Das Traditionsunternehmen Hohenloher Fruchtsäfte aus Schwäbisch Hall wird definitiv schließen. Das hat die Geschäftsführerin Teresa Heller dem SWR bestätigt. Als Hauptgründe nennt sie den Investitionsstau in der Firma und die hohen Preise, beispielsweise für Äpfel. Die wochenlange Suche nach neuen Investoren blieb demnach erfolglos. Mit dem Aus endet eine über 70-jährige Unternehmensgeschichte.
Es ist schon schade. Da endet eine Ära.
24 Arbeitsplätze gehen verloren
In den nächsten Monaten soll laut Teresa Heller der noch vorhandene Bestand an Fruchtsäften verkauft werden. Die 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden nun ihre Kündigung erhalten und müssen sich einen neuen Job suchen. Die Geschäftsführerin ist zuversichtlich, dass sie einen Arbeitsplatz finden werden. Die meisten Mitarbeitenden hätten eine gute Ausbildung. Ein kleiner Teil der Belegschaft wird in den Ruhestand gehen.
Im Frühjahr hatte das Familienunternehmen vorläufige Insolvenz anmelden müssen, seitdem lief die Suche nach Investoren.
Streuobstwiesen liegen brach
Schwierigkeiten machte in der Vergangenheit unter anderem die Ernte: Es sei normal, dass Apfelbäume zwei Jahre nacheinander unterschiedlich gut tragen, sagte Heller schon vor zwei Jahren. Auf ein gutes Jahr folgt meist ein schlechteres Jahr. Zudem werden auch immer weniger Streuobstwiesen bewirtschaftet. Derzeit kümmern sich vermehrt ältere Generationen darum und halten sie in Stand. Die Arbeit ist allerdings körperlich anstrengend und im Alter nicht mehr so leicht zu bewältigen. Daher liegen viele Streuobstwiesen brach. Zudem gehe das Interesse der jungen Generation an der intensiven Pflege und Bewirtschaftung zurück.