Langsam drängt die Zeit, sagt Johannes Fritz, der Projektleiter des Waldrapp-Teams dem SWR über die Suche nach einem geeigneten Platz für das Trainingscamp. Denn schon Anfang April würden die Küken aus dem Tierpark Rosegg abgeholt und dann zunächst per Hand aufgezogen. Das Problem: Noch weiß das Waldrapp-Team nicht, wo es dann hin kann. Denn trotz längerer Suche sei man bislang noch nicht erfolgreich gewesen, so Fritz.
Gesucht: große Wiese oder Landeplatz am Bodensee
Schon vier Mal hatte das Waldrapp-Team in der Vergangenheit in der Bodenseeregion Küken in Trainingscamps großgezogen. In Heiligenberg (Bodenseekreis), zwei Mal in Hödingen bei Überlingen (Bodenseekreis) und einmal in Binningen (Kreis Konstanz). "Diese Flugplätze können wir nicht mehr nutzen, weil dort wildlebende Waldrappe unterwegs sein können, die dann das Training stören", so Johannes Fritz.
Nun suche man seit längerem nach einem geeigneten Flugplatz und freue sich über Hinweise. "Wir hätten gerne einen kleineren Flugplatz, der nicht viel Flugbetrieb hat, damit wir unter der Woche trainieren können", so Johannes Fritz. Aber es müsse nicht dringend ein Flugplatz sein. Es habe auch schon ein Bauernhof mit geeignet großer Wiese funktioniert, so der Waldrapp-Experte.
Die Küken sollen später Teil der Überlinger Waldrapp-Kolonie werden. Zunächst wachsen sie auf und lernen das Fliegen. Mit einem Ultraleichtflugzeug geht es dann in ihr Winterquartier in Andalusien. Erst nach drei Jahren, wenn sie geschlechtsreif werden, kehren die Vögel wieder dorthin zurück, wo sie groß geworden sind.
Wer einen Tipp hat, kann sich über die Homepage des Waldrapp-Teams direkt melden.