Kinder aus Wohngruppe in Weikersheim genommen

Nach Vorwürfen in Jugendhilfeeinrichtung: Arbeitsverbot für Leiterin

Erst wurden vier Kinder aus einer Jugendhilfeeinrichtung in Weikersheim genommen, jetzt darf die Leiterin dort nicht mehr arbeiten. Das Landesjugendamt hat es ihr untersagt.

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Von Autor/in Rosi Düll

Auch drei Monate nachdem das Jugendamt vier Kinder aus einer Jugendhilfeeinrichtung in Weikersheim-Schäftersheim (Main-Tauber-Kreis) geholt hat, sind die Hintergründe weiter unklar. Unterdessen hat das Landesjugendamt weitere Schritte eingeleitet und nach SWR-Informationen der Leiterin der Einrichtung die Tätigkeit untersagt.

Betreiber prüft Widerspruch gegen das Verbot

Das Verbot sei schriftlich eingegangen, teilte die Betreiberin der Einrichtung, die Evangelische Jugendhilfe Würzburg, auf Anfrage mit. Vier Wochen habe man nun Zeit, Widerspruch einzulegen, sagte der Vorsitzende Gunter Adams. Seine Tochter leitet die Schäftersheimer Einrichtung. Ohne sie könne der Betrieb nicht weitergeführt werden und ruhe nun erst einmal, so Adams.

Auch das geplante vier Millionen Euro teure Bauvorhaben in dem Weikersheimer Stadtteil liege derzeit auf Eis. Ursprünglich sollte die ehemalige Mühle weiter ausgebaut werden, um Platz für bis zu 30 Kinder und Jugendliche zu schaffen.

Behörden verweisen auf Kindeswohlgefährdung

Rund um Ostern hatte das Jugendamt vier von sechs Kindern aus einer Wohngruppe genommen und sie anderweitig untergebracht. Zu den Vorwürfen machten die Behörden bislang keine konkreten Angaben, verwiesen aber auf das Kindeswohl.

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Laut Evangelischer Jugendhilfe reichen die Vorwürfe von freiheitsentziehenden Maßnahmen bis hin zu "verhängten Arbeitsstunden für die Kinder". Vorsitzender Adams sieht darin eine "reine Schmutzkampagne". Die Vorwürfe habe man "schriftlich widerlegt". Eine Antwort darauf habe es bislang nicht gegeben, stattdessen jetzt das Verbot für die Leiterin der Jugendhilfeeinrichtung.

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