Am Landgericht in Stuttgart hat an diesem Donnerstag der Prozess gegen drei Angeklagte aus Tübingen begonnen. Die Angeklagten stehen im Verdacht, über einen Zeitraum von fünf Jahren gezielt Arbeitnehmer aus der Türkei nach Deutschland eingeschleust zu haben, um sie auf Baustellen zu beschäftigen.
Bei Razzien im vergangenen Jahr waren rund 300 Arbeiter ohne gültige Papiere erwischt worden. Durch nicht gezahlte Sozialbeiträge soll ein Schaden in Höhe von mehreren Millionen Euro entstanden sein.
Umfangreiche Beweisaufnahme erwartet
Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten neben dem bandenmäßigen Einschleusen von Ausländern das "Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt" vor.
Am Landgericht Stuttgart sind im Verfahren über zehn Fortsetzungstermine festgelegt worden, was auf eine umfangreiche Beweisaufnahme hindeutet.