Landrätin verlangt Infos

Waldbrand am Rotenfels: Weltkriegsmunition war nicht bekannt

Der Waldbrand am Rotenfels bei Traisen hat aufgedeckt: Dort liegt reichlich alte Weltkriegsmunition. Weder Kreis noch Katastrophenschutz wussten wohl davon.

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Von Autor/in Katja Jorwitz, Tjada Huchtkötter

Flammen loderten im Wald, Einsatzkräfte der Feuerwehr wollen löschen und dann knallte es immer wieder: Der Waldbrand am Rotenfels hat Ende Juni für eine Überraschung gesorgt, auf die alle Beteiligten gerne verzichtet hätten. In dem betroffenen Gebiet liegt alte Weltkriegsmunition unter der Erde.

Munition im Wald am Rotenfels: Kreis und Katastrophenschutz überrascht

Die Kreisverwaltung wusste von diesen Altlasten offenbar nichts. Landrätin Bettina Dickes (CDU) berichtete am Donnerstag bei ihrem Jahrespressegespräch: "Wir hatten keine Kenntnis darüber, wie viel Munition dort tatsächlich liegt." Selbst der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises sei darüber nicht informiert gewesen.

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ADD hält wichtige Karten unter Verschluss

Nach Angaben von Dickes gibt es Karten, die die Lage der Munition zeigen. Diese Karten befinden sich jedoch bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier (ADD). Diese halte die Unterlagen bewusst unter Verschluss. Damit soll verhindert werden, dass Unbefugte in dem Gebiet nach Bomben suchen.

Wir wollen auf mögliche ähnliche Lagen optimaler vorbereitet sein, daher müssen wir wissen, womit wir es zu tun haben.

Kreis Bad Kreuznach will Informationen

Jetzt hat die Kreisverwaltung beantragt, diese Karten mit den Munitionsfunden sehen zu können. Ziel sei es, bei künftigen Bränden oder anderen Vorfällen besser vorbereitet zu sein, so Dickes, um so auch die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten.

Flammen lodern im Wald vor dem Fernmeldeturm Bad Kreuznach auf dem Schanzenkopf in einem Naturschutzgebiet im Kreis Bad Kreuznach.
Die Munition im Boden hatte die Löscharbeiten erheblich beschwert. Der Ort Traisen musste vorübergehend evakuiert werden. Kevin Schößler

Munition im Boden: Alte Geschichten, aber keine Beweise

Gerüchte über die Weltkriegsmunition hat es laut Dickes in der Region schon lange gegeben. Einige ältere Bewohner von Traisen hätten wohl von den Überresten gewusst. Das sei immer wieder erzählt worden, aber es habe keine offiziellen Dokumente oder Beweise dafür gegeben, so Dickes.

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Landesschau Rheinland-Pfalz SWR RLP

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Autor/in
Katja Jorwitz
Katja Jorwitz ist Reporterin im SWR Studio Mainz
Tjada Huchtkötter
Audiobeitrag
Tjada Huchtkötter

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