Es klappert und klappert in Bornheim - ein Geräusch, das vielen Menschen im Ort bestimmt bekannt vorkommt. Beim Storchenzentrum hat man den Eindruck: Dieses Jahr sind es mehr Schnäbel, die hier klappern.
Der NABU bestätigt die Vermutung: Dem Weißstorch geht es so gut wie schon lange nicht mehr. Der Naturschutzbund geht aktuell von 800 Brutpaaren im Land aus.
"Fantastisch, wie sich der Storchenbestand erholt hat" NABU: Knapp 800 Weißstorch-Brutpaare in Rheinland-Pfalz
Weißstörche fühlen sich in Deutschland immer wohler, meldet der Naturschutzbund NABU. Allein in Rheinland-Pfalz geht der Verein von etwa 800 Weißstorch-Brutpaaren aus.
Störche in der Pfalz: Profitieren sie vom Klimawandel?
Woran liegt das? Christian Reis ist Beringer im Storchenzentrum Bornheim und Leiter der Storchenscheune. Dort behandelt er flugunfähige Tiere. Er sagt: Das könnte mit dem Klimawandel zu tun haben. Die Winter werden milder und die Störche finden deshalb auch im Winter mehr zu fressen. Und immer mehr setzen sich der Gefahr gar nicht mehr aus, zum Überwintern weite Flugstrecken auf sich zu nehmen, und manche bleiben sogar ganz hier.
Zum Zweiten - sagt Reis - ist der Storch einfach ein Überlebenskünstler: Er passt sich an und frisst fast alles, was ihm vor den Schnabel kommt. Deswegen sieht man die Störche inzwischen demnach auch oft auf Mülldeponien, wo die sich - nun ja - verköstigen.