Immer wieder wurden in den vergangenen Wochen und Monaten im Umfeld von Glas- oder Altkleidercontainern in Lahr (Ortenaukreis) Abfälle abgestellt. Von Lebensmittelresten bis hin zu Reifen, Kühlschränken und Möbeln. "Wir wollen diesen Menschen jetzt auf die Finger klopfen", sagt Lahrs Bürgermeister Guido Schöneboom. Für die Anwohner sei die illegale Müllentsorgung unerträglich.
Die Stadt Lahr will mit den Videokameras zwei Dinge erreichen. Erstens sollen die Menschen, die Müll ablagern wollen, abgeschreckt werden. Zweitens sollen mögliche Täter identifiziert und strafrechtlich verfolgt werden. Kontrollen durch den Kommunalen Ordnungsdienst hatten bisher keinen Erfolg gebracht. Bereits im August 2025 wurde im Landkreis Tuttlingen im Rahmen eines Pilotprojekts Kameras an einigen Altglascontainern installiert. Schon nach kurzer Zeit hatten diese zur Überführung von Müllsündern und einer deutlichen Verbesserung der Situation geführt.
Direkte Warnungen durch Mikrofone an den Kameras
Die neuen Kameras sind rund um die Uhr eingeschaltet. Sie werden von einer Firma überwacht. Und die kann die Müllsünder nicht nur sehen, sondern auch direkt Kontakt zu ihnen aufnehmen. Denn an den Kameras sind Mikrofone und Lautsprecher installiert, mit denen die Menschen direkt angesprochen und gewarnt werden können. Notfalls, so die Stadt Lahr, kann sogar die Polizei alarmiert werden.
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Noch mehr Kameras gegen Müllsünder
An drei weiteren Lahrer Container-Standorten sollen ebenfalls noch Kameras installiert werden. Die Stadt hatte zuletzt im gesamten Stadtgebiet immer wieder Müllablagerungen und auch Vandalismus registriert. Unter anderem sei ein Kunstrasenplatz durch offenes Feuer und E-Scooter-Fahrer beschädigt worden.