"Kai Wessel ist ein Filmregisseur, dessen Arbeiten von einer geradezu großherzigen Humanität bestimmt sind und immer darauf verzichtet haben, auf irgendeinen Trendzug aufzuspringen", sagte Festival-Chef Michael Kötz laut einer Mitteilung. Wessel ist ein vielfach preisgekrönter deutscher Regisseur im Fernseh- und Kinobereich.
Regiepreis am Dienstagabend in Ludwigshafen verliehen
Den Preis bekam Wessel am Dienstagabend auf der Parkinsel in Ludwigshafen im Zeltkino. Gleichzeitig feierte dort auch Wessels neuer Film "An einem Tag im September" Premiere. Zuletzt hatte das Ludwigshafener Festival den ARD-Spielfilm "Ramstein - Das durchstoßene Herz" von Kai Wessel zum tödlichen Flugtagsunglück in der Pfalz 1988 gezeigt.
Kai Wessel ist Kino-und Fernsehregisseur
Bekannt ist der Regisseur unter anderem für die zwölfteilige ARD-Fernsehserie "Klemperer - Ein Leben in Deutschland". Die Verfilmung mit den Schauspielern Matthias Habich und Dagmar Manzel in den Hauptrollen zeichnete das Leben des jüdischen Gelehrten aus Dresden, der trotz großer Einschränkungen, Kränkungen und Leiden durch die Nazi-Herrschaft unermüdlich weitergearbeitet hatte, nach.
Produktionen für ARD, SWR und ARTE
Erfolgreich war auch die Serie "Zeit der Helden" für SWR und ARTE aus dem Jahr 2013, in deren Mittelpunkt zwei Ehepaare Mitte vierzig in der Kleinstadt Weinheim stehen. Dafür wurde Wessel mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis ausgezeichnet.
Sein Regiedebüt "Martha Jellneck" (1988) wurde für den Bundesfilmpreis nominiert. Es folgten unter anderem Kinoproduktionen wie "Das Sommeralbum" (1991), "Das Jahr der ersten Küsse" (2002), das Hildegard-Knef-Biopic "Hilde" (2009) mit Heike Makatsch, "Nebel im August" (2016) und "Cicero" (2022). Wessel führte auch mehrfach Regie beim Spreewald-Krimi des ZDF.
Festival des deutschen Films 2025 Ludwigshafen: Rainer Bock mit Preis für Schauspielkunst geehrt
Der Schauspieler Rainer Bock hat am Dienstag beim Festival des deutschen Films 2025 in Ludwigshafen den Preis für Schauspielkunst erhalten.
"Statt auf bloße Effekte zu vertrauen, sind seine Werke von einer großen Erfahrungstiefe bestimmt", sagt Festivalmacher Michael Kötz über den 63 Jahre alten Regisseur.
Ehrenpreis für Edgar Reitz bei Festival des deutschen Films
Mit einem Ehrenpreis würdigte das Filmfestival in diesem Jahr auch "die herausragende Lebensleistung" des Regisseurs und Autors Edgar Reitz. Der Preis wurde dem inzwischen 92-jährigen Filmemacher, der durch seine "Heimat"-Filmreihe bekannt wurde, am 23. August verliehen.