Die Staatsanwaltschaft Koblenz wirft dem 42-jährigen Beschuldigten vor, dass er seine getrennt lebende Ehefrau am 28. Mai in ihrem Auto in der Nähe von Wirft (Landkreis Ahrweiler) vorsätzlich erstochen hat. Demnach hatte sich die Frau bereits im Juni 2025 von ihm getrennt, unter anderem wegen häuslicher Gewalt. Sie sei mit den gemeinsamen 4 und 7 Jahre alten Kindern aus der Wohnung des Paares ausgezogen. Das habe der Mann aber nicht akzeptiert.
Ermittlungen gegen Ex-Ehemann dauern an Obduktion: Vermisste Frau aus Wirft starb an Stichverletzungen
Die 29-jährige Frau aus dem Kreis Ahrweiler, die vor zehn Tagen tot aufgefunden wurde, starb an Stichverletzungen. Das ergab eine Obduktion. Tatverdächtig ist ihr früherer Ehemann.
Obwohl die Frau eine gerichtliche Gewaltschutzverfügung erwirkt hatte, habe sich ihr Mann nicht von ihr ferngehalten und ihr immer wieder nachgestellt. Das haben laut Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ergeben. Am 8. Mai habe die 29-Jährige dann bei Gericht den Scheidungsantrag eingereicht. Dieser sei ihm zwei Tage vor der Tat zugestellt worden.
Staatsanwaltschaft geht von geplanter Tat aus
Die Staatsanwaltschaft nimmt an, dass der Mann seiner Ehefrau am Morgen des Tattags mit seinem Auto hinterher gefahren ist. Er sei ihr bis zu einem Parkplatz gefolgt und habe sie dort in ein Gespräch verwickelt. Die Frau habe nicht mit einem Angriff gerechnet, als er dann unvermittelt in ihrem Auto mit einem Messer auf sie einstach. Dabei habe er sie so schwer verletzt, dass sie sich nicht wehren konnte.
Danach soll er sie laut Anklageschrift in ihrem Auto zu einem nicht gut einsehbaren Ort in der Nähe gefahren und dort durch weitere Messerstiche getötet haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte die Tat geplant hatte. Deswegen lautet der Tatvorwurf: "Mord aus Heimtücke sowie aus niedrigen Beweggründen".
Ehemann der Getöteten ist in U-Haft
Der Tatverdächtige wurde bereits einen Tag nach der Tat festgenommen, nachdem er mit Blut an den Händen auf einer Polizeiwache in Nordrhein-Westfalen erschienen war. Damals hatte er laut Staatsanwaltschaft behauptet, sich nach einer Auseinandersetzung erkundigen zu wollen, an der er beteiligt gewesen sei. Bei den Blutspuren handelte es sich den Angaben zufolge aber um das Blut seiner getöteten Frau.
Seit dem 30. Mai befindet sich der Mann deshalb wegen dringenden Tatverdachts in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft schweigt er bisher zu der Tat. Der Verdacht habe sich durch die Ermittlungen aber erhärtet.