im Prozess wegen eines Messerangriffs auf Reisende im Stuttgarter Bahnhof könnte heute entschieden werden, ob der Angeklagte in eine psychiatrische Klinik kommt. Der 26 Jahre alte Mann hatte zugegeben, vergangenen Sommer einen Mann unvermittelt angegriffen und durch Messerstiche verletzt zu haben. Auch eine Frau, die dem Angegriffenen helfen wollte, erlitt Schnittwunden. Vor Gericht hatte er erklärt, Stimmen im Kopf hätten ihm befohlen zuzustechen. Staatsanwaltschaft, Nebenklagevertreter und Verteidigung plädieren für einen Freispruch und haben die Unterbringung des 26-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt.

In Kliniken, Rettungsstellen und Pflegeheimen der Kommunen und des Bundes kann es heute deutschlandweit zu Einschränkungen kommen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten zum Wanstreik aufgerufen. Notdienste sind aber möglich. Auch viele Kliniken und Pflegeheime in Baden-Württemberg sind betroffen. Hier kam es bereits am Mittwoch zu ersten Wanstreiks.

Die Rheintalbahn zwischen Gundelfingen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) und Freiburg soll auf 9,7 Kilometern komplett erneuert werden. Über das Bauprojekt informiert die Deutsche Bahn heute. Bei dem Ausbau sollen die Bahnhöfe Gundelfingen, Freiburg-Zähringen, -Herdern und -St. Georgen generalüberholt werden und barrierefrei sein. Außerdem will die Bahn 20 kreuzende Brücken erneuern. Das Bauvorhaben ist Teil des Ausbaus der Rheintalbahn von Karlsruhe bis nach Basel.

Autofahrer stürzt 20 Meter die Weinberge hinab

In Walheim (Kreis Ludwigsburg) ist ein Mann mit seinem Auto 20 Meter die Weinberge hinunter gestürzt und dabei leicht verletzt worden. Der 22-Jährige sei gestern verbotswidrig auf einen Feldweg gefahren, so die Polizei. In einer leichten Rechtskurve kam der Fahrer demnach von der Straße ab - warum ist noch unklar. Das Auto überschlug sich mehrmals und blieb auf dem Dach liegen. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 17.000 Euro.

Heute Warnstreiks in Kliniken in BW

In rund 20 Kliniken in Baden-Württemberg sind heute wieder Warnstreiks angekündigt. Kranke und Pflegebedürftige müssen sich auf Einschränkungen einstellen. Notdienste seien vereinbart worden, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di. Die nächste Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst ist für Mitte März in Potsdam geplant. Mitte Februar hatte es keine Annäherung gegeben. Verhandelt wird für insgesamt 2,5 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Deutschland. Eingeschlossen sind zahlreiche Berufsgruppen, darunter auch Erzieherinnen und Erzieher, Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger, Busfahrerinnen und Busfahrer oder Feuerwehrleute.

Mutlangen

Kitas geschlossen, Notbetrieb in Kliniken 250 Streikende vor dem Stauferklinikum Mutlangen

Vor dem Stauferklinikum Mutlangen haben sich am Donnerstag etwa 250 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes versammelt. Sie nehmen am Warnstreik teil, zu dem ver.di aufgerufen hat.

Taxifahrer stoppte Amokfahrer von Mannheim: "Ich bin kein Held"

Bei der Amokfahrt in Mannheim an Rosenmontag spielte er eine ganz entscheidende Rolle: Ein Taxifahrer aus Pakistan, seit 15 Jahren in Mannheim wohnend und seit 2017 deutscher Staatsbürger, hinderte den 40-Jährigen mutmaßlichen Täter an der Weiterfahrt. Dafür gefeiert werden will A. Muhammad nicht: "Ich bin kein Held. Ich bin ein Muslim", sagte er im Rahmen eines öffentlichen Gesprächs mit Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) gestern. Es sei für ihn selbstverständlich gewesen, einzugreifen und Mitmenschen zu schützen. Sein Handeln sei von einer religiösen Motivation geprägt gewesen, sagte das Mitglied der Ahmadiyya-Muslimgemeinde. Er wolle mit dem Statement auch ein Zeichen gegen Hass setzen, sagte Muhammad. Und sich dafür einsetzen, dass Mannheim Offenheit und Toleranz bewahre.

Guten Morgen

Guten Morgen! Auch heute schauen wir auf die Warnstreiks an rund 20 kommunalen Krankenhäusern in Baden-Württemberg. Außerdem stelle ich euch hier gleich den Mann vor, der den Amokfahrer von Mannheim am Montag aufhielt und womöglich weitere Tote und Verletzte verhindert hat.

Ich bin Julia Kunert und begleite euch bis 10 Uhr durch den Morgen mit allem was aus und für Baden-Württemberg wichtig wird. Wenn ihr Fragen, Wünsche, Lob oder Kritik zum Newsticker habt, schreibt mir gerne eine E-Mail an newsticker-bw@SWR.de.

Bild von SWR-Redakteurin Julia Kunert
SWR-Redakteurin Julia Kunert Patricia Neligan
Baden-Württemberg

Das war der BW-Newsticker am Mittwochmorgen ++ Amokfahrer von Mannheim in U-Haft ++ Unfall mit Reisebus auf A6 ++ Mehr Asylklagen in BW ++

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