Der Maschinenbauer Weinig aus Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis) will in den kommenden zwei Jahren rund 400 Stellen abbauen. Das teilte das Unternehmen mit. Betroffen sind laut einer Mitteilung vor allem die deutschen Standorte. Wo genau die Jobs wegfallen, ist aber noch unklar. Als Grund für den Stellenabbau werden Unsicherheiten auf dem Weltmarkt genannt.
Stellenabbau bei Weinig: Schwache Auftragslage und unsichere Weltwirtschaftslage
Durch die geopolitischen Unsicherheiten auf dem Weltmarkt, wie der US-Handelspolitik oder dem Krieg in der Ukraine, würden viele Unternehmen ihre Investitionsentscheidungen verschieben. Zudem liege die Auftragslage hinter den Erwartungen, teilte die Unternehmensleitung am Dienstagabend mit. Nach SWR-Informationen wurden die Mitarbeitenden am selben Tag über die Pläne informiert.
Demnach ist neben dem Stellenabbau auch angedacht, Teile der Produktion zu verlagern. Betroffen davon sind laut IG Metall die Standorte Malterdingen (Kreis Emmendingen) und Alfeld (Niedersachsen). Weltweit hat Weinig knapp 2.500 Beschäftigte, etwa 900 davon arbeiten am Stammsitz in Tauberbischofsheim. Weinig stellt Maschinen für die holzverarbeitende Industrie her.
IG Metall will um Arbeitsplätze bei Maschienenbauer Weinig kämpfen
Die IG Metall hat Verhandlungen angekündigt und möchte einen Zukunftstarifvertrag. "Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz", sagt Harald Gans von der IG Metall Tauberbischofsheim. Dem Gewerkschafter fehlt die Perspektive, die Zukunftsstrategie bei Weinig. Ein Arbeitsplatzabbau - er spricht von 435 Stellen - sei nie ein geeignetes Mittel, um einen Betrieb gesunden zu lassen. Das Unternehmen plant sozialverträgliche Lösungen beim Stellenabbau.