Gemeinsame Anschaffung

Vereinbarung in Bingen: Kommunen kaufen Fahrzeugsperren gegen Amokfahrten

Die Volksfeste in Rheinhessen sollen sicherer werden - die Kommunen Ingelheim, Bingen, Bad Kreuznach und die Verbandsgemeinde Gau-Algesheim kaufen Fahrzeugsperren gegen Amokfahrten.

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Von Autor/in Golo Schlenk

Jahrmarkt, Winzerfest, Rotweinfest - zehntausende Menschen strömen Jahr für Jahr zu den Großveranstaltungen in Rheinhessen und an der Nahe. Sie alle werden sich nach Ansicht von Bingens Oberbürgermeister Thomas Feser (CDU) demnächst sicherer fühlen. Denn die Städte Bad Kreuznach, Bingen und Ingelheim sowie die Verbandsgemeinde Gau-Algesheim wollen noch in diesem Jahr mobile Fahrzeugsperren kaufen.

Fahrzeugsperren kaufen ist billiger als mieten

Die zwölf Fahrzeugsperren werden in Bingen gelagert und untereinander ausgetauscht, wenn die großen Feste anstehen. Sie kosten etwa 220.000 Euro. Nach Berechnungen der Kommunen ist das günstiger, als die Sperren jeweils zu mieten. Zudem beteiligt sich das Land Rheinland-Pfalz an den Kosten. Im aktuellen Fall fördert es den Kauf mit 140.000 Euro.

Förderung nur bei gemeinsamer Anschaffung mehrerer Kommunen

Das Land fördert seit Oktober 2025 die Anschaffung von mobilen Sperren. Voraussetzung dafür ist eine rechtlich verbindliche Kooperationsvereinbarung von mindestens drei Kommunen. Eine solche wird am Dienstag in Bingen unterzeichnet. Zudem müssen sich die Kommunen dazu verpflichten, die Sperren mindestens fünf Jahre lang zu nutzen.

Anti-Terror-Sperren auch im Kreis Alzey-Worms

Auch andere rheinhessische Kommunen haben bereits die Förderzusage durch das Land zum Anlass genommen, Fahrzeugsperren anzuschaffen. Beispielsweise haben die Verbandsgemeinden Wörrstadt und Alzey-Land sowie die Stadt Alzey im Mai beschlossen, 15 Zufahrtssperren zu kaufen.

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Golo Schlenk
Golo Schlenk ist Reporter im SWR Studio Mainz

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