In Baden-Württemberg ist die Schulsozialarbeit in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut worden. Die Zahl der Vollzeitstellen stieg von 1.275 im Schuljahr 2014/15 auf 1.961 im Schuljahr 2022/23, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Antwort des Sozialministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD hervorgeht. Das entspricht einem Zuwachs von rund 54 Prozent.
Schulsozialarbeit: Stellenzuwachs besonders an Grundschulen
Besonders stark wurde die Schulsozialarbeit an Grundschulen ausgebaut. Dort erhöhte sich die Zahl der Vollzeitstellen von rund 237 auf 526. Auch an Gymnasien und beruflichen Schulen gab es laut Ministerium deutliche Zuwächse.
Dadurch hat sich das Betreuungsverhältnis verbessert: Kamen im Schuljahr 2014/15 landesweit durchschnittlich noch 754 Schülerinnen und Schüler auf eine Vollzeitstelle, waren es 2022/23 noch 623. Besonders viele Stellen gibt es gemessen an der Schülerzahl an sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren sowie an Gemeinschafts- und Werkrealschulen.
An Gymnasien betreut eine Vollzeitkraft im Schnitt 1.032 Schülerinnen und Schüler, an beruflichen Schulen sind es 1.242. Aktuellere landesweite Zahlen liegen dem Ministerium nach eigenen Angaben noch nicht vor.
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Präventives Angebot nicht mehr nur für "Brennpunktschulen"
Nach Angaben des Sozialministeriums ist Schulsozialarbeit inzwischen nicht mehr nur auf sogenannte Brennpunktschulen ausgerichtet. Sie werde vielmehr als präventives Angebot grundsätzlich für alle Schülerinnen und Schüler verstanden. Demnach verfügen 78,5 Prozent der allgemeinbildenden und 82,7 Prozent der beruflichen öffentlichen Schulen im Land über Schulsozialarbeit.
Im Sekundarbereich sei nahezu eine Vollausstattung erreicht, teilte das Ministerium mit. Das Land geht davon aus, dass der Bedarf wegen demografischer Veränderungen, Migration sowie wachsender sozialer und psychosozialer Herausforderungen auch künftig bestehen bleibt.