Festumzüge, Rummel und Traditionen: Menschen aus der Region Bodensee-Oberschwaben haben in den vergangenen Wochen auf den Kinder- und Heimatfesten gefeiert. Doch wie können die Feierlichkeiten mit teilweise zehntausend Menschen so sicher wie möglich gemacht werden?
Polizei zeigt an Kinder- und Heimatfesten Präsenz
Entscheidend für einen friedlichen Verlauf der Feste, sei vor allem die Polizeipräsenz, so ein Polizeisprecher auf SWR-Anfrage. Besonders am Abend und in der Nacht, wenn vermehrt Alkohol fließt, sind mehr Polizeibeamte im Einsatz, als am Tag. Generell sei es laut Polizeisprecher wichtig, auch präventiv schon auszurücken, bevor es eskaliere. So hätten auch dieses Jahr einige Straftaten verhindert werden können.
Ein weiterer wichtiger Punkt für die Sicherheit seien die Absprachen zwischen den Veranstaltern, der Stadt und der Polizei. Vor den Kinder- und Heimatfesten wird gemeinsam ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet, das jedes Jahr auch etwas angepasst wird. Natürlich fließen da auch Erfahrungswerte der vergangenen Jahre mit ein. Während der Feste sind die Polizeibeamten auch auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst und den Standbetreibern angewiesen.
Polizistin am Schützenfest Biberach mit Glas am Kopf verletzt
Weniger Straftaten, dafür aber mehr verletzte Polizeibeamte – das ist die Bilanz der Polizei zum Biberacher Schützenfest. Mehrere zehntausend Menschen haben dieses Jahr das längste Heimatfest in der Region besucht. Drei Polizeibeamte wurden verletzt, darunter eine Polizistin. Sie wurde von einem Glas am Kopf getroffen und in eine Klinik gebracht. Außerdem ist es unter den Besuchern immer wieder zu Handgreiflichkeiten gekommen, fünfzehn Körperverletzungen wurden angezeigt.
Ravensburg feiert ein Rutenfeste mit wenig Straftaten
Besonders ruhig verlief laut Polizeipräsidium Ravensburg das Rutenfest: erstmals hätte es keine Straftaten gegen Polizeibeamte gegeben. Insgesamt habe die Polizei 14 Straftaten an allen Rutenfesttagen verzeichnet. Darunter waren Körperverletzungen, Beleidigungen und sexuelle Belästigungen. Die Einsatzkräfte hätten sich dieses Jahr deutlich weniger mit stark alkoholisierten und aggressiven Besuchern auseinandersetzn müssen, so die Polizei in einer Mitteilung.
Auch das Seehasenfest in Friedrichshafen, das Kinderfest Leutkirch, das Hausherrenfest in Radolfzell und das Bächtlefest in Bad Saulgau seien friedlich verlaufen.