Matinee

Auf gute Nachbarschaft – das Elsass

Sonntagsfeuilleton mit Stefanie Junker

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Von Kehl aus spannt sich eine elegante Brücke über den Rhein: Hier kommt man zu Fuß und per Rad hinüber ins Elsass. Genau da beginnt die Matinee, um dann Straßburgs stolzes Selbstverständnis als europäische Hauptstadt mit dem Europaparlament und anderen bedeutenden Institutionen zu erkunden. Das Elsass hat eine äußerst bewegte Geschichte, wurde es doch mehrmals zwischen Deutschland und Frankreich hin- und hergerissen. Daraus hat sich die heutige Doppelkultur der Elsässer entwickelt. Jean-Marie Woehrling, langjähriger Leiter des Elsässischen Kulturzentrums in Straßburg, erklärt, warum das ein Gewinn ist.

Auch wenn heutzutage im Elsass hauptsächlich Französisch gesprochen wird, ist eine Besonderheit der Region die elsässische Sprache, ein Dialekt mit alemannischen Wurzeln. Carole Werner leitet die Abteilung Dialektologie der Universität Straßburg und forscht darüber, wer wann und wo noch Elsässisch spricht. Außerdem kommt in der Matinee-Zeitmaschine der 2019 verstorbene, große elsässische Zeichner Tomi Ungerer zu Wort.

Für alle, die nicht wissen, was Baeckeoffe ist, bringt die SWR Kultur Matinee Aufklärung: Wir gehen essen im Elsass und stellen fest, dass es auch ohne Sauerkraut geht – dafür aber mit Froschschenkeln. Die stehen auch auf der Speisekarte des Weißstorchs, dem Wappentier des Elsass. Er fühlt sich nicht nur in der elsässischen Natur heimisch, sondern auch auf Tassen, Servietten, Briefpapier und anderen Souvenirs. Sehen kann man ihn auf nahezu jedem Ausflug. Und dazu lädt das Elsass ganz besonders ein: Mit den Vogesen, einem Mittelgebirge mit vielen Burgen und Seen, ist es landschaftlich äußerst reizvoll. Wander-Experte Matthias Schopp nimmt uns mit zu den Natur-Highlights des Elsass. Zum Schluss besucht die SWR Kultur Matinee eines der "schönsten Dörfer Frankreichs", das Weinstädtchen Riquewihr, das umgeben von Weinbergen, mit seiner Fachwerkarchitektur ein ursprüngliches Bild des Elsass zeigt.

Redaktion: Almut Ochsmann
Musikredaktion: Leonie Klein

Frau denkt nach. Symbolfoto

Matinee Rätsel

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Jean-Marie Woehrling, langjähriger Leiter des Elsässischen Kulturzentrums in Straßburg.

"Ohne Deutsch verliert das Elsass seine Seele" Jean-Marie Woehrling plädiert für die elsässische Doppelkultur

Jean-Marie Woehrling erklärt, wie die Geschichte des 20. Jahrhunderts die deutsche Sprache und Kultur im Elsass verdrängt hat – und weshalb er um die Doppelkultur bangt. Interview: Stefanie Junker.

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Carole Werner, Dialektologin an der Universität Straßburg.

Elsässisch: mehr als ein Deutsch-Französisch-Mix Wie lebt der elsässische Dialekt heute?

Noch rund 500.000 Menschen sprechen Elsässisch, doch kaum Kinder lernen es. Dialektologin Carole Werner erzählt, wo der Dialekt herkommt und was ihn retten könnte. Interview: Stefanie Junker.

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Matthias Schopp, Ko-Autor des Rother Wanderführers "Vogesen"

Das Elsass: ein Wanderland Natur-Highlights in den Vogesen

Die Vogesen sind mythenaufgeladen: Schon immer Grenzregion, gibt es alte Schmugglerpfade und Burgen. Matthias Schopp erzählt, was es über die Landschaft hinaus zu entdecken gibt. Interview: Stefanie Junker.

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Die Passerelle des Deux Rives verbindet das Elsass und Baden.

Symbol des zusammenwachsenden Europas Die Passerelle des Deux Rives über den Rhein

Elegant geschwungen verbindet die Passerelle des Deux Rives das Elsass und Baden. Ein Symbol für das zusammenwachsende Europa? Johannes Stier fragt nach.

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Hervé Moritz arbeitet als Historiker an der Universität Straßburg und ist seit Kurzem zugleich stellvertretender Bürgermeister.

Elsässische Hauptstadt mit europäischem Flair Straßburg – wo Europa Alltag ist

Zwischen Fachwerkarchitektur, Kathedrale und Europaviertel: Straßburg versteht sich als Hüterin des europäischen Projekts. Lukas Fleischmann spürt den Europa-Vibe der Stadt auf.

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Froschschenkel mit viel Kräuter in Butter und Knoblauch. Symbolfoto.

Jenseits von Sauerkraut und Flammkuchen Essengehen im Elsass wie die Elsässer

Im Restaurant L'Agneau gibt es Froschschenkel, Schnecken und große Portionen: Martin Gramlich erlebt mit drei Skatfreunden, warum die Elsässer Appetit und Tradition großschreiben.

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Weißstörche im Storchenpark im elsässischen Hunawihr. Archivfoto

Schwarz-weiß gefiederte, fliegende Glücksbringer Warum der Storch im Elsass so besonders ist

Vom Klappern bis zu tonnenschweren Nestern: Jessica Hans reist durch das Elsass, trifft Pflegerin Mélanie Paulus und erzählt, wie der fast verschwundene Storch zurückkam.

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Fachwerkhäuser und Kopfsteinpflasterstraßen in der historischen Altstadt von Riquewihr im Elsass, Frankreich, einem malerischen mittelalterlichen Weindorf, das für seine traditionelle Architektur und sein kulturelles Erbe bekannt ist. Archivfoto.

Perle des Elsass inmitten der Weinberge Riquewihr: Fachwerk, Riesling und ein geheimes Sauerkraut

Auf den Dolder steigen, Schwarzwaldblick genießen, im Weinkeller Riesling probieren und ein geheimes Rezept kennenlernen: Louise Schöneshöfer erkundet Riquewihr.

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Moderator/in
Stefanie Junker