Auch der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat heute das Ahrtal besucht. Bei einem ökumenischen Gedenkgottesdienst im Altenahrer Ortsteil Altenburg würdigte er die Hilfsbereitschaft vieler Menschen. Es gehe nicht darum, das Geschehen der Flut mit ihren verheerenden Folgen zu vergessen, betonte der Bischof. In die Erinnerung gehöre aber nach biblischer Tradition auch der dankbare Blick auf das, was seit Sommer 2021 an Solidarität, an Hilfe und an Neuanfang geschehen sei.
- Steinmeier: Das Ahrtal - "ein Ort, der für Solidarität steht"
- Bundespräsident Steinmeier im Ahrtal eingetroffen
- Foto-Ausstellung "We AHR strong" eröffnet
Ackermann würdigt Hilfsbereitschaft der Menschen
Merz im Ahrtal angekommen
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist im Ahrtal angekommen. Geplant war zunächst eine Baustellenbesichtigung im Kurpark in Bad Neuenahr und ein Gespräch mit Helfern und Gewerbetreibenden. Merz wird im Anschluss auch an der zentralen Gedenkveranstaltung teilnehmen.
"Allein in der Flut" - Dokumentation in der ARD
Die Filmemacherin Susanne Jäger ist im Juli 2021 im Sommerurlaub in Italien, als sie einen Anruf vom Handy des Vaters bekommt. Doch es ist nicht seine Stimme, die sie hört. Ein Bekannter der Eltern erzählt, dass ihr Vater vermutlich in der Flutkatastrophe ums Leben gekommen sei. Die Autorin sucht im Chaos der Katastrophe nach ihrem Vater. Knapp zwei Wochen später wird seine Leiche gefunden. Susanne Jäger geht in der ARD-Dokumentation "Allein in der Flut - Mein Vater und die tödliche Nacht im Ahrtal" der Frage nach, ob sein Tod - und der vieler anderer - hätte verhindert werden können.
Hier könnt ihr den sehr bewegenden Film in der ARD Mediathek anschauen:
Wie gut ist euer Wohnort auf Starkregen und Hochwasser vorbereitet?
Eine SWR-Recherche zeigt: Viele Kommunen in RLP verfügen inzwischen über Alarm- und Einsatzpläne für Hochwasser. Spezielle Pläne für Starkregen fehlen jedoch häufig noch. Die Kolleginnen und Kollegen vom SWR Data Lab haben auch diese Pläne für euch aufbereitet:
Fünf Jahre Ahrtal In RLP fehlen immer noch Alarm- und Einsatzpläne
Bei einer Katastrophe regeln die Pläne Zuständigkeiten und Evakuierungen. Besonders kleinere Kommunen sind überfordert. Schauen Sie nach, wie die Lage bei Ihnen vor Ort ist.
ISB fordert in rund 500 Fällen Hilfsgelder zurück
Wer von der Flut betroffen war, konnte Wiederaufbauhilfen beantragen. In rund 500 Fällen fordert die Investitions- und Strukturbank (ISB) allerdings Geld zurück. Nach Angaben der ISB erfolgen Rückforderungen nur in Ausnahmefällen. Im Reel berichtet unser Social-Media-Redakteur Nedim von einem dieser Fälle.
Mehr als 200 Brücken kaputt - erst ein Bruchteil steht wieder
Die Flut im Ahrtal hat 2021 mehr als 200 Brücken beschädigt oder weggerissen - von der kleinen Fußgängerbrücke im Sahrbachtal bis zur Ahrtorbrücke in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Fünf Jahre später sind erst wenige von ihnen wieder aufgebaut. Vielerorts stehen noch Behelfsbrücken. Gründe dafür gibt es viele.
Nur wenige Neubauten bislang fertig Wiederaufbau der Brücken im Ahrtal läuft schleppend
Die Flut im Ahrtal hat 2021 mehr als 200 Brücken beschädigt oder weggerissen. Fünf Jahre später sind nur wenige von ihnen wieder aufgebaut. Die Gründe dafür sind vielfältig.
Eine detaillierte Karte über den Stand der Dinge gibt es hier. Klickt euch gerne durch:
Hochwasser und Starkregen - so gefährdet ist eure Region
Wer Hochwasser erlebt, vergisst die Bilder nicht: Straßen verwandeln sich in Bäche, Autos werden mitgerissen, Keller laufen in Minuten voll. Solche Szenen spielen sich in Deutschland immer wieder ab, nicht nur an großen Flüssen. Auch Starkregen kann in kurzer Zeit ganze Nachbarschaften überfluten. Damit Bürger und Kommunen sich auf solche Katastrophen vorbereiten können, erstellen Behörden Karten, in denen sich ablesen lässt, welche Grundstücke bei Hochwasser oder Starkregen unter Wasser stehen könnten. In Rheinland-Pfalz leben Hunderttausende Menschen in diesen Gebieten. Das SWR Data Lab hat diese Karten aufbereitet. Hier könnt ihr nachschauen, ob und wie eure Heimatorte bedroht sind:
Fünf Jahre nach der Ahrtal-Flut Hochwasser & Starkregen in RLP: So würde eine Überschwemmung Ihr Zuhause treffen
Hunderttausende Menschen leben in Rheinland-Pfalz an Orten, die überflutet werden könnten. Erfahren Sie in interaktiven Karten, ob auch Ihr Haus gefährdet ist und wie Sie sich schützen können.
Diese Bedeutung hat der Jahrestag für die Menschen im Ahrtal
Viele Menschen im Ahrtal erleben den Jahrestag der Flutkatastrophe heute mit gemischten Gefühlen. Während einige die großen Gruppen bei den Gedenkveranstaltungen entlang der Ahr suchen, begehen andere den Tag eher im Kreis ihrer Familien. Auch fünf Jahre nach der Flut sind die Erinnerungen bei vielen noch präsent, wie in dieser Umfrage zu hören ist:
Steinmeier auch bei Gedenkveranstaltung in NRW
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist bei der Gedenkveranstaltung am Abend in Bad Neuenahr-Ahrweiler nicht dabei. Er reist nach Düsseldorf, um dort an einer Gedenkfeier für die Flutopfer aus Nordrhein-Westfalen teilzunehmen. Auch dort wurden in der Flutnacht Häuser beschädigt, Brücken zerstört, Straßen überspült. Dabei starben in Nordrhein-Westfalen 49 Menschen, auch im Ort Rheinbach.
Fünf Jahre nach der Flut "Man darf nicht vergessen"
Als das Wasser kam, strömte es unaufhaltsam durch Straßen und Häuser. Fünf Jahre nach der Flut halten die Einwohner im nordrhein-westfälischen Rheinbach das Gedenken aufrecht. Und…
Frühchen aus Ahr-Flut gerettet
In der Flut-Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 sitzt in Dernau ein Pärchen mit seinem sieben Monate alten Frühchen Raphael in ihrer Wohnung fest. Die Akkus für die lebenswichtigen Geräte werden immer schwächer. Jens Weinriefer von der Freiwilligen Feuerwehr Montabaur macht sich trotz des Hochwassers auf dem Weg zum Baby. Das ist eine der Geschichten aus der Recherche von SWR Story: "Fünf Jahre nach der Ahrtal-Flut: Die Nacht, die blieb…". Den ganzen Film gibt's in der ARD Mediathek.
Schnieder besucht die Lebenshilfe in Sinzig
Der Terminkalender von RLP-Ministerpräsident Gordon Schnieder ist heute voll. Nach seinem Besuch in Dernau ist er nun in Sinzig. Zwölf Bewohner einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung starben dort in der Flutnacht, das Wasser überraschte sie im Schlaf. Im April ist das Haus wieder eröffnet worden. Schnieder spricht hier mit Hinterbliebenen und Betroffenen.
Zwei Brüder kämpfen um Familienbetrieb in der Eifel
Jochen Floss führt mit seinem Bruder Martin in Schönecken im Eifelkreis Bitburg-Prüm einen Familienbetrieb, der Blockhäuser und Holzrahmen baut. Die Firma gibt es seit mehr als 100 Jahren. Vor fünf Jahren hat das Hochwasser den Betrieb schwer getroffen. Das Unternehmen liegt direkt an der Nims. Seitdem bauen die Eigentümer ihre Firma wieder auf.
Hochwasser der Nims hat Firma schwer getroffen Eifeler Familienbetrieb: Die Flut ist vorbei – der Kampf geht weiter
Viele Menschen in der Eifel waren vom Hochwasser 2021 schwer getroffen. Auch ein Unternehmen in Schönecken wurde von der Nims überflutet. Der Wiederaufbau läuft bis heute.
Gedenkfeier zum Jahrestag live im SWR
Der heutige Tag ist geprägt vom Gedenken an die Flutkatastrophe im Ahrtal in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021. Die Gedenkfeier in Bad Neuenahr-Ahrweiler wird live im SWR Fernsehen übertragen und bei uns im Stream zu sehen sein.
Schnieder zu Besuch in Dernau
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) hat die Jugendbauhütte in Dernau besucht. Junge Menschen aus ganz Deutschland hatten beim Wiederaufbau historischer Gebäude nach der Flutkatastrophe geholfen. Beim Fluthilfecamp der Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) arbeiteten die Freiwilligen an Bauwerken, die bei der Flut 2021 beschädigt wurden. Inzwischen ist das Mobile Team Fluthilfe der Jugendbauhütten dauerhaft als Denkmalretter im Einsatz. Im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres in der Denkmalpflege können junge Erwachsene hier praktische Erfahrungen in der Restaurierung und im Erhalt von Kulturdenkmalen sammeln.
Tourismus und Gastronomie im Ahrtal
Die Flutkatastrophe im Ahrtal jährt sich zum fünften Mal. Wir blicken auf Tourismus und Gastronomie: Wie steht es um den Neustart der Branche?
Steinmeier-Besuch in Altenahr: "Schön, dass einem zugehört wird"
Der Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Ahrtal wird von den Menschen dort sehr positiv aufgenommen. Das beobachtet SWR-Reporter Christian Giese-Kessler vor Ort. Seit der Flutkatastrophe vor fünf Jahren war der Bundespräsident immer mal wieder zu Besuch. Auch heute hat er sich wieder Zeit für Gespräche mit den Menschen genommen, mehr Zeit als für Presse-Statements oder Fotos. Das kam beim Besuch in Altenahr sehr gut an. "Es war natürlich schön, dass wir unsere Geschichte erzählen durften", heißt es etwa. Oder "Es ist schon ein Zeichen, wenn der Bundespräsident hier ankommt."
Kranzniederlegung in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier legte in Bad Neuenahr-Ahrweiler zum Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe einen Kranz nieder.
Flut wütete nicht nur im Ahrtal
Das Ahrtal war im Sommer 2021 nicht die einzige Region, die von der Flut betroffen war. Auch die Eifel-Region war damals flutgeschädigt. Etwa der Ort Kordel. Bei der Flutkatastrophe 2021 stand das Wasser der Kyll zehnmal so hoch wie sonst üblich. Rund 230 Häuser wurden überflutet. Der Schaden lag bei rund 60 Millionen Euro. Damit so etwas sich nicht wiederholt, haben sich die Kommunen an der Kyll im vergangenen Jahr beim Hochwasserschutz zusammengeschlossen - gemeinsam gegen künftige Hochwasser:
Über Landesgrenzen hinweg Kommunen an der Kyll schließen sich beim Hochwasserschutz zusammen
Die Landkreise entlang der Kyll wollen sich künftig gemeinsam auf Überschwemmungen vorbereiten. Die Idee: Hochwasserschutz soll sich nicht nur vor der eigenen Haustür abspielen.
Steinmeier: Das Ahrtal - "ein Ort, der für Solidarität steht"
"Wir erinnern nicht nur an eine Katastrophe, sondern an einen Ort, der ein beeindruckendes Maß an Solidarität erfahren hat." Das hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eben in Altenahr in einem Statement zur Flutkatastrophe im Ahrtal gesagt. "Ein Ort, der Zerstörung, aber auch des Wiederaufbaus. [...] Ein Ort, der für Solidarität steht, für Würde. Ich glaube inzwischen auch für Stolz."
Auch fünf Jahre später sei der Schmerz und das Leid nicht vergessen. Dieser Jahrestag sei kein einfacher Tag. "Man möchte nach vorne schauen, aber gleichzeitig spürt man den Schmerz noch", so Steinmeier. Er appellierte an alle, dafür zu sorgen, dass sich eine solche Katastrophe nicht wiederholt.
Was hat die Flut mit jungen Menschen im Ahrtal gemacht?
Fünf Jahre nach der Flut war "SWR Aktuell 360 Grad"-Host Marvin Neumann im Ahrtal unterwegs. In Bad Neuenahr-Ahrweiler und in Grafschaft hat er mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen gesprochen - über den traumatischen Tag, den mühsamen Wiederaufbau und die Frage: Wie geht es ihnen heute? Was hat die Flut 2021 mit ihren Träumen und Zukunftsplänen gemacht? Und wie bewältigen sie die psychischen Folgen dieses traumatischen Erlebnisses?
So sieht es fünf Jahre nach der Flut im Ahrtal aus
Der Flug übers Ahrtal zeigt, was sich in den vergangenen fünf Jahren verändert hat, wo noch gewerkelt wird, wo der Wiederaufbau abgeschlossen ist. Die Kollegen von Social Media haben die Bilder für uns zusammengestellt:
Das zeigt die Foto-Ausstellung "We AHR strong"
"Menschen, die im Ahrtal leben - jene Menschen, die die Flut erlebt, Verluste ertragen, Verantwortung übernommen und den Wiederaufbau mit großer Kraft bewältigt haben" - so beschreibt die Kreisverwaltung Ahrweiler die Persönlichkeiten, die im Mittelpunkt der Foto-Ausstellung "We AHR strong" stehen. Sechs Wochen lang sind ihre Porträts im Ahrtal unter freiem Himmel zu sehen, ihre Geschichten zu lesen.
Bundespräsident Steinmeier im Ahrtal eingetroffen
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist inzwischen im Ahrtal angekommen. Sein Besuch hatte sich verzögert, weil er wegen eines Unwetters nicht rechtzeitig in Berlin starten konnte. Nun ist Steinmeier in Altenahr. Eigentlich wollte er um 12 Uhr schon in Ahrweiler sein, um auf dem Friedhof am Ahrtor einen Kranz niederzulegen. Dort wird er nun mehr als eine Stunde später erwartet. Am Nachmittag reist Steinmeier weiter nach Düsseldorf. Dort findet eine Gedenkveranstaltung für die Flutopfer aus Nordrhein-Westfalen statt.
RLP-Landtagspräsident Lammert: "Der Landtag wird das Ahrtal nicht vergessen."
Auch der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Matthias Lammert (CDU) hat zum fünften Jahrestag der Flutkatastrophe im Ahrtal an die Opfer erinnert und weitere Anstrengungen beim Wiederaufbau der geschädigten Region bekräftigt. "Es gibt Nächte, die ein Land nicht vergisst. Die Flutnacht im Ahrtal war eine solche Nacht", sagte Lammert in einer Videobotschaft. Auch fünf Jahre später gelte das tiefe Mitgefühl den Opfern, ihren Angehörigen und allen Betroffenen. Der Landtag habe die Katastrophe parlamentarisch aufgearbeitet, Verantwortung benannt und wichtige Lehren gezogen. Zugleich bleibe das Land in der Pflicht, den Wiederaufbau voranzutreiben und den Katastrophenschutz zu stärken. "Der Landtag wird das Ahrtal nicht vergessen."
Foto-Ausstellung "We AHR strong" eröffnet
Sechs Wochen lang werden im Ahrtal Porträts von Menschen aus der Region an vier zentralen Orten entlang der Ahr ausgestellt - den Angaben zufolge in Schuld, Altenahr, Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sinzig. Die Ausstellung "We AHR strong" wurde nun offiziell von der Landrätin des Kreises Ahrweiler, Cornelia Weigand (parteilos), in Altenahr eröffnet. "Die vergangenen fünf Jahre erzählen auch eine Geschichte der Stärke und der Hoffnung", sagte sie in ihrer Rede. "Eine Geschichte, die von den Betroffenen und den zahllosen Helferinnen und Helfern gemeinsam geschrieben wurde, geschrieben wird."
Auch RLP-Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) war vor Ort. Er sagte, dass die Ausstellung den Blick auf die Menschen und deren Geschichten lenke und nicht auf die Zerstörung. Geplant war eigentlich, dass auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an der Eröffnung teilnimmt, aber er verspätet sich.
Ahrtal-Landrätin fordert weiter mehr Geld für Personal
Die Landrätin des Kreises Ahrweiler, Cornelia Weigand (parteilos), fordert vom Land mehr Geld für Personal. Bei "SWR1 Leute Live" aus dem Ahrtal sagte sie, es habe zwar nach der Flutkatastrophe fünf Millionen Euro gegeben, das Geld sei aber in diesem Jahr auf drei Millionen gekürzt worden. Und im nächsten Jahr sei gar kein zusätzliches Geld mehr geplant. Das Geld werde dringend benötigt, um die Verwaltungen aufzustocken. Denn die Zahl von etwa Bauanträgen sei im Ahrtal nach der Flutkatastrophe viel höher als in anderen Regionen.
Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe Ahrtal-Landrätin Weigand fordert mehr Geld für Personal und Hochwasserschutz im Ahrtal
Ahrtal-Landrätin Cornelia Weigand fordert vom Land mehr Geld für zusätzlichen Personalbedarf beim Wiederaufbau.
Bundespräsident verspätet sich bei seinem Besuch im Ahrtal
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist noch nicht im Ahrtal eingetroffen. Sein Besuch verzögert sich, weil sein Flieger wegen eines Unwetters in Berlin aufgehalten wurde. Geplant ist, dass Steinmeier bei seinem Besuch zuerst eine Foto-Ausstellung über die Flutkatastrophe in Altenahr besucht, die gerade eröffnet wird. Sein Terminkalender heute ist sehr voll. SWR-Reporter Christian Giese-Kessler ist für uns vor Ort.
Das Leben nach der Flut: Fabienne aus Altenahr
Fabienne erlebt die Flut zuhause in Altenahr. Zusammen mit ihrem Stiefvater ist sie im zweiten Stock ihres Hauses gefangen. Mit dem Handy filmt sie vom Balkon, wie ihr Auto von den Wassermassen erfasst und mitgezogen wurde. "Das war eine krasse Nacht." Beim Wiederaufbau lernt sie Steffen kennen. Die beiden verlieben sich und heiraten kurze Zeit später. Inzwischen leben die beiden wieder im Ahrtal - mit ihren zwei Kindern. Die Kollegen von SWR Heimat haben Fabienne getroffen und erzählen ihre Geschichte:
Lebenshilfe Sinzig wieder eröffnet
Im Haus der Lebenshilfe in Sinzig starben in der Flutnacht zwölf behinderte Bewohnerinnen und Bewohner. Fast fünf Jahre nach der Katastrophe ist das Haus im April wieder eröffnet worden.
Forscher kritisieren Wiederaufbau im Ahrtal
Der Wiederaufbau im Ahrtal ist auch fünf Jahre nach der Flut nicht abgeschlossen. Forschende kritisieren zudem, dass bei den Aufbau-Maßnahmen zu kurzfristig geplant worden sei. Der Forschungsverbund MonAHR bemängelt zum Beispiel, dass zu oft an der gleichen Stelle wieder aufgebaut wurde, anstatt dem Fluss mehr Platz zu geben. Das berichtet Kerstin Peetz aus der ARD-Wissenschaftsredaktion.
Mehr zu den Entwicklungen im Ahrtal
Weiterhin lückenhaft Nach Ahrtalflut - Immer noch zu wenige Alarmpläne im Katastrophenschutz in RLP
Der Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz weist immer noch deutliche Lücken auf. So fehlen in einigen Kreisen und Städten Alarm- und Einsatzpläne etwa Hochwasser.
Jugendliche zwischen Trauma und Träumen Verlorene Jugend? So hat die Flut im Ahrtal das Leben von jungen Menschen verändert
Am 14. Juli jährt sich die Flutkatastrophe im Ahrtal zum fünften Mal. Damals war von einem auf den anderen Tag alles anders im Tal. Besonders betroffen: Kinder und Jugendliche.