Der Unternehmer im SWR-Exklusivinterview

Martin Herrenknecht über Tech-Milliardär Musk: "Das ist ein Blender!"

Keine Lust auf Elon Musk und eine Tasse seiner Frau, die ihn nur knapp verfehlte. Unternehmer Herrenknecht hat sich im SWR-Exklusivinterview den Fragen von Jana Kübel gestellt.

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Von Autor/in Ulf Seefeldt

Martin Herrenknecht hält wenig vom Tech-Milliardär Elon Musk. Außerdem plant er wohl eine neue Blumenkübel-Aktion. Darüber sprach der Unternehmer aus der Ortenau in einem exklusiven Interview. Am Montag war es im SWR-Fernsehen zu sehen, jetzt ist es in der ARD-Mediathek abrufbar. Auch von seiner Kindheit mit Schlägen des Vaters berichtete Herrenknecht im Gespräch mit SWR-Moderatorin Jana Kübel.

Herrenknecht erteilt Elon Musk Hausverbot

Das Interview fand zuhause beim Unternehmer in Schwanau (Ortenaukreis) statt - in seinem Gästehaus. Elon Musk würde er dort nicht rein lassen. "Das ist ein Blender!", sagt Herrenknecht. Als Konkurrenz sieht er den Tech-Unternehmer nicht, der inzwischen auch mit einer Firma im Tunnelbau-Geschäft mitmischt.

Herrenknecht meint: "Bevor er ins Tunnelbau-Geschäft einsteigt, bau' ich Raketen in Schwanau." Das Geschäft sei zu schwierig. Bei Raketen habe Musk Erfolg; im Tunnelbau nicht, so der Unternehmer aus der Ortenau. Sich selbst sieht er mit seiner Firma dagegen in der Championsleague.

SWR Moderatorin Jana Kübel im Interview mit Unternehmer Martin Herrenknecht.
SWR Moderatorin Jana Kübel im Interview mit Unternehmer Martin Herrenknecht. © SWR

Warum Herrenknechts Frau eine Tasse nach ihrem Mann geworfen hat

Auch private Einblicke gibt Herrenknecht im SWR-Interview. Er erzählt, warum er mittags meist zuhause isst und spricht über seine Kindheit zwischen unendlicher Freiheit und Prügel vom Vater.

Außerdem erzählt Herrenknecht von einer Tasse, die nur knapp seinen Kopf verfehlt habe. Seine Frau habe sie geworfen. Der Grund? Mit einem Gast habe er sich über nicht arbeitende Migranten ausgelassen. Seiner Frau - selbst Kolumbianerin - habe die Unterhaltung nicht so gut gefallen. Hitzig sei sie damals gewesen, wertet Herrenknecht.

Tunnelbau gegen Weltkrisen? – Herrenknecht hat Pläne für Straße von Hormus

Zur Weltpolitik äußert sich Martin Herrenknecht ebenfalls. Er ist überzeugt davon, dass sich mit Tunnelbau Krisen lösen lassen: "Wenn Sie überlegen, Hormus, das wird in fünf Jahren wieder kommen oder wir zahlen dann hohe Maut, dass wir mit den Schiffen durchkommen. Ich kann mir vorstellen, mit Tunneln könnten wir das lösen."

Herrenknecht schildert seine Idee so, dass man mithilfe eines Tunnels für Gasleitungen zwischen Abu Dhabi und Oman die Straße von Hormus umgehen könne.

Plant Herrenknecht weitere Blumenkübel-Aktion in Schwanau?

Im anhaltenden Streit um 20 Blumenkübel in Herrenknechts Heimatgemeinde Schwanau scheint ebenfalls das letzte Wort noch nicht gesprochen. Herrenknecht ließ die Blumenkübel, die zur Verkehrsberuhigung gedacht waren, abräumen. Sie sollen bald wieder aufgestellt werden.

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Die Gemeinde Schwanau will ihre Blumenkübel wieder aufstellen - mit mehr Reflektoren. Tunnelbohr-Unternehmer Herrenknecht droht nun, Teile seiner Firma nach Rust zu verlagern. 

Ein zweites Mal will der Unternehmer sie nicht entfernen lassen. Im Interview kündigt er aber an, das nicht auf sich sitzen zu lassen. "Ich werde eine Aktion machen, da werden sie gucken, was sie machen im Gemeinderat." Dass er polarisiert? "Ist mir ***egal!", sagt Herrenknecht.

Doku zum 50 Geburtstag widmet sich Herrenknechts Aufstieg

Für Herrenknecht begann nach eigenen Angaben alles mit einer auf eine Serviette gekritzelten Idee. Inzwischen hat der Unternehmer aus Schwanau einen Weltkonzern aufgebaut. Auf allen Kontinenten arbeiten sich die Maschinen des Tunnelbauers durch das Erdreich. Die Firma feiert in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum.

Gemeinsam mit dem Interview lief am Montag deshalb auch das Porträt "Der Tunnelkönig - Herrenknecht verbindet die Welt" im SWR Fernsehen. Wie hat Herrenknecht diesen Aufstieg geschafft? Und wie kann er sich bis heute gegen die wachsende Konkurrenz aus Asien behaupten? Diesen Fragen geht die Dokumentation nach.

Ein SWR-Kamerateam hat Martin Herrenknecht dafür auf Baustellen am Gotthard und in Paris begleitet. Auch Weggefährten aus 50 Jahren Unternehmensgeschichte kommen zu Wort.

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Ulf Seefeldt
Ulf Seefeldt mit Mikrofon in der Hand im SWR Studio Offenburg

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