Wie kann fast fünf Jahre nach der Amokfahrt vom Dezember 2020 jemand einfach so mit dem Auto durch die Trierer Innenstadt fahren? Diese Frage mögen sich Anfang Juli manche gestellt haben, auch wenn glücklicherweise niemand zu Schaden kam und die Insassen keine bösen Absichten hatten.
Mehr Sicherheit in Fußgängerzone Nach Autofahrt durch Trierer Innenstadt: Diskussion um Poller geht weiter
Die Diskussion um mehr Sicherheit in der Trierer Innenstadt geht weiter. Die Politik ist sich uneinig, nachdem ein Auto viel zu schnell durch die Innenstadt gefahren ist.
Eine erste Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Der Stadtvorstand traf die Entscheidung, dass die Poller an der Simeonstraße, Grabenstraße, Fleischstraße und Dietrichstraße schon am 15. September in Betrieb gehen. Das war ursprünglich erst für Januar 2026 geplant.
Damit Autos nicht mehr vom Stockplatz auf den Hauptmarkt fahren können, wurden temporäre Durchfahrtssperren beschlossen, wie man sie von Großveranstaltungen kennt. Außerdem gehört dazu, dass an den bisher ungesicherten Einfahrten in die Fußgängerzone eine deutlichere Kennzeichnung erfolgt, dass es sich dort eben um den Fußgängern vorbehaltene Bereiche handelt.
Pflanzkübel und Bänke werden seit Mittwoch installiert
Wie die Stadt am Dienstag mitteilte, werden auch mit Pflanzkübeln und Sitzgelegenheiten die Einfahrten in die Fußgängerzone optisch markiert und verengt. Diese Arbeiten haben am Mittwochmorgen an der Einfahrt von der Kaiserstraße in die Neustraße begonnen.
Ab dem kommenden Montag werden nach Angaben des Innenstadt-Managements noch mehr Blumenkübel in der Stadt aufgestellt: in der Simeonstraße an der Porta Nigra. Auch Höhe des Karstadt-Gebäudes soll die Straße damit verengt werden. In der Konstantinstraße werden sowohl Blumenkübel als auch Sitzgelegenheiten aufgestellt, wobei die Straße für die Sitzgelegenheiten noch angepasst werden muss, damit sie barrierefrei sind. Weitere Pflanzkübel sind in der Nagel- und Fleischstraße vorgesehen.
Die Standorte und die Maßnahmen seien mit Feuerwehr und Polizei festgelegt worden, teilte die Stadt mit. Sondernutzungsflächen von Geschäften oder der Gastronomie seien nicht betroffen.
Pflanzkübel und Bänke signalisierten Autofahrern, die sich nicht auskennen und die Beschilderung übersehen, eindeutig, dass eine Fußgängerzone beginnt, so die Stadt. Die Bänke und Poller dienten außerdem dazu, dass berechtigte Fahrzeuge, langsamer in die Fußgängerzone fahren.