Kooperation mit dem Förderverein NS-Dokumentationszentrum

Szenische Lesung: Wilhelm Leuschner - ein Untergrundkämpfer für die Demokratie

Er legte die Grundlagen für das Stauffenberg-Attentat. Trotzdem ist Wilhelm Leuschner nach seiner Ermordung weitgehend in Vergessenheit geraten. Eine Lesung im Studio Freiburg erinnert an ihn.

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Stand

Eine szenische Lesung am 17. September im Schlossbergsaal des SWR Studios Freiburg gibt Einblicke in das mutige und aufopferungsvolle Leben von Wilhelm Leuschner.
Der Schauspieler Jan Uplegger hat das Leben des Sozialdemokraten und Gewerkschafters Leuschner aufgearbeitet und bringt es den Besucherinnen und Besuchern unter dem Titel "Die Vermessung der Demokratie" näher. Der Abend wird von Live-Musik begleitet.

Stauffenberg wollte Leuschner zum Kanzler machen

Wilhelm Leuschner hatte während des zweiten Weltkriegs ein deutschlandweites, ziviles Netzwerk zum Widerstand gegen Hitler aufgebaut. Der spätere Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg suchte deshalb auch den Kontakt zu Leuschner. Stauffenberg wollte Leuschner nach dem angestrebten Umsturz zum neuen Kanzler machen.

"Leuschner besaß einen für uns kaum vorstellbaren Mut", sagt Schauspieler Jan Uplegger über den Gewerkschafter. Sein Leben zeige, dass man nicht als Einzelkämpfer, sondern indem man Netzwerke aufbaut, Erfolg hat - auch mit Kräften aus anderen politischen Richtungen. "So wie Leuschner sich im Angesicht der nationalsozialistischen Bedrohung mit Erzkonservativen, christdemokratischen Gewerkschaftern und sogar mit Militärs zusammentat", erzählt Uplegger.

Inszenierung mit Reden und Briefen von Wilhelm Leuschner

Bei der Lesung wird der Schauspieler Jan Uplegger Original-Texte von Wilhelm Leuschner lesen. Die Stimmungen dessen Lebensstationen werden dabei mit Gesang, Geige, Klavier und Akkordeon untermalt. Mit dabei sind die Violinistin Yumiko Tsubaki und die Pianistin Maria Hinze.

Im Anschluss an die Inszenierung wird bei einem Podiumsgespräch die Aktualität von Wilhelm Leuschners Leben besprochen.

Jan Uplegger ist freischaffender Schauspieler in Berlin und Leipzig, Sprecher für den Deutschlandfunk und zahlreiche Hörbücher. Während der Corona-Zeit hat er sich mit Wilhelm Leuschner beschäftigt und die szenische Lesung erarbeitet.

Yumiko Tsubaki spielt Geige im MDR-Sinfonieorchester, der Musikalischen Komödie Leipzig, der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz und unterschiedlichen Barockmusikensembles.

Maria Hinze arbeitet als freischaffende Musikerin an der Oper Leipzig und als musikalische Leiterin für Schauspielprojekte, beispielsweise am Staatstheater Kassel.

Die Lesung ist eine Veranstaltung des SWR Studios Freiburg in Kooperation mit dem Förderverein des NS-Dokumentationszentrums.

Datum
Beginn
Anmeldung erforderlich unter info@nsdoku-fr-fv.de
Einlass
Adresse
Schlossbergsaal
SWR Studio Freiburg
Kartäuserstr. 45
79102 Freiburg
Normalpreis
15,00 Euro
Mitglieder des Fördervereins des NS Dokuzentrums
12,00 Euro
Programm
Lesung & Podiumsgespräch
Mitwirkende
Schauspieler Jan Uplegger mit den Musikerinnen Yumiko Tsubaki und Maria Hinze