Der sogenannte Hornisgrindewolf kommt Spaziergängern und ihren Hunden weiterhin zu nahe und folgt ihnen teilweise auch. Das teilte der Nationalpark Schwarzwald mit und will nun Vergrämungsversuche starten, um ihn auf Abstand zu halten. Landwirtschaftsministerin Marion Gentges (CDU) droht mit dem Abschuss.
Letzter Vergrämungsversuch im Herbst geplant Letzte Rettung für den Hornisgrinde-Wolf? Nationalparkranger: "Meiden Sie das Gebiet"
Der Hornisgrinde-Wolf nähert sich auch nach der Ranzzeit Menschen. Die Ministerin droht mit Abschuss. Im Herbst sind weitere Vergrämungsversuche geplant. Der Erfolg ist fraglich.
Ranger verstärkt im Wolfsgebiet unterwegs
Die Hoffnung der Ranger im Nationalpark war es, dass sich der Wolf nach der sogenannten Ranzzeit von Menschen und ihren Hunden fernhalten würde. Das sei wohl nicht der Fall, heißt es jetzt. Nach Angaben des Nationalparks sind die Ranger verstärkt in dem Bereich unterwegs.
Experten seien sich einig, dass das Verhalten des Tieres nicht normal sei. Bislang sei es zu keinem Übergriff gekommen. Es sei aber nicht vorhersehbar, ob und wann sich das Verhalten des Wolfes ändert.
Wir sind uns einig, dass wir nichts unversucht lassen wollen und in den kommenden Wochen schauen, ob es doch noch eine Chance gibt, dieses schon ausgewachsene Tier umzutrainieren.
Um sowohl Besucher als auch den Wolf zu schützen, gibt es auf Schildern rund um Hornisgrinde und Herrenwies Informationen über das richtige Verhalten bei einer Begegnung.
Ministerin Gentges: Misslingt Vergrämung, wird der Wolf könnte abgeschossen
Sollten die letzten Versuche gelingen, werde der Wolf in den Tiefen des Schwarzwaldes verschwinden. Jedoch verwies der Nationalpark auf Expertenprognosen, die bezweifeln, dass ein ausgewachsenes Tier umzutrainieren sei.
Jeder Mensch, der sich ihm freundlich nähert, wird das Umtrainieren zunichte machen.
Sollte der Hornisgrinde-Wolf sich weiter nicht von Menschen fernhalten, wird das Tier nach Aussage von Baden-Württembergs Agrarministerin Marion Gentges (CDU) in einem Interview mit den Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) abgeschossen.
Man versucht es jetzt nochmal mit Vergrämungsmaßnahmen. Wenn das nicht gelingt, steht eben am Ende der Abschuss.
Bereits im Frühjahr hatte eine Abschussgenehmigung für massive Kritik in der Bevölkerung gesorgt.