Natalie Schäfter ist die neue Weinhoheit Württemberg. Am Donnerstagabend stellten sich vier Frauen und ein Mann zur Wahl. In Bretzfeld (Hohenlohekreis) entschied eine 30-köpfige Jury, dass die 24-jährige Natalie Schäfter, die aus Bretzfeld stammt, im kommenden Jahr die Weinregion Württemberg repräsentieren wird. Mit ihrem Wein-Wissen und sympathisch-souveränem Auftreten überzeugte sie die Jury am meisten.
Jüngste Bewerberin wird neue Weinkönigin
Die neue Weinkönigin war in diesem Jahr die jüngste Bewerberin und hatte durch ihre Herkunft eine Art Heimspiel. Aufgewachsen ist sie im elterlichen Obst- und Weinbaubetrieb und entwickelte früh ein Interesse für Weinbau und regionale Weinkultur. Sie war bereits Hohenloher Weinkönigin 2024/25. Als Württemberger Weinkönigin möchte sie die Region, ihre Weine und ihre Menschen repräsentieren und den Weingenuss erlebbar machen. Als Weinprinzessinnen werden ihr Anna Maria Joos aus Besigheim und Manuela Breitmayer aus Breitenholz im Landkreis Tübingen künftig zur Seite stehen.
Am Abend mit dabei war ihre Vorgängerin Kim Weißflog aus Lauffen am Neckar (Kreis Heilbronn). Sie hat die Krone an die Nachfolgerin übergeben. Seit es auch männliche Bewerber gibt, hat sich der Weinbauverband etwas Neues einfallen lassen: Prinz oder König werden als Symbol eine Amtskette tragen, Königin beziehungsweise Prinzessin werden wie in all den Jahrzehnten davor eine Krone aufgesetzt bekommen.
Jury: Weinbauverband, Tourismus, Landfrauen und der SWR
In einer Abendveranstaltung mit Musik und Show mussten die vier Bewerberinnen und ein Bewerber vor 350 Gästen ihr Wissen über Wein und die Region beweisen. Auch souveränes Auftreten wurde bewertet.
Die Jury setzte sich zusammen aus Vertretern des Weinbauverbandes, des Tourismus wie Heilbronn Marketing und Tourismus-Maketing Baden-Württemberg, und auch Vertreter der Landjugend und Landfrauen sind dabei. Der SWR saß mit dem Heilbronner Studioleiter Anno Knüttgen ebenfalls in der Jury.
Weinhoheit: Eine Tradition seit 75 Jahren
Die Württemberger Weinhoheiten werden den Wein und seine Winzer auf rund 200 Terminen im kommenden Jahr vertreten. Die Tradition der Württembergischen Weinkönigin gibt es seit 1950, die erste war Martha Gohl aus Stuttgart.