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SWR Kultur am Samstagnachmittag

Ob Wochenende oder nicht, hier finden Sie immer die Stimmung eines entspannten Samstagnachmittags. Endlich Zeit für Dinge, für die sonst keine Zeit bleibt: Besuche bei Kunstschaffenden, Schriftsteller*innen und Musiker*innen, Literatur zum Lesen und Hören, DVDs und Blu-rays, Mode und Design, neue CDs vom Klassikmarkt. Das gibt es alles hier zum Nachhören, wann immer Sie möchten.

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Stand

Hier geht es zur Sendung in der ARD Audiothek.

  • „Die Brüder, die wir waren“ von Andreas Wunn: Spannend, relevant, nostalgisch

    Zwei Brüder stehen im Mittelpunkt der Geschichte. Als Kinder noch sehr nah, entfremden sie sich im Laufe der Jahrzehnte. Julius, der Ältere rutscht in die rechtsradikale Szene ab. Max, der jüngere Bruder sieht immer deutlicher, dass die Anfänge dieser Entwicklung schon früh sichtbar wurden. Journalist und Autor Andreas Wunn verknüpft gekonnt ein brandaktuelles Problem unserer Gesellschaft mit einer anschaulichen Zeitreise durch die vergangenen 50 Jahre dieser Republik.

  • Zwischen Freiheit, Anpassung und Selbstregulierung: Die Schriftstellerin Peggy Mädler

    Die Autorin Peggy Mädler war 13 Jahre alt, als die Mauer fiel. Ihr neuer DDR-Roman „Selbstregulierung des Herzens“ ist für den Deutschen Buchpreis nominiert.

  • Kochen mit Genussforscher Thomas Vilgis - Fisch mit Kamillenwürze und Stangensellerie

    Genussforscher Thomas Vilgis ist bekannt für seine Geschmacksexperimente - dieses Mal lässt er gleich zwei Lebensmittel aufeinandertreffen, die sich keiner besonders großen Beliebtheit erfreuen: Kamille und Sellerie. Aber weit gefehlt: Das wunderbare Kamillenaroma ist nämlich eine gute Würze für Fisch (und Hähnchen). In seinem Rezept lässt Thomas Vilgis den Kamillentee zudem gelieren und versetzt ihn leicht mit Salz und etwas würzigem Honig. Gepaart mit den Aromen des Stangenselleries wirkt die Kamille tatsächlich sensationell und legt sich wunderbar an die Seite der Anisnoten, die dem Sellerie beim Garen mitgegeben werden.

  • Von den Weinbergen auf die Bühne – Biber Herrmann, Bluesgitarrist aus dem Hunsrück

    Eigentlich wollte er Winzer werden – zumindest waren es zunächst die Rüdesheimer Steillagen und nicht die Konzertbühnen, die seinen Alltag prägten. Doch die Musik ließ Biber Herrmann nicht los. Heute gilt er als einer der besten Blueser Deutschlands: ein Fingerpicking-Virtuose, der seine Songs am Waldrand vom Schindeldorf im Hunsrück schreibt – über Kettensägen, Krötenwanderungen und den Mut, den eigenen Weg zu gehen.

  • Christian Baron: „1. FC Kaiserslautern – eine Liebeserklärung“

    Christian Baron erzählt die Geschichte der Stadt Kaiserslautern, für die der 1. FCK ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Und beschreibt die Auswirkungen des Fußballs auf seine Kindheit.

  • „Wo ist mein Küchensieb?“ – Die abstrakten Grafiken von Reiner Michelfelder

    Das Kornwestheimer Museum im Kleihues-Bau zeigt Arbeiten von Reiner Michelfelder (1906 - 1985). Der Avantgardist hat abstrakte Werke geschaffen.

  • Mit Puschel-Mikro und Retro-Trainingsjacke: Der Kabarettist Alfons

    Ein charmanter französischer Akzent, eine Trainingsjacke aus den 70ern und ein Puschel-Mikro. So wurde „Alfons“ als TV-Reporter bekannt. Doch Humor ist nur eine seiner Facetten.

  • Sehnsucht in der Stimme – die Sopranistin Maria Palaska

    Die griechische Sopranistin Maria Palaska hat in Stuttgart ihre zweite Heimat gefunden – dort studierte sie vor 18 Jahren Gesang und dort lebt sie heute noch mit ihrer Familie. Mit ihrer neuen CD „Melodia Mediterranea“ kehrt die Opernsängerin zu ihren kulturellen Wurzeln zurück: sie erhebt Volksmusik aus ihrer Heimat zur Kunstmusik, die sie in Deutschland kennen und lieben gelernt hat. Die Musikerin versteht sich als Brückenbauerin zwischen den Kulturen und zeigt, wie bereichernd es ist, ein Stück der eigenen Heimat immer bei sich zu tragen.

  • Kochen mit Genussforscher Thomas Vilgis – saure Nierchen mit süßen Kartoffeln

    Wer sich als Fan von Innereien outet, erntet oft Naserümpfen: denn die Vorstellung, ein Ausscheidungsorgan zu essen, löst bei vielen instinktiv Ekel aus. Schaut man allerdings über den Tellerrand hinaus nach Frankreich, Spanien oder Italien, gehören Nieren ganz selbstverständlich zur mediterranen Genusskultur. Denn Nieren sind echte, kalorienarme Nährstoffbomben, stecken voller hochwertigem Eiweiß, Eisen, Zink und Vitamin B12. Außerdem liefern sie jede Menge freies Kreatin, das als Treibstoff für unsere Muskeln dient.
    Genussforscher Thomas Vilgis vom Max-Plank-Institut in Mainz räumt im Gespräch mit Markus Brock nicht nur mit alten Vorurteilen auf, sondern serviert in einem Rotwein-Portwein-Sud angebratene Lammnieren mit einer sauren Sauce und als Kontrast dazu süße Kartoffeln.

  • „Merkwürdigkeiten. Das Schatzkästlein und andere Kalendergeschichten“

    Rätsel, Mathematikaufgaben, Kurioses und Geschichten mit Tiefgang: Mit dieser Mischung wurde der Schriftsteller und Theologe Johann Peter Hebel zum Bestseller-Autor. Seine Texte erschienen in einem Volkskalender und waren so beliebt, dass die besten von ihnen im sogenannten „Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds“ 1811 veröffentlicht wurden.
    Aus Anlass seines 200. Todestages ist im Wallstein Verlag unter dem Titel „Merkwürdigkeiten. Das Schatzkästlein und andere Kalendergeschichten“ eine Neuausgabe erschienen, die nicht nur zum Wiederentdecken von Hebels Texten einladen möchte. Der Herausgeber Dr. Andreas Mauz möchte damit auch zeigen, dass Hebel nach der Veröffentlichung des „Schatzkästleins des rheinischen Hausfreunds“ seiner Vorliebe für kuriose und merkwürdige Geschichten treu blieb.
    Johann Peter Hebel: Merkwürdigkeiten
    Wallstein Verlag
    ISBN 978-3-8353-6078-5

  • „Das war doch grad' erst eben – 50 Jahre auf der Bühne“

    Dem Musiker Stefan Gwildis gelang erst spät der Durchbruch mit deutschen Cover-Versionen von Soulklassikern wie „Chain of Fools“ von Aretha Franklin oder „Ain’t no Sunshine“ von Bill Withers.
    Angefangen hat der Sohn einer kulturell interessierten Hamburger Arbeiterfamilie als Straßenmusiker mit selbstgebastelten Instrumenten vom Sperrmüll. Gwildis hat sein Geld aber auch als Lagerarbeiter, Lkw-Fahrer oder Stuntman verdient. Die Straße war seine Schule, sagt der Musiker mit der unverwechselbaren warmen Bariton-Stimme im Interview mit Markus Brock.

  • Ein altes Pumpwerk als Künstler-Refugium - Dietmar Brixy lebt und arbeitet in einem Mannheimer Industriedenkmal

    Schon als Jugendlicher ist Dietmar Brixy oft an dem Alten Pumpwerk Neckarau in seiner Heimatstadt Mannheim vorbeigeradelt. Dass er später dort als Künstler leben und arbeiten würde, hat er sich damals natürlich nicht träumen lassen. Vor 25 Jahren hat er das neugotische Industriedenkmal aus rotem Klinker gekauft, denkmalgerecht saniert und für seine Zwecke behutsam umgebaut. Dafür wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet und hat einen beeindruckenden Ort geschaffen, in dem er für und mit Kunst lebt.

  • Kochen mit Genussforscher Thomas Vilgis – Bratbohnenpfanne mit Gorgonzolasahne

    Hülsenfrüchte muss man garen - sonst können sich schädliche Lektine bilden. Meist wandern deshalb grüne Bohnen in den Kochtopf. Gebraten sind sie aber auch sehr schmackhaft wie das Hörerrezept beweist, das Genussforscher Thomas Vilgis vorstellt. Mediterran kommen die Bohnen daher mit Olivenöl, Knoblauch und Gorgonzolasahne. Als Beilage empfiehlt er ein gutes Brot, das ruhig süßlich sein kann wie zum Beispiel Brioche.

  • Kochen mit Genussforscher Prof. Thomas Vilgis: Verdichtetes Eigelb – Geschmack pur und fast eine Poutargue

    Das Beizen eines Eigelbes ist eine kulinarische Herausforderung, die gar nicht so schwer ist und sich lohnt. Denn es ist der Start in eine neue Geschmackswelt. In seinem Rezept beizt unser Genussforscher Thomas Vilgis die Eigelbe aber nicht im üblichen Sinne – er ersetzt die sonst gebräuchliche Salz-Zucker-Mischung durch zwei Sojasoßen. Diese verleihen dem Eigelb einen wunderbaren Umamigeschmack, der an den einer Poutargue (Bottarga) herankommt.

  • Hörbuch-Tipp: Sehnsüchtig – Corinna Harfouch liest „Trost“ von Angelika Klüssendorf

    Rita ist das heimliche Zentrum einer Patchwork-Familie. Das wird erst so richtig klar, als sie nach einem allergischen Schock in ein Koma fällt und damit eine große Lücke hinterlässt. Die anderen müssen feststellen, dass die Welt sich weiterdreht, sich aber nicht zum Besseren wendet: Es ist immer noch Pandemie, Russland greift die Ukraine an. Autorin Angelika Klüssendorf zeigt Menschen, die ihren Halt verlieren, allen voran Ritas Lebenspartner Joachim und seine Teenager-Tochter Jane.
    Schauspielerin Corinna Harfouch gibt dem Text mit ihrer warmen Stimme den Ausdruck einer tiefen Sehnsucht nach dem titelgebenden Trost, der aber nur schwer zu finden und noch schwerer festzuhalten ist. Gekonnt macht sie die unterschiedliche Atmosphäre zwischen den Figuren hörbar, changiert zwischen Unverständnis, Selbstmitleid, Empörung und der verzweifelten Suche nach einer alten Vertrautheit, die irgendwo abhandengekommen ist. Gleichzeitig wahrt sie eine vorsichtige, wohltuende Distanz, so dass wir die Position sicherer Beobachter einnehmen können.
    (Foto: © Pascal Bünning)

  • Pure Schönheit und blinde Flecken – Steve McCurrys „Icons“ im Neuen Kunstmuseum Tübingen

    Das Neue Kunstmuseum Tübingen zeigt die Werkschau „Icons“ des amerikanischen Fotografen Steve McCurry: ein Panoptikum menschlicher Schönheit – mit einigen blinden Flecken.

  • Kochen mit Genussforscher Prof. Thomas Vilgis - Compressé des Aubergines

    Gepresstes Gemüse in Form von kaltgepressten Säften, sogenannten Cold-Pressed Juices, hat inzwischen einen festen Platz in der modernen Fitness- und Wellnesskultur. Im Grunde genommen handelt es sich beim Trend „Compressé des Legumes“ um nichts anderes als eine Weiterentwicklung der klassischen französischen Gemüseterrine.
    Anstatt das verdichtete Gemüse allerdings in einer Ei-Sahne-Masse einzubacken, verwendet Thomas Vilgis zusätzlich zur Bindung seiner Gemüseterrine Agar-Agar-Pulver. Und damit die Auberginen auch nach was schmecken, kombiniert er sie mit Shiitake-Pilzen - den Umamilieferanten schlechthin.

  • „Sweet Dreams, Baby“: Roy Lichtenstein im Kunstmuseum Basel

    Er gilt als wichtiger Wegbereiter der Pop Art: der US-amerikanische Künstler Roy Lichtenstein. Das Basler Kunstmuseum zeigt nun auch seinen künstlerischen Weg dorthin.

  • Schauspielerin Lara Mandoki: Vom Reiz in andere Rollen zu schlüpfen

    Lara Mandoki spielt Komödie, Krimi und historische Stoffe. Im Gespräch erzählt sie von ihrer Arbeit, ihrer Familiengeschichte und davon, was Freiheit für sie bedeutet.

  • Kochen mit Genussforscher Prof. Thomas Vilgis – Quarkbällchen aus Frischkäse mit Birnen

    Käse schließt den Magen, sagt ein altes Sprichwort. Protein- und nährstoffreich, sorgt der Käse im Anschluss an den Hauptgang für mehr Sättigung und stellt einen hervorragender Übergang zum Dessert dar.
    Für sein Rezept hat sich Genussforscher Prof. Thomas Vilgis einen Gang gespart: Die Frischkäsebällchen werden karamellisiert und mit Birnen kombiniert. Damit wird der Käsegang gleich zum Dessert.

  • „Jeder Abschied ist ein kleiner Tod. Aber es ist halt unvermeidbar“

    Beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen wird Christian Redl mit dem Preis für Schauspielkunst geehrt. Seit 20 Jahren ist er als Kommissar Thorsten Krüger bekannt.

  • Die hinreißende Geschichte zweier Außenseiter – „Vielleicht im Sommer“ von Lukas Mi-Sa Nguyen Egger

    Zwei Teenager fliehen aus einem Heim und machen sich auf den Weg zur Nordsee. Mit dieser Roadtrip-Story hat sich plötzlich ein neuer Name in der Literaturlandschaft zu Wort gemeldet: Lukas Mi-Sa Nguyen Egger, ein junger Autor aus Karlsruhe, der mit seinem starken Debutroman „Vielleicht im Sommer“ Jugendlichen aus prekären Verhältnissen eine Stimme geben will. Er selbst weiß, was es heißt, wenn man sein Geld zusammenhalten muss und hat nach dem Theologiestudium auch eine Masterarbeit über Armut verfasst.

  • Hobby Horsing erklärt von Kathrin Kunkel-Razum

    Beim sogenannten „Hobby Horsing“ absolvieren Spieler oder Spielerinnen auf Steckenpferden einen Parcours, bei dem sie selbst laufen oder Hindernisse überspringen, wie sonst die Pferde. Die schräge Sportart kommt ursprünglich aus Finnland und ist längst auch in Deutschland angekommen. Unsere Sprachexpertin Dr. Kathrin Kunkel-Razum, langjährige Leiterin der Duden-Redaktion, reitet voran und weiß was den Begriff „Hobby Horsing“ ausmacht.

  • Spaciger Familiensound – die Stuttgarter Band Los Santos

    Los Santos hat sich einem ungewöhnlichen Sound verschrieben: einer Mischung aus Country, Soul, Tex Mex und Ska mit spaciger Note. Seit 17 Jahren gibt es die Stuttgarter Band schon. Seitdem hat die Band ihren besonderen Stil mit Erfolg immer weiter vorangetrieben. Los Santos ist sozusagen ein schwäbisches Familienunternehmen. Zu den drei Familienmitgliedern Stefan Hiss, Lucia Schlör und Jonas Brettschneider gesellt sich noch der Schlagzeuger Bernd Öhlenschläger.

  • „Trio“ von Paul Janoschka

    Drei Musiker, ein Sound, null Schnickschnack: Pianist Paul Janoschka, Schlagzeuger Jonas Esser und Bassist Simón Wilson zeigen auf ihrem Debütalbum „TRIO“, wie frisch und unmittelbar Jazz heute klingen kann. Zwischen New Yorker Puls, Spielfreude und feinen elektronischen Anleihen entsteht Musik, die zugleich dringlich und entspannt wirkt. Konrad Bott hat den Südpfälzer Pianisten getroffen.

  • Wandelbar: Tessa Mittelstaedt liest „Andere nennen es Urlaub“ von Franka Bloom

    Netti hat es nicht leicht: Vor kurzem ist ihre Mutter gestorben, im Job läuft es nicht gut und dann will ihr Sohn auch noch ausziehen. Sie braucht mal Urlaub. Aber die Probleme scheinen einfach mitzureisen: In Gestalt ihres fast 80jährigen Vaters Bruno. Der sorgt für einige Turbulenzen – sehr lehrreich für Netti und den Rest der Familie. Tessa Mittelstaedt beweist hier große Wandelbarkeit. Skurrile Situationen unterlegt sie mit einer angenehmen Prise Humor und gibt tiefgründigen Szenen genügend Raum zum Wirken.

  • Mit 63 zum Jazz-Debüt: Nikolaus Gelpke wagt den musikalischen Neustart

    Mit Mitte 50 begann Nikolaus Gelpke, langjähriger Chefredakteur des mare-Meeresmagazins, Saxofon zu lernen. Jetzt, mit 63, veröffentlicht er sein erstes eigenes Jazzalbum.

  • Gerrit Engelke: Lokomotive

    Was er wohl für eine Lokomotive vor Augen hatte, als der Lyriker Gerrit Engelke im Jahr 1912 sein Gedicht „Lokomotive“ verfasste? Die Dampflok-Fans Helmut und Hans Sieber vermuten: „Sechzehn rote Räderpranken, 20 Meter lang, 16 bar Überdruck - es kann nur eine preußische Lok gewesen sein, die der Hannoveraner zum Vorbild seiner Verse nahm.“

  • Kochen mit Genussforscher Thomas Vilgis: Vegetarischer Strammer Max

    Statt Schinken landen kräftig angeröstete Zucchini auf dem Brot, dazu würziger Käse und ein Spiegelei mit flüssigem Eigelb. Genussforscher und Physiker Thomas Vilgis erklärt, warum Röstaromen und Rauchsalz unser Geschmacksempfinden so zuverlässig triggern – und warum ein Klassiker manchmal eine neue Interpretation verdient hat.

  • Erfrischender Dialog - „Jazz goes Baroque“ mit einem hochkarätig besetzten Jazz-Quintett

    In der Reihe „Jazz At Berlin Philharmonic“ versetzen fünf Musiker barocke Kompositionen in die lebendige Sprache des zeitgenössischen Jazz. Ein hochkarätig besetztes Jazz-Quintett um den Cembalisten und Pianisten Bernd Lhotzky hat diese seit den 1960er Jahren existierende Tradition wiederbelebt und erneuert. In der Begegnung der beiden Epochen treffen Rhythmus und Improvisation des Jazz auf die faszinierenden Klangstrukturen des Barocks.
    Eine überzeugende Neuinterpretation - umgesetzt von Bernd Lhotzky (Cembalo), Emile Parisien (Sopransaxofon), Frédéric Couderc (Quer- und Blockflöte), Henning Sieverts (Kontrabass) und Eric Schaefer (Schlagzeug). Mitunter gelingt den Musikern ein freudiges Stimmgewirr, eine Körperlichkeit, die die Performances bei aller konzeptueller Aufladung erfrischend unmittelbar und zugänglich machen - meint unser Jazzkritiker Niklas Wandt.

Erstmals publiziert am
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Autor/in
SWR