Die Festivalleitung begründete ihre Entscheidung, warum die Wahl für den Preis für Schauspielkunst beim 21. Filmfestival auf Rainer Bock gefallen ist: "Ein hintergründiges Lächeln, ein hohes Maß an Reflektiertheit und das nicht nur bei schweren, sondern auch bei komödiantischen Rollen, zeichnen diesen meisterhaften Schauspieler mit scheinbar unendlich vielen Facetten aus".
Preisverleihung im Rahmen einer Kino-Vorstellung
Der Preis für Schauspielkunst wurde Rainer Bock im Rahmen einer Kino-Vorstellung verliehen. Er sei seit ein paar Jahren regelmäßig hier, sagte Bock bei der Preisverleihung.
Der Preisträger lobte das Festival des deutschen Films und seine Begründer Daniela und Michael Kötz. "Ich möchte mich aufs allerherzlichste bei Euch bedanken. Ich bin überglücklich", so Bock.
In "Karla" glänzt Bock als Richter
Im Anschluss an die Preisverleihung lief der Film "Karla" mit ihm in der Hauptrolle als Richter, der in einem Gerichtsprozess in den 60er Jahren über die Klage einer 12-Jährigen entscheiden muss. In dem Film nach einer wahren Begebenheit hat diese 12-Jährige ihren Ziehvater wegen Missbrauchs angezeigt - ein damals noch nie da gewesener Fall.
"Rainer Bock gehört zu den ganz Großen im Land"
Rainer Bock wurde in Kiel geboren und begann seine Karriere 1982 als Theaterschauspieler. Nach Engagements in Kiel, Heidelberg, dem Mannheimer Nationaltheater und dem Stuttgarter Staatstheater war er Ensemblemitglied des Bayerischen Staatsschauspiels.
Außerdem stand Rainer Bock in seiner mehr als 40 Jahre langen Karriere in mehr als 120 Filmen vor der Kamera, beispielsweise im Film "Werk ohne Autor" oder "Das weiße Band". Außerdem spielte der 70-Jährige in der 20-teiligen Fernsehserie "Das Boot" mit.
Bock war zudem in den ARD-Krimireihen "Tatort" und "Polizeiruf" zu sehen. Und auch Hollywood-Erfahrung hat er: 2009 spielte Bock den General Schönherr in Quentin Tarantinos Film "Inglourious Basterds".
Über den Preis für Schauspielkunst
Das Festival des deutschen Films auf der Parkinsel in Ludwigshafen läuft noch bis zum 7. September. Das Festival direkt am Rheinufer in Ludwigshafen gibt es seit 2005. Inzwischen gilt es in der deutschsprachigen Filmszene als Treffpunkt und Ort der Begegnung für Schauspieler, Drehbuchautoren und Regisseure.
Der Preis für Schauspielkunst geht laut Festivalleitung an herausragende Schauspielerinnen und Schauspieler. Der Preis betone die Bedeutung derer, die dem deutschen Film ein Gesicht geben.
Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern finden sich so glanzvolle Namen wie Hanna Schygulla (2005), Klaus Maria Brandauer (2006), Bruno Ganz (2013), Iris Berben (2018) und in diesem Jahr Uwe Ochsenknecht.