Album Tipp Jazz

„Unspoken“ - Līva Strazdiņa

Die Berliner Jazz-Trompeterin und Komponistin Līva Strazdiņa gilt als eine der interessantesten Neuentdeckungen der Jazzszene.

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Von Autor/in Marlene Küster

Die 1997 geborene Trompeterin hat an der „Hochschule für Musik Carl Maria von Weber“ in Dresden bei Till Brönner und Sebastian Studnitzky studiert und ihren klaren, unaufdringlichen, gefühlvollen Sound entwickelt.

In diesem Sommer ist ihr Debütalbum „Unspoken“ erschienen, das sich stilistisch zwischen Mainstream, Bossa Nova und zeitgenössischem Jazz bewegt. Instrumental verbindet es geschickt zwei verwandte Instrumente: Die Trompete liefert die ausdrucksstarken, melodischen Passagen, das Flügelhorn die dunklen und wärmeren Klangfarben. Till Brönner lobt Līva Strazdiņa in den höchsten Tönen und schwärmt: „In ihrer Dringlichkeit eine echte Entdeckung für mich. Wertvoll. Anhören!“

„Unspoken“ - Līva Strazdiņa

Leandro Hernández Waber - Allá En las Alturas

Album Tipp Jazz Leandro Hernández Waber: „Allá En las Alturas“

Der Jazzpianist verbindet auf „Allá En las Alturas“ zeitgenössischen Jazz mit Einflüssen aus Lateinamerika. Entstanden als Live-Mitschnitt, lebt das Album von der Energie des Augenblicks, starken Melodien und viel Raum für Improvisation. Ein Album, dessen Strom der Töne Vertrauen und Zuversicht transportiert, meint unser Jazzexperte Konrad Bott.

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Minyo Crusaders

Album Tipp Jazz Ein wilder Mix: „From Japan with love“ von den Minyo Crusaders

Min’yō hat eine uralte Tradition in Japan. Es sind einfache Volkslieder, die über Generationen hinweg vor allem auf dem Land weitergegeben wurden. Sie erzählen von der Arbeit der einfachen Menschen, von Regionen und Landstrichen. Die 12-köpfige Band Minyo Crusaders hat diese sehr besonderen Folkssongs für sich entdeckt und neu interpretiert. Sie mischt die alten Lieder zum Beispiel mit thailändischem POP oder äthiopischer Musik. Für das neue Album „From Japan with love“ hat Bandleader Katsumi Tanaka Min’yō mit afrokaribischen und westafrikanischen Sounds kombiniert. Auf der Bühne wird diese ungewöhnliche Verbindung über traditionelle Masken, Kostüme und Choreographien sichtbar. Ein mutiges Experiment, das Jazzkritiker Niklas Wandt begeistert.

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Trio Little North aus Dänemark

Album Tipp Jazz Mutiges Experiment: „Crossing Currents” vom Trio Little North

Das dänische Pianotrio Little North ist bekannt für seinen besonderen Klang: klare Melodien, kollektive Improvisation und ein feiner Sinn für gemeinsames Erzählen kennzeichnen seinen Stil. Für „Crossing Currents” sind die drei Musiker nach New York gereist, um sich dort mit dem amerikanischen Vibraphonisten Joel Ross und dem schwedischen Saxofonisten Hannes Bennich für Aufnahmen zu verabreden.
Dabei traf der Sound von Little North auf rhythmische Energie und produktive Unruhe. Entstanden ist ein Album über musikalische Strömungen, die sich kreuzen - aber auch über Rollen, Reibung und die Frage, wie sich ein eingespieltes Ensemble verändern kann, ohne sich selbst zu verlieren. „Crossing Currents” ist ein mutiges und gelungenes Experiment, meint unsere Jazzkritikerin Fanny Opitz.

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Autor/in
Marlene Küster