Pendler können zwischen Balingen und Tübingen wieder ganz normal auf der B27 fahren. Zum Wochenende wird die bisher gesperrte Fahrbahn wieder freigegeben. Seit Ende Juli wird auf der B27 zwischen Ofterdingen und Bodelshausen die Fahrbahn erneuert. Am Freitag hat das Regierungspräsidium nun die gute Nachricht für Autofahrer bekannt gegeben: Am Samstag wird die Strecke Richtung Süden freigegeben. Mit den Arbeiten sei es schneller vorangegangen als geplant, weil das Wetter mitgespielt hat. Man sei deshalb einen Monat früher fertig geworden. Restarbeiten wie zum Beispiel Schilder abbauen, werden dann außerhalb der Hauptverkehrszeiten erledigt, heißt es aus dem RP.
Sperrungen und Umleitungen rund um Balingen und Albstadt
Bei Balingen bleibt die Lage dagegen angespannt: Auf der B 27 zwischen Balingen-Endingen und Balingen-Nord läuft die Sanierung abschnittsweise. Ein Teil ist bereits fertig; am Montag beginnt der dritte Bauabschnitt, nämlich die Belagsarbeiten von Balingen-Süd bis Balingen Nord in Richtung Tübingen. Die Folge für Autofahrer: Die Straße Richtung Tübingen wird laut Regierungspräsidium bis voraussichtlich 12. Oktober voll gesperrt sein. Umleitungen führen unter anderem über die B 32, die B 463 und die A 81.
Zu den Arbeiten rund um Balingen kommt die Baustelle auf der B463 bei Albstadt. Auch sie sorgt für weiträumige Umleitungen. Mit Staus muss man im Zollernalbkreis laut der Baubehörde rechnen.
Landrat kritisiert Planung
Der Landrat des Zollernalbkreises, Günther-Martin Pauli (CDU), kritisiert die gleichzeitigen Großbaustellen und häufig wechselnden Umleitungen. Das belaste Pendler und führe bei Firmen zu Umsatzeinbußen. Auch Tempo-30-Regelungen auf Umleitungsstrecken hält er vielerorts für überzogen. Für künftige Großprojekte im Zollernalbkreis – etwa einen möglichen Neubau der Eyachtalbrücke an der B 463 – fordert Pauli bessere Planung, innovative Bauverfahren und kürzere Bauzeiten, damit Verkehr und Wirtschaft weniger eingeschränkt werden.