Ein Wimmelbild der Corona-Zeit
In ihrem neuen Roman „Trost“ entwirft Angelika Klüssendorf ein Wimmelbild der Gesellschaft in der Zeit der Corona-Pandemie. Der Überfall Russlands auf die Ukraine verstärkt vor allem bei jungen Menschen Gefühle von Verlorenheit und Angst.
Es geht um eine Schriftstellerin, die ihren Lebensgefährten nicht mehr mag, aber trotzdem bei ihm bleibt. Um dessen Tochter, die kurz vor dem Abitur steht und plötzlich ihre beste Freundin nicht mehr versteht. Um Ost- und Westdeutschland und um die Sehnsucht nach Gemeinschaft.
Angelika Klüssendorf: „Ich kann gar nicht aufhören zu erzählen, was mich alles tröstet"
Wie lief das Jahr für die Buchbranche?
Der Buchmarkt ist unter Druck: Große Namen und Bestseller halten die Verlage derzeit über Wasser, doch die so genannte Midlist bricht in erschreckendem Tempo weg. In dieser Woche veröffentlicht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels die aktuellen Zahlen.
„Wenn Bücher Schokolade wären, dann wären Christine Wunnickes Geschichten die Pralinen im Sortiment"
Begegnung mit dem Doppelgänger
Die 1988 in Wien geborene und heute im Burgenland lebende Schriftstellerin Johanna Sebauer hat schon zahlreiche Literaturpreise gewonnen: Ihre amüsante Kurzgeschichte „Das Gurkerl“ erhielt beim Bachmann-Wettbewerb vor zwei Jahren den 3sat-Preis und den Publikumspreis.
Für ihren ersten Roman „Nincshof“ bekam sie den Debütpreis des Harbour Front Literaturfestivals. In ihrem neuen Roman „Popóm“ entwickelt Sebauer eine so intelligente wie amüsante Versuchsanordnung: Was passiert, wenn man seinem wesensmäßigen Doppelgänger begegnet, der einem aber überhaupt nicht ähnlich sieht?
Eine aberwitzige Identitätssuche: Der neue Roman „Popóm“ von Johanna Sebauer
Entdeckung aus dem Exilarchiv
Iwan Heilbut wurde 1898 in Hamburg geboren und entstammte einer alteingesessenen jüdischen Familie. Er arbeitete als Journalist, schrieb aber auch Romane, bevor er 1933, unmittelbar nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten, nach Paris emigrierte.
Nun hat Peter Graf, der mit seinem eigenen Verlag „Das kulturelle Gedächtnis“ immer wieder Entdeckungen ans Tageslicht bringt, Iwan Heilbuts 1943 geschriebenen, knapp 700 Seiten starken „Zugvögel“-Roman im Claassen Verlag erstmals im deutschsprachigen Original herausgegeben. Das Skript befand sich im Deutschen Exilarchiv in Frankfurt/Main.
Entdeckung im Exilarchiv: Iwan Heilbuts „Zugvögel“
Spielarten der Liebe
Mit ihrem Bestseller-Roman „Euphoria“, einem Buch über die Ethnologin Margaret Mead, kam die amerikanische Schriftstellerin Lily King vor rund zehn Jahren zu internationaler Bekanntheit.
Ihr neuer Roman „Herz König“ beginnt als eine Dreiecks-College-Geschichte aus den 1980er Jahren, um dann eine überraschende Wendung zu nehmen – es geht um unterschiedliche Formen von Liebe und Freundschaft und um die Bedeutung von Literatur für ein Leben.