In Baden-Württemberg sind in diesem Jahr weniger illegale Grenzüberschritte aus der Schweiz oder Frankreich registriert worden als im Vorjahreszeitraum. Bis zum 30. September kamen laut Bundespolizeidirektion Stuttgart 9.804 Menschen illegal über den Landweg nach Baden-Württemberg.
Von den 9.804 registrierten Fällen entfielen 4.759 auf Einreisen aus der Schweiz und 5.045 auf Einreisen aus Frankreich. Im Vorjahreszeitraum waren es insgesamt 10.378 Fälle, davon 4.917 aus der Schweiz und 5.461 aus Frankreich. Angaben zu den Staatsangehörigkeiten der Menschen machte die Bundespolizei nicht.
Auch im Vergleich mit den vergangenen Jahren bis 2022 gingen die Zahlen zurück. Laut Bundespolizei wurden 2025 insgesamt 14.220 illegale Grenzüberschritte registriert, 2024 waren es 17.381, 2023 20.475 und 2022 12.592. Für 2021 nannte die Bundespolizei 4.991 illegale Grenzüberschritte.
Grenzkontrollen im Schengen-Raum eigentlich nicht vorgesehen
Grenzkontrollen sind im Schengen-Raum eigentlich nicht vorgesehen. Seit dem 16. September 2024 wird jedoch wieder an allen deutschen Außengrenzen kontrolliert. Die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte dies angeordnet.
Trotz wachsender Kritik wurde die Regelung bereits dreimal verlängert, zuletzt bis Mitte September 2026. Von den seit Mitte September 2024 insgesamt 28.804 registrierten unerlaubten Einreisen über die Schweiz oder Frankreich nach Baden-Württemberg wurde der Großteil der Menschen laut Bundespolizei unmittelbar an der Grenze zurückgewiesen oder im Zusammenhang mit dem illegalen Grenzüberschritt zurückgeschoben.
Das betraf den Angaben zufolge 24.162 Menschen. Für 1.081 Menschen galt eine Wiedereinreisesperre für Deutschland. 2.785 Menschen sowie 356 mutmaßliche Schleuser wurden festgenommen.