Der sogenannte Hornisgrindewolf kommt Spaziergängern und ihren Hunden weiterhin zu nahe und folgt ihnen teilweise auch. Das teilte der Nationalpark Schwarzwald mit und will nun Vergrämungsversuche starten, um ihn auf Abstand zu halten.
Ranger verstärkt im Wolfsgebiet unterwegs
Die Hoffnung der Ranger im Nationalpark war es, dass sich der Wolf nach der sogenannten Ranzzeit von Menschen und ihren Hunden fernhalten würde. Das sei wohl nicht der Fall, heißt es jetzt. Nach Angaben des Nationalparks sind die Ranger verstärkt in dem Bereich unterwegs.
Experten seien sich einig, dass das Verhalten des Tieres nicht normal sei. Bislang sei es zu keinem Übergriff gekommen. Es sei aber nicht vorhersehbar, ob und wann sich das Verhalten des Wolfes ändert.
Wir sind uns einig, dass wir nichts unversucht lassen wollen und in den kommenden Wochen schauen, ob es doch noch eine Chance gibt, dieses schon ausgewachsene Tier umzutrainieren
Um sowohl Besucher als auch den Wolf zu schützen, gibt es auf Schildern rund um Hornisgrinde und Herrenwies Informationen über das richtige Verhalten bei einer Begegnung.
Dem Wolf könnte wieder der Abschuss drohen
Sollten die letzten Versuche gelingen, werde der Wolf in den Tiefen des Schwarzwaldes verschwinden. Jedoch verwies der Nationalpark auf Expertenprognosen, die bezweifeln, dass ein ausgewachsenes Tier umzutrainieren sei.
Jeder Mensch, der sich ihm freundlich nähert, wird das Umtrainieren zunichte machen.
Gelinge das Vergrämen nicht und steige die Zahl der Sichtungen wieder an, müsse das Umweltministerium Baden-Württemberg zu Beginn der kommenden Ranzzeit entscheiden, ob der Wolf getötet werden muss. Bereits im Frühjahr hatte eine Abschussgenehmigung für massive Kritik in der Bevölkerung gesorgt.