Erneute Warnstreiks im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst: Etwa 250 Beschäftigte, meist aus Kliniken und Kitas im Ostalbkreis, haben am Donnerstagvormittag vor dem Stauferklinikum Mutlangen (Ostalbkreis) demonstriert. Sie waren der Aufforderung der Gewerkschaft ver.di zum Warnstreik gefolgt.
Die Gewerkschaft hatte im Alb-Donau-Kreis und im Ostalbkreis Warnstreiks für Donnerstag und auch Freitag angekündigt. Betroffen sind vor allem die Kliniken in Mutlangen und in Ellwangen. Außerdem sind Beschäftigte der ADK GmbH in Blaubeuren, Ehingen und Langenau zum Ausstand aufgerufen.
Planbare Operationen für Donnerstag und Freitag abgesagt
Die Folge für die Patienten und Patientinnen: Alle aufschiebbaren Operationen sind für die betreffenden Tage abgesagt. Ver.di hat mit den Kliniken eine Notdienstvereinbarung geschlossen. Das heißt: Nicht aufschiebbare Operationen werden durchgeführt. Und auch Krebspatientinnen und -patienten in der Tagesklinik am Stauferklinikum in Mutlangen sollen behandelt werden, teilen die Kliniken Ostalb mit.
In Schwäbisch Gmünd und Ulm werden auch Kitas bestreikt
Warnstreiks gibt es am Donnerstag und Freitag aber auch in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes: In Schwäbisch Gmünd bleiben am Donnerstag die Kindertagesstätten geschlossen sowie das Hallenbad und mehrere städtische Behörden. Am Freitag werden die Kitas in Ulm bestreikt. Außerdem sind in Ellwangen das Seniorenstift Schönbornhaus und der Habila Rabenhof, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen, von den Arbeitsniederlegungen betroffen sein.
Kitas und Kliniken in BW betroffen ver.di hatte am Freitag zum "Streiktag der Frauenberufe" aufgerufen
Am Freitag hatte die Gewerkschaft ver.di zu Streiks in Berufen, die mehrheitlich von Frauen ausgeübt werden, aufgerufen. Betroffen waren unter anderem Kitas und Kliniken.
Ver.di fordert acht Prozent mehr Lohn und Gehalt
Die Gewerkschaft ver.di fordert für die deutschlandweit rund zweieinhalb Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst acht Prozent mehr Entgelt, mindestens aber 350 Euro mehr im Monat. Auch höhere Zuschläge für besonders belastende Tätigkeiten sind Teil der Forderung. In der zweiten Verhandlungsrunde hatten Bund und Kommunen der Gewerkschaft zufolge kein Angebot vorgelegt. Die dritte Runde beginnt am 14. März.