Im Freiburger Stadtgebiet sind in den vergangenen Tagen zahlreiche Plakate zum Thema Hitze aufgetaucht, die den Eindruck erwecken, von der Stadt Freiburg zu stammen. Die Stadtverwaltung teilte mit, die Plakate seien weder von ihr erstellt noch aufgehängt worden und stünden offenbar im Zusammenhang mit einer politischen Guerilla-Aktion.
Plakate mit Martin Horn und Logo der Stadt Freiburg
Nach Angaben der Stadt verwenden die Plakate unter anderem das Logo der Stadt Freiburg sowie ein Bild von Oberbürgermeister Martin Horn. Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF) habe bereits über 100 Plakate entfernt, so die Stadt, das werde man bei jedem weiteren ebenso tun.
Dabei habe sich gezeigt, dass die Plakate mit sehr starkem Kleber angebracht worden seien. Laut Stadt erschwere das die Entfernung und beschädige teilweise den Untergrund.
Stadt Freiburg prüft rechtliche Schritte
Die Stadt prüft nach eigenen Angaben rechtliche Schritte. Dabei gehe es unter anderem um die unbefugte Verwendung des städtischen Logos und eines Fotos des Oberbürgermeisters. Außerdem steht eine mögliche Sachbeschädigungen durch die Art der Anbringung im Raum.
Unabhängig davon nehme die Stadt die Anliegen vieler Bürgerinnen und Bürger zu Hitze, Klimawandel und Klimaanpassung ernst. Die derzeitigen Hitzewellen zeigten, wie wichtig es sei, Städte an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Freiburg arbeite seit vielen Jahren daran, Klimaschutz und Klimaanpassung voranzubringen.
Bereits ähnliche Fälle in der Vergangenheit
Die Stadtverwaltung erklärte zudem, politische Botschaften mit scheinbar offiziellem Auftreten der Stadt seien kein neues Phänomen. In der Vergangenheit habe es bereits vergleichbare Fälle gegeben, etwa mit gefälschten Anwohnerschreiben zum Stadttunnel, zu Parkplätzen oder mit gefälschten Plakaten im Zusammenhang mit dem Dietenbachwald.