Es ist noch ruhig am Freitagvormittag an den beiden Raststätten Hockenheim Ost und West bei Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis). Sie liegen direkt an der A6, der Hauptverkehrsachse in den Urlaub und aus dem Urlaub zurück. Unter den Reisezielen: die Niederlande, die Schweiz sowie Ziele in Süddeutschland wie der Schwarzwald oder das Allgäu. Viele Familien sind unterwegs, die allermeisten wirken sehr entspannt. Trotz der großen Hitze mit Temperaturen von über 30 Grad. Drei kleine Reisegeschichten.
Mit dem E-Auto von Schwäbisch Hall an die Nordsee
Familie Gartmann aus Schwäbisch Hall zum Beispiel macht einen Stop im Bereich der E-Ladesäulen der Raststätte Hockenheim Ost; denn sie sind mit ihrem E-Auto unterwegs. Sie wollen an die Nordsee, weil sie die Kühle dort schätzen und außerdem dort Verwandte haben. Die Spritpreise? Kein Problem, sie fahren ja elektrisch. Und geplant war der Urlaub auch schon lange, erzählt Nico Gartmann. Seine Frau fügt hinzu, sie sei Gärtnerin, die Hitze sei kein Problem - die beginne für sie berufsbedingt sowieso erst später, lacht sie.
Trotz Hitze und defekter Klimaanlage entspannt nach Basel
Im silbernen Kleinwagen macht Familie Maric gerade Pause - auf der anderen Seite der A6, an der Raststätte Hockenheim West. Oma, Mama, Tochter. Total entspannt, auch wenn das Auto vollgepackt und voll besetzt ist. Und obwohl die Klimaanlage ihren Geist aufgegeben hat. Fenster auf - und gut ist. Ziel ist Basel, dort wohnt die Schwester von Daniela Maric. Geplant war die Tour schon lange, und: ja, die Spritpreise, sie tun weh. Aber was soll man machen, sagen sie übereinstimmend.
Fast vier Wochen unterwegs in Italien und Österreich
Schon auf dem Rückweg ist Christian Jach mit seiner Familie inklusive Hund Lenni. Im Kleinbus mit Wohnwagen hat die Familie aus dem Raum Ahrweiler fast vier Wochen Urlaub in Italien und Österreich gemacht. (Fast) alles wie geplant. Nur der gut einwöchige Stop auf dem Rückweg in Kärnten war eher spontan - einfach, weil das Wetter so gut war. Unter der aktuellen Hitze leidet vor allem Hund Lenni, erzählt Christian Jach, deshalb haben sie sich auch schon in der Nacht auf den Rückweg gemacht und nicht erst am frühen Morgen.