Hier finden Sie die neuesten Beiträge der Sendungen SWR Kultur am Morgen, am Mittag und am Abend. Weitere Beiträge finden Sie in der Reihe Kultur aktuell in ARD Sounds.
Auszeichnung der „Opernwelt" „Wunder von Mainz“: Staatstheater ist Opernhaus des Jahres 2026
Sie konnten es selbst kaum fassen, aber es ist wahr: Kritikerinnen und Kritiker der Fachzeitschrift „Opernwelt“ haben das Staatstheater Mainz zum Opernhaus des Jahres gewählt. Eine Sensation für das vergleichsweise kleine Drei-Sparten-Haus. Überzeugen konnten die Mainzer mit ihrem durchdachten Spielplan, der auch Stücke verfolgter Komponistinnen und Komponisten aufwies.
Zurück zu den Wurzeln Neues Album „Schatzhauser“ von Reinhard Mey: Der Liedermacher und die Republik
Die meisten Alben von Reinhard Mey erschienen im Monat Mai. Nun aber gibt es zum Herbstanfang Reinhard Mey pur, nur mit Akustikgitarre und Gesang. „Schatzhauser“ heißt das Album.
Neuer Intendant am Theater Baden-Baden Theaterskandal der 1960er-Jahre: Brechts „Mutter Courage“ wieder auf der Bühne
1962 wurde das Stück in Baden-Baden verboten, nun eröffnet der neue Intendant Simon Meienreis damit seine erste Spielzeit: Brechts „Mutter Courage und ihre Kinder“.
Augstein-Archiv erstmals umfassend ausgewertet Rudolf Augstein neu betrachtet: Was die große Biografie über den Spiegel-Gründer zeigt
Die Biografie „Augstein. Ein deutsches Leben“ von Martin Doerry und Hauke Janssen zeichnet ein neues, differenziertes Bild des Spiegel-Gründers, auch von dessen Rolle vor 1945.
Comedyserie auf Apple TV „Brothers“: Das fiktive Brüderpaar Woody Harrelson und Matthew McConaughey
Woody Harrelson und Matthew McConaughey, bekannt aus „True Detective“, sind enge Freunde. Aus dem Gerücht, sie seien Halbbrüder, machen sie eine Serie über sich selbst: „Brothers“.
Pierrot Raschdorff interpretiert Höflichkeit als Voraussetzung für ein Miteinander auf Augenhöhe Nicht weniger streiten, sondern besser streiten
„Wie können wir einander zuhören und miteinander streiten, ohne den anderen zu entwürdigen?“ fragt Pierrot Raschdorff in seinem Buch „Die neue Höflichkeit“.
Pionierin der Animationskunst 100 Jahre „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ – Warum Lotte Reiniger bis heute fasziniert
Zart, feingliedrig und auch nach 100 Jahren märchenhaft: Scherenschnitt-Künstlerin Lotte Reiniger brachte mit „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ den ersten Animationsfilm ins Kino.
Sein Einfluss ist bis heute zu hören Jahrhundertmusiker John Coltrane: Von einem, der immer auf der Suche blieb
Zum 100. Geburtstag von John Coltrane erinnert der Jazzforscher Wolfram Knauer, an den außergewöhnlichen Weg der der Jazz-Legende.
Gespräch Franz Burda: Wie der „Mann fürs Bunte“ Medien und Zeitgeist prägte
Franz Burda machte aus einer Offenburger Druckerei einen der großen deutschen Medienkonzerne. Seine Geschichte erzählt zugleich von Anpassung im Nationalsozialismus, Wirtschaftswunder und gesellschaftlichem Wandel. In SWR Kultur am Morgen sagt Historiker Tim Schanetzki, Mitautor des neuen Buchs „Der Mann fürs Bunte“: Burda habe stets das Image des „unpolitischen“ Verlegers gepflegt. „Unser Eindruck ist: Das ist eine ziemliche Untertreibung.“
Anpassung und Aufstieg im Nationalsozialismus
Schon vor 1933 war Burda mit einer Radiozeitschrift erfolgreich. Doch im NS‑Staat wurde gerade der Rundfunk zu einem hochpolitischen Medium. Schanetzki beschreibt eine „signalisierte Nähe gegenüber dem Nationalsozialismus“, die Burda zugleich geschickt dosiert habe. Den Begriff des Profiteurs hält der Historiker deshalb für angemessen, betont aber die Widersprüche. Burdas Erfolg lasse sich weder allein mit politischer Nähe noch mit unternehmerischem Geschick erklären.
Die Bunte war politischer als ihr Ruf
Nach dem Krieg wuchs Burda mit dem Wirtschaftswunder. Zeitschriften wie die Bunte und Burda Moden trafen den Geschmack der jungen Bundesrepublik. Doch auch hier entdeckten die Historiker Überraschendes. „Die Bewunderung für Willy Brandt würde man bei einem konservativen Verleger wie Franz Burda erst einmal nicht erwarten“, sagt Schanetzki. Auch mit der 68er Bewegung sei die Bunte differenzierter umgegangen als andere Medien. Burdas vermeintlich unpolitische Wohlfühlwelt war also durchaus politisch.
Sanierung Stuttgarter Opernhaus auf dem Prüfstand? Kunstministerin Petra Olschowski: „Kein Haushalt lässt sich über die Kultur sanieren“
Hohe Baukosten setzen Kultur-Großprojekte unter Druck. Ministerin Petra Olschowski erklärt, worauf sich die Debatte um das Stuttgarter Opernhaus konzentrieren sollte.
Die Schweiz und ihre NS-Vergangenheit Josef Mengele in der Schweiz - Was wusste der Geheimdienst 1961?
Josef Mengele war einer der meistgesuchten NS-Verbrecher. Der KZ-Arzt von Auschwitz konnte trotzdem bis zu seinem Tod unbehelligt leben. Historikerinnen und Historiker aus der Schweiz haben den Verdacht, dass Mengele sich in den 1960er Jahren sogar in der Schweiz aufgehalten haben könnte und dass der Geheimdienst davon gewusst habe. Jetzt haben die Behörden die Mengele-Akte veröffentlicht – sie ist voller Schwärzungen.
SWR Kultur am Morgen, Mittag und Abend – Kultur aktuell
In den aktuellen Kulturmagazinen SWR Kultur am Morgen, Mittag und Abend widmen wir uns täglich den Nachrichten der Kultur-Welt, mit Hintergründen, Gesprächen, Kritiken und Tipps. Damit Sie nichts Wichtiges mehr verpassen! Auch in der ARD Audiothek.