Stefan Neumann (parteilos) bleibt Bürgermeister von Künzelsau (Hohenlohekreis). Bei der Wahl in der zweitgrößten Stadt des Landkreises setzte er sich am Sonntag mit 84,6 Prozent der Stimmen durch. Gegenkandidat Marc Kadkalov (die Partei) kam auf rund 13 Prozent der Stimmen. In Gerabronn (Kreis Schwäbisch Hall) wird Jonas Mauch (parteilos) Nachfolger seines Bruders, der bei einem Autounfall ums Leben kam.
Bürgermeister Neumann ist erleichtert
Die Wahlbeteiligung lag in Künzelsau bei 32,5 Prozent. Durch den deutlich Wahlerfolg bleibt Neumann acht weitere Jahre Bürgermeister. Bei der vergangenen Wahl 2018 konnte er sich gegen zwei Kandidatinnen ebenfalls klar mit 87,4 Prozent durchsetzen. Seit 2010 ist Neumann Bürgermeister in Künzelsau.
"Ich bin schon erleichtert. So ein Wahlkampf ist immer total spannend. Insbesondere für meine Kinder, kaum auszuhalten, kann man sagen", sagte Neumann direkt nach der Wahl dem SWR. "Ich freue mich über das starke Ergebnis. Die Wahlbeteiligung hätte aber etwas höher sein können."
Vorantreiben möchte er in den kommenden Jahren vor allem die Reaktivierung der Kochertalbahn und eine geplante Großkläranlage. Dazu gebe es viele weitere Projekte. Die Arbeit würde "quasi nie ausgehen".
Jonas Mauch beerbt in Gerabronn seinen Bruder
Bei der Stichwahl am Sonntag in Gerabronn gewann Jonas Mauch mit 53,6 Prozent Prozent der Stimmen. Gegenkandidat Kevin Leiser (SPD) kam auf 46,4 Prozent der Stimmen. "Ich freue mich wirklich sehr, dass ich die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger überzeugen konnte. Für mich ist es wichtig, dass [...] ich in den nächsten acht Jahren auch alle Bürgerinnen und Bürger, die nicht für mich bestimmt haben, gewinnen kann", sagte Mauch im SWR-Interview.
Das wolle er "durch gute Arbeit, durch meine freundliche Art und mein Engagement für meine Heimatstadt" schaffen. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,1 Prozent. Im ersten Wahlgang Mitte Mai verpasste Mauch die absolute Mehrheit denkbar knapp. Mit 49,7 Prozent fehlten ihm nur wenige Stimmen.
Jonas Mauch kann damit nun direkt die Arbeit seines Bruders Christian fortsetzen. "Für mich ist einfach eine große Herzensangelegenheit in der schwierigen Zeit durch den tragischen Unfall, dass wir gemeinsam weitergehen können - in der Familie, aber auch in der Stadt", so Mauch weiter.
Christian Mauch war im Februar bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Bei einer bewegenden Trauerfeier nahmen anschließend rund 800 Menschen aus der ganzen Region teil. Eigentlich hätten die Neuwahlen erst deutlich später stattfinden sollen. Allerdings hatte das Landratsamt eine Verlängerung der gesetzlichen Frist abgelehnt. Trotz der kurzen Zeit gingen fünf Bewerbungen für des Amt des Bürgermeisters ein.