In Rheinstetten (Kreis Karlsruhe) und Seekirch (Kreis Biberach) haben am Dienstag Feldbrände die Feuerwehren beschäftigt.
Mähdrescher läuft heiß, Feld brennt ab
Bei Seekirch verbrannten am Dienstag rund 90.000 Quadratmeter, das entspricht etwa der Fläche von zwölfeinhalb Fußballfeldern. Auslöser war laut Polizei wohl ein heißgelaufener Mähdrescher. Demnach war ein Mann dabei, mit dem Gerät ein Getreidefeld abzuernten, als es hinter ihm und wohl auch unter dem Fahrzeug zu rauchen und zu brennen begann. Er fuhr den Mähdrescher noch auf eine asphaltierte Straße.
Feuerwehrleute und Landwirte versuchten stundenlang, den Flächenbrand einzudämmen, doch wegen des starken Windes breitete sich das Feuer weiter aus. Wegen der starken Rauchentwicklung musste eine INA-Warnmeldung herausgegeben werden.
Erst am Abend war der Brand gelöscht. Die Polizei vermutet, dass der Motor des Mähdreschers heiß lief, das Stroh entzündete und bei den hochsommerlichen Temperaturen den Brand auslöste. Die Schadenshöhe bezifferte ein Polizeisprecher zunächst nicht. Ein Feuerwehrmann zog sich eine leichte Rauchvergiftung zu. Insgesamt waren neun Feuerwehren aus der Umgebung mit etwa 130 Feuerwehrleute im Einsatz.
Feld bei Rheinstetten war bereits abgeerntet - Wind erschwert Löscharbeiten
In Rheinstetten südlich von Karlsruhe brannten am Dienstagabend etwa 20.000 Quadratmeter eines Ackers ab - das ist die Fläche von knapp drei Fußballfeldern. Nach Angaben der Feuerwehr griff das Feuer wegen des starken Windes von einer angrenzenden Straße auf die Fläche über. Wie das Feuer auf der Straße entstanden war, ist bislang unklar.
Da das Feld bereits abgeerntet war, entstand laut Feuerwehr kein Ernteschaden. An den Löscharbeiten beteiligten sich nach Feuerwehrangaben rund 50 Einsatzkräfte sowie mehrere Landwirte. Die Landwirte zogen einen Sicherheitsstreifen um die Fläche. Der Einsatz dauerte knapp zwei Stunden. Die Ermittlungen laufen.