Ein Schreckmoment im Heilbronner Gemmingstal: Am Samstagabend machten spielende Kinder nahe des stillgelegten Lerchenbergtunnels eine gefährliche Entdeckung. Sie fanden eine Panzersprenggranate, die vermutlich aus dem Zweiten Weltkrieg stammt, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Kampfmittelräumdienst musste anrücken.
Kinder erkennen Sprenggranate und rufen die Polizei
Die nur 3,7 Zentimeter große Panzersprenggranate soll stark verrostet und verwittert gewesen sein, sagt der Sprecher auf SWR-Anfrage. Vermutlich steckte die Granate im Boden und ist über viele Jahre hinweg langsam an die Oberfläche gekommen, so der Sprecher weiter. Die Kinder reagierten richtig und informierten sofort die Polizei. Die Beamten rückten an und alarmierten den Kampfmittelräumdienst, der das Fundstück untersuchte und bestätigte: Es handelt sich um Munition.
Die Granate wurde laut Polizei noch am Abend durch den Kampfmittelräumdienst in einen Behälter gelegt und zur späteren Vernichtung abtransportiert. Solch eine Granate werde dann je nach Beschaffenheit entweder gesprengt oder verbrannt, erklärt der Sprecher der Polizei. Verletzt wurde bei diesem Vorfall niemand.
Immer wieder Funde aus dem Zweiten Weltkrieg im Raum Heilbronn
Der Fund am Samstag war kein Einzelfall im Raum Heilbronn: Immer wieder tauchen wegen der extremen Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg Garanten, Bomben oder Munition auf, so der Polizeisprecher. Vor allem bei Großbaustellen, wenn tief gegraben werde, kommt häufig Weltkriegsmunition zum Vorschein. Der Sprecher warnt eindringlich davor, verdächtige Gegenstände anzufassen - stattdessen soll umgehend die Polizei verständigt werden.
Erst im April hatte ein Landwirt in Bad Friedrichshall (Kreis Heilbronn) eine Panzerabwehrwaffe auf seinem Feld gefunden. Diese war laut Polizei nicht mehr transportfähig und musste deswegen vom Kampfmittelräumdienst vor Ort gesprengt werden.