Es ist das erste Mal, dass es auf dem Pfeddersheimer Markt -nach eigenem Bekunden das größten Weinfest an der Pfrimm- ein Feuerwerk geben soll. Anlass ist das 10-jährige Bestehen des "Pfedderschmer Markt e.V.", der das Fest organisiert.
Sicheres und umweltfreundliches Feuerwerk
Aber die Organisatoren hatten früh die Gefahren eines solchen Feuerwerks im Blick: Es gelang ihnen, eine Pyrotechnik-Firma zu engagieren, die ein besonders umweltfreundliches und sicheres Feuerwerk anbietet. "Von den Feuerwerkskörpern geht praktisch keine Feuergefahr aus", sagt Marco Schreiber vom Organisations-Verein. "Sie brennen mit einer Temperatur von gerade mal 26 Grad. Da dürfte die Luft am Sonntag heißer sein." Auch die Feinstaubbelastung sei äußerst gering und Plastikteile werden vermieden.
Viele Feuerwehreinsätze im Westen der Pfalz Brand durch Feuerwerk, Feldbrände und ein überhitzter Mähdrescher
Wegen der Trockenheit hat vielerorts in der Westpfalz die Waldbrandgefahr die zweithöchste Stufe erreicht. Für die Feuerwehren bedeutet das: Viele Einsätze, oft auch vermeidbare.
Die Feuerwehr steht in Pfeddersheim bereit
Für das Stadtgebiet in Worms gibt es eine Allgemeinverordnung zur Trockenheit. Darin ist unter anderem offenes Feuer, Grillfeuer oder das Verbrennen von Gartenabfällen verboten. Professionell abgefeuertes Feuerwerk ist von dem Verbot ausgenommen. "Wir hätten also gar keine Erlaubnis für das Pfeddersheimer Feuerwerk gebraucht", sagt Marco Schreiber, "wir haben sie uns dennoch von der Stadt geholt." Und auch wenn ein Geländebrand, ausgelöst durch dieses Feuerwerk, sehr unwahrscheinlich ist, stehe die Feuerwehr am Sonntag zusätzlich Gewehr bei Fuß.
Wir haben keine Genehmigung für das Feuerwerk gebraucht, aber wir haben uns trotzdem eine geholt
In Hamm gab es einen Gestrüppbrand
Dass es auch anders laufen kann, zeigt ein Vorfall am vergangenen Montag. In Hamm am Rhein, ein paar Kilometer rheinabwärts von Worms-Pfeddersheim, setzte ein Feuerwerk mehrere Meter Gestrüpp in Brand. Anlass für das Feuerwerk war das Ende des Fischerfests im rechtsrheinischen Gernsheim.
Keine Allgemeinverordnung zur Trockenheit
Das Feuerwerk war in Hamm abgefeuert worden. Eine Allgemeinverordnung zur Hitze gibt es hier nicht. Die Pyrotechnik-Firma brauchte keine Genehmigung, hatte aber, wie vorgeschrieben, die Genehmigungsbehörde des Landes informiert. Von dort gab es aufgrund der Trockenheit bestimmte Auflagen.
VG Eich will mehr Mitsprache beim Thema Feuerwerk
Auch die Verbandsgemeinde war über das Feuerwerk informiert, durfte aber lediglich eine Stellungnahme dazu abgeben und auf die staubtrockene Umgebung von Hamm hinweisen. Frank Hoffmann vom Ordnungsamt der VG wünscht sich für die Zukunft etwas mehr Mitsprachemöglichkeiten, zumal es nicht das erste Mal war, dass das Gernsheimer Feuerwerk einen Brand in Hamm verursacht hat. Vor zwei, drei Jahren, so Frank Hoffmann, habe durch Feuerwerkskörper ein Baum gebrannt.