Bei den vor rund zwei Jahren wiedereingeführten Grenzkontrollen sind in Rheinland-Pfalz und im Saarland insgesamt gut 8.500 illegale Einreisen gezählt worden. Etwa 5.300 Menschen kamen aus Frankreich, knapp 2.700 aus Luxemburg und rund 550 aus Belgien über die Grenze nach Deutschland, wie die Bundespolizei mitteilte.
Fast 4.000 Personen sind laut Bundespolizei bis Ende September 2026 nach Frankreich zurückgewiesen worden, rund 1.800 nach Luxemburg und 335 nach Belgien.
Über 200 Schleuser festgenommen
Die Bundespolizei konnte bei den Kontrollen auch insgesamt 277 mutmaßliche Schleuser festnehmen. Zudem seien 1.077 Menschen mit offenen Haftbefehlen aufgegriffen worden.
Reaktionen aus Rheinland-Pfalz Neues EU-Asylsystem, aber Grenzkontrollen bleiben
Ab sofort gilt das neue EU-Asylgesetz, doch die Grenzkontrollen bleiben. Ministerpräsident Schnieder (CDU) findet das richtig, die AfD auch. SPD und Grüne wollen sie abschaffen.
Warum eigentlich Grenzkontrollen?
Solche Kontrollen sind im Schengen-Raum eigentlich nicht vorgesehen. Die Grenzkontrollen waren eingeführt worden, um die Zahl der unerlaubten Einreisen nach Deutschland einzudämmen. Immer wieder wurden sie verlängert, obwohl sich die EU auf ein Gemeinsames Europäisches Asylsystem (GEAS) verständigt hatte. Das trat in diesem Sommer in Kraft. Die Kontrollen sollen nach dem Willen von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) aber mindestens noch bis März 2027 weiterlaufen.
Im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Luxemburg werden die Kontrollen stark kritisiert. Vor allem Pendler sind genervt. Mehr als 50.000 deutsche Grenzgänger arbeiten in Luxemburg.