Am Montagmorgen hat der Prozess um den Mord an einer 84-Jährigen in Kehl (Ortenaukreis) im vergangenen Sommer begonnen. Aber das Offenburger Landgericht hat zu Beginn die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Ein 23-Jähriger soll die Frau im vergangenen Sommer sexuell missbraucht und erstickt haben.
Angeklagter im psychiatrischen Krankenhaus
Der 23-Jährige habe wahrscheinlich eine schwerwiegende psychische Krankheit, so der Vorsitzende Richter. Er sei deshalb möglicherweise nicht schuldfähig. Deshalb müsse er geschützt werden. Sein Rechtsanwalt hatte zuvor beantragt, den Prozess ohne Zuschauer zu führen. Die Staatsanwaltschaft hatte keine Einwände, das Gericht hat dem dann nach kurzer Beratung zugestimmt. Der Angeklagte befindet sich seit seiner Festnahme in einem psychiatrischen Krankenhaus.
84-Jährige sexuell missbraucht und erstickt
Laut Anklage soll er in den frühen Morgenstunden des 10. August über die geöffnete Balkontür in das Haus der 84-Jährigen in Kehl eingedrungen sein. Als die Frau aufwachte, soll er sie mit verschiedenen Gegenständen bewusstlos geschlagen haben. Anschließend habe er sie unter schwerer Gewalteinwirkung sexuell missbraucht und erstickt. Danach habe der Täter die Geldbörse der Getöteten genommen und mit ihrer EC-Karte in Kehl und Offenburg eingekauft. Die Polizei war ihm so auf die Spur gekommen. Er wurde einen Tag nach der Tat festgenommen.