Wenn am Mittwoch das Metropolink Festival im Patrick-Henry-Village (PHV) startet, wird aus dem ehemaligen amerikanischen Kasernenstandort wieder ein experimenteller Kulturraum. Vom 5. bis zum 8. August trifft Musik auf urbane Kunst. Dazu kommen Workshops und Ausstellungen in der Stadt.
Musikprogramm 2026: Rap, Indie, Electro und Soul
Metropolink will kein Festival für eine einzige Zielgruppe sein, sondern ein Ort um zu entdecken. Hier sollen sich - so der Anspruch - internationale Künstlerinnen und Künstler, die lokale Szenen und ein neugieriges Publikum austauschen.
Den Auftakt des Festivals machen am Mittwoch internationale Soul und Gospel Acts, am zweiten Festivaltag übernehmen Rap und Hip-Hop: Kwam.E, Tom Hengst, Lugatti und andere. Am Freitag setzt das Festival auf experimentelle Töne – mit düsteren SynthpunkIndie-Pop von Bibiza. Den atmosphärischen Abschluss am Samstag gestalten Weval mit hypnotischen Club-Sounds sowie Grandbrothers.
Street Art und Murals: Metropolink im Stadtbild von Heidelberg
Metropolink ist in Heidelberg nicht nur ein viertägiger Festivaltermin im Kalender, sondern über das ganze Jahr im Stadtbild sichtbar. Großformatige Wandbilder, sogenannte Murals, werden und wurden in Heidelberg und der Region erstellt. Darunter ist eines der höchsten geschlossenen Kunstwerke Deutschlands mit rund 83 Metern Höhe und über 1.400 Quadratmetern bemalter Fläche. Rund um das Metropolink-Zentrum, die Commissary im Patrick-Henry-Village (PHV), entsteht laut den Veranstaltern so ein künstlerischer "Melting Pot", in dem urbane Kunst, Visual Art, Skulpturen und Installationen zusammenkommen. Auch Technologien wie künstliche Intelligenz werden eingesetzt um zu zeigen, welche neuen Ausdrucksformen im öffentlichen Raum möglich sind.
Bereits seit zwölf Jahren entsteht auf PHV ein begehbares Gesamtkunstwerk. Jedes Jahr entstehen neue Wandbilder, die das ehemalige Militärareal in eine Kulturkulisse verwandeln.
Streetart-Workshop mit Nubian und Kunst im Montpellier-Haus
Ein besonderer Programmpunkt ist 2026 die Kooperation mit dem Montpellier-Haus Heidelberg, der städtischen Einrichtung zur Pflege der Partnerschaft mit der französischen Stadt Montpellier. Zum 40. Geburtstag des Hauses im September hat Metropolink den französischen Künstler Roch Marcorelles alias Nubian eingeladen, eine Wand im öffentlich zugänglichen Hof zu gestalten.
Bis zum 6. August kann man dem Künstler zuschauen, der Eintritt ist frei. Am 7. August bietet er zudem im Rahmen des Metropolink Festivals einen Streetart-Workshop für Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren an.
Ticketpreise und Angebote für Menschen mit niedrigem Einkommen
Im Gegensatz zu den Installationen in der Heidelberger Innenstadt, müssen für den Zutritt zum Festivalgelände PHV Tickets gekauft werden. Ein Tagesticket für das Metropolink Festival kostet 40 Euro, der Festivalpass 100 Euro. Die Veranstalter weisen aber darauf hin, dass es für Menschen in Ausbildung, Studierende oder Personen ohne stabiles Einkommen stark reduzierte Tickets gebe. So soll ein möglichst breites Publikum Zugang zu Kunst und Musik erhalten.