Von Kehl aus spannt sich eine elegante Brücke über den Rhein: Hier kommt man zu Fuß und per Rad hinüber ins Elsass. Genau da beginnt die Matinee, um dann Straßburgs stolzes Selbstverständnis als europäische Hauptstadt mit dem Europaparlament und anderen bedeutenden Institutionen zu erkunden. Das Elsass hat eine äußerst bewegte Geschichte, wurde es doch mehrmals zwischen Deutschland und Frankreich hin- und hergerissen. Daraus hat sich die heutige Doppelkultur der Elsässer entwickelt. Jean-Marie Woehrling, langjähriger Leiter des Elsässischen Kulturzentrums in Straßburg, erklärt, warum das ein Gewinn ist.
Auch wenn heutzutage im Elsass hauptsächlich Französisch gesprochen wird, ist eine Besonderheit der Region die elsässische Sprache, ein Dialekt mit alemannischen Wurzeln. Carole Werner leitet die Abteilung Dialektologie der Universität Straßburg und forscht darüber, wer wann und wo noch Elsässisch spricht. Außerdem kommt in der Matinee-Zeitmaschine der 2019 verstorbene, große elsässische Zeichner Tomi Ungerer zu Wort.
Für alle, die nicht wissen, was Baeckeoffe ist, bringt die SWR Kultur Matinee Aufklärung: Wir gehen essen im Elsass und stellen fest, dass es auch ohne Sauerkraut geht – dafür aber mit Froschschenkeln. Die stehen auch auf der Speisekarte des Weißstorchs, dem Wappentier des Elsass. Er fühlt sich nicht nur in der elsässischen Natur heimisch, sondern auch auf Tassen, Servietten, Briefpapier und anderen Souvenirs. Sehen kann man ihn auf nahezu jedem Ausflug. Und dazu lädt das Elsass ganz besonders ein: Mit den Vogesen, einem Mittelgebirge mit vielen Burgen und Seen, ist es landschaftlich äußerst reizvoll. Wander-Experte Matthias Schopp nimmt uns mit zu den Natur-Highlights des Elsass. Zum Schluss besucht die SWR Kultur Matinee eines der "schönsten Dörfer Frankreichs", das Weinstädtchen Riquewihr, das umgeben von Weinbergen, mit seiner Fachwerkarchitektur ein ursprüngliches Bild des Elsass zeigt.
Redaktion: Almut Ochsmann
Musikredaktion: Leonie Klein