Schon vor der Eröffnung warteten Menschen darauf, möglichst schnell in das neue Gebrauchtwaren-Kaufhaus im Freiburger Norden zu kommen: Hunderte Besucherinnen und Besucher kamen am Samstagvormittag in die "Fundfabrik". Manche warteten über eine Stunde in der Schlange vorm Eingang.
Ein kleiner Blick ins skurrile Sortiment der "Fundfabrik":
Riesige Auswahl in der Kaufhalle
Bücher, Spiele, Spiegel, Stühle, Geschirr, Bilderrahmen, Fahrräder, Murmelbahnen, Kuckucksuhren: Das Sortiment in den drei Stockwerken der "Fundfabrik" scheint unerschöpflich zu sein. Das hat bei der Eröffnung des Kaufhauses am Samstag so manchen in einen Kaufrausch gestürzt. Besonders an dem Angebot: Die Waren sind oft hochwertig und in einem sehr guten Zustand. Obwohl ein großer Teil von den Freiburger Recyclinghöfen der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) kommt, die das Kaufhaus betreibt.
Von Reyclinghöfen in die Kaufhalle - so funktioniert die "Fundfabrik" Freiburg:
Mehr Nachhaltigkeit und weniger Abfälle Second Hand statt Mülltonne: In Freiburg eröffnet ein riesiges Gebrauchtwarenkaufhaus
In Freiburg eröffnet am 8. August ein neues Gebrauchtwarenkaufhaus. Die "Fundfabrik" bietet 120.000 Second-Hand-Artikel. Viele Gegenstände stammen von Freiburger Recyclinghöfen.
Auf drei Stockwerken gibt es etwa einen großen Bereich mit mehreren Bücherregalen, zahlreiche Kleiderständer mit Umkleidekabine, eine Spieleabteilung oder einen Bereich für Musikinstrumente.
Die Preise sind im Vergleich zu Neuware günstig: Wenige Euro für ein Buch, Uhren gibt es für unter zehn Euro, einen großen Spiegel ab 10 bis 20 Euro. Johan Sosa hat ein Akkordeon von der Marke Hohner ergattert - eine der besten Marken überhaupt, sagt Sosa. Neu koste das Instrument ein Vielfaches. Auch die Schwestern Katja und Jana Geist sind zufrieden: Zwei Euro für ein Buch von "der Maus" für eines der Kinder, fünf Euro für eine Massagerolle.
Lange Warteschlange vor der Kasse
Der Andrang war so groß, dass sich die Schlange vor der Kasse zeitweise durch das ganze Erdgeschoss zog. Kundinnen und Kunden mussten mehr als eine Stunde warten. Gegen Mittag gab es sogar einen Einlass-Stop. Filialleiter Torsten Freese verkündete den wartenden Gästen, er könne nicht garantieren, dass sie noch in das Kaufhaus kommen würden.
Einfach verrückt. Wir haben mit viel gerechnet, aber nicht mit diesen Menschenmassen.
Insgesamt 120.000 Gegenstände im Sortiment
Die Bedenken einiger Gäste, dass das Kaufhaus vor dem erneuten Einlass schon leergekauft sein könne, wiegelte Torsten Freese ab: Von den etwa 120.000 Gegenständen, die in der "Fundfabrik" verkauft würden, sei noch einiges auf Lager.