Zwischen Küste und Alpenpass

Wo Özdemir & Co. Urlaub von der Politik machen

Die Urlaubspläne der baden-württembergischen Landespolitiker reichen von Albanien bis Südtirol. Viele wollen Familie, Sport und Erholung verbinden.

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Von Autor/in Christian Susanka

Zwischen Albanien und Zuhause - die Urlaubsziele der baden-württembergischen Landespolitikerinnen und -politiker sind vielfältig und sehr unterschiedlich, ebenso wie die Rezepte zum Kräftetanken bis zum Ende der Sommerpause. Allen Politikern gemein ist der Hinweis, dass sie auch in der Urlaubszeit erreichbar sind und Termine nur auf das Nötigste reduzieren wollen.

Den Ministerpräsidenten zieht es nach Albanien

Tourismusministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) schätzt zwar den Bodensee auch für private Aufenthalte, den Sommerurlaub will die CDU-Politikerin jedoch einige Kilometer weiter südlich verbringen: Schweiz und Südtirol sind die genannten Destinationen.

Auch bei Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) steht ein geplanter Kurzurlaub an. Das Reiseziel ist Albanien. Özdemirs Erklärung: Dort sei seine Frau Flavia Zaka aufgewachsen. "Ich freue mich darauf, Zeit mit der Familie zu verbringen und noch mehr von diesem wunderbaren Land kennenzulernen", erklärte Özdemir gegenüber dem SWR. Albanien sei ein spannendes Land, das über eine außerordentlich lebendige Zivilgesellschaft verfüge. Nach der Albanien-Reise startet der Ministerpräsident eine Sommertour durch ganz Baden-Württemberg und will viele Bürgerinnen und Bürger treffen.

Ab in den Ferienpark - mit dem Rad über die Alpen

Auch für andere Landespolitiker geht es mit Beginn der Schulferien in den Sommerurlaub. Familienurlaub zum Beispiel für den Fraktionsvorsitzenden der CDU im Landtag, Tobias Vogt, der mit privatem Elektro-Van in die Niederlande fährt. Das Reiseziel sei ein Ferienpark, so Vogt gegenüber dem SWR: "Für unsere drei Kinder ist das ein kleines Paradies: viel Platz, viel Bewegung und jede Menge Möglichkeiten für Spiel und Spaß." Vogt will Zeit mit den Kindern verbringen, Sport treiben und Gedanken sortieren.

Ganz anders sehen die Sommerwochen für Vogts grünen Amtskollegen Andreas Schwarz aus: Der 46-Jährige startet mit dem Rennrad in den Urlaub, wie schon in den Jahren zuvor. Dieses Jahr über die Alpen durch die Schweiz und Österreich nach Italien (Dolomiten). Auch Urlaubstage am Bodensee und im heimischen Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen) sind geplant. "Am meisten freue ich mich darauf, Zeit mit meiner Familie und mit Freundinnen und Freunden zu verbringen - ohne ständig auf die Uhr zu schauen", so Schwarz. "Dazu gehören für mich lange Radtouren, viel Natur und gutes regionales Essen. Ein gelungener Urlaubstag braucht gar kein großes Programm: Bewegung, nette Menschen und abends etwas Gutes auf dem Teller."

Gentges entscheidet kurzfristig

Nicht jedes Kabinettsmitglied der grün-schwarzen Landesregierung zieht es im Sommerurlaub in die Ferne: Bei Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) ist nach Angaben eines Sprechers keine größere Urlaubsreise geplant, stattdessen stehen Schwimmbad, Lesen und Radfahren im Vordergrund.

Spontan in Sachen Sommerreise will Marion Gentges (CDU) sein, die Ministerin für Ländlichen Raum und Heimat: Wohin noch verreist wird, werde bei der Ministerin kurzfristig entschieden, sagte ein Sprecher dem SWR. Gentges wolle die Zeit in jedem Fall für gemeinsame Zeit mit der Familie nutzen und das ein oder andere Buch lesen.

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