- Landesweite Warnung vor Geruchsbelästigung
- Säubrennerkirmes zwischenzeitlich geräumt
- Rauch zieht aus Belgien in die Eifel
- Großbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn
21:50 Uhr
Ruhigere Lage - Ticker ab Sonntagvormittag wieder live
In der Region Trier hat sich die Lage etwas beruhigt, auch in den Kreisen Vulkaneifel und Bitburg-Prüm wurde wegen des Brandgeruchs entwarnt. In Wittlich läuft die Säubrennerkirmes wieder. In Belgien kämpfen die Einsatzkräfte weiter gegen die Flammen, bislang ist kein Ende des Löscheinsatzes in Sicht. Der Liveticker ruht jetzt bis zum Sonntagmorgen, dann melden wir uns mit neuen Informationen und Eindrücken bei euch. Sollte in der Nacht ein großes Ereignis im Zusammenhang mit dem Waldbrand im Hohen Venn eintreten, informieren wir hier natürlich weiter.
21:00 Uhr
Schausteller rechnen mit möglichen Umsatzeinbußen
SWR-Reporter Christian Altmayer berichtet von der Säubrennerkirmes in Wittlich, dass die Menschen mit viel Verständnis auf die Unterbrechung reagiert hätten. Die Stimmung sei inzwischen wieder ausgelassen, vom Rauch sei vorerst nichts mehr zu sehen oder zu riechen. Der Rauch sei weiter in Richtung Trier und Kusel gezogen.
Für die Schausteller allerdings könnte der Abend noch finanzielle Folgen haben: Der Samstag sei normalerweise der umsatzstärkste Tag der Säubrennerkirmes. Wegen des Rauchs seien viele Menschen womöglich gar nicht erst angereist oder nach der Räumung nach Hause gefahren. Die Schausteller rechnen deshalb mit möglichen Umsatzeinbußen.
20:40 Uhr
Brennende Fläche mittlerweile 2.000 Hektar
Laut Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga beläuft sich die brennende Fläche mittlerweile auf rund 2.000 Hektar. Das entspricht zweimal der Größe der Bodensee-Insel Reichenau oder einem Quadrat mit Seitenlänge 4,5 Kilometern.
20 Uhr
Erschöpfte Helfer im Kampf gegen die Flammen
Seit gestern Abend schon breitet sich das Feuer im Hohen Venn rasant aus. Die ganze Nacht haben Einsatzkräfte versucht, die Flammen einzudämmen. Viele der Helfer sind inzwischen erschöpft. Der Rauch breitet sich auch im nördlichen Rheinland- Pfalz aus - etwa an der Mosel in Traben-Trarbach oder in Wittlich.
19:45 Uhr
Möglicherweise der größte Brand in der Geschichte Belgiens
Belgien hat andere Länder der Europäischen Union um Unterstützung gebeten. Das Feuer sei "der größte Brand, den Belgien je erlebt hat," zitiert unter anderem der öffentlich-rechtliche Sender RTBF lokale Politiker. Nach Angaben örtlicher Behörden sind auch deutsche Feuerwehrleute vor Ort. Weitere Hubschrauber und Flugzeuge aus der Tschechischen Republik, Schweden und den Niederlanden wurden mobilisiert, schrieb die EU-Kommissarin für Krisenmanagement, Hadja Lahbib, auf der Plattform X.
19:20 Uhr
Landesweite Warnung vor Geruchsbelästigung
Über die Warnapp KATWARN wird für ganz Rheinland-Pfalz vor möglicher Geruchsbelästigung aufgrund aktueller Waldbrände gewarnt. Besonders der Brand in Belgien kann in vielen Teilen des Landes für Rauch- und Brandgeruch sorgen.
Alle Warnmeldungen bundesweit im Überblick
19 Uhr
Monschau (NRW) bereitet sich auf Evakuierungen vor
Die Stadt Monschau in Nordrhein-Westfalen hat Bewohner dazu aufgerufen, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten. Betroffen seien die Menschen in Ruitzhof, Leyloch, Vennhof, Haus Sonnentau und Plattevenn, teilte die Stadt an der deutsch-belgischen Grenze auf ihrer Facebook-Seite mit.
Wenn möglich, sollten Anwohner bei Verwandten oder Freunden unterkommen. Die Einrichtung von Notunterkünften werde vorbereitet. Es handele sich zunächst um eine vorbeugende Maßnahme, hieß es weiter.
18:45 Uhr
Säubrennerkirmes läuft wieder - aber "Wir bleiben in Habachtstellung"
Die Säubrennerkirmes in Wittlich ist wieder gestartet. Seit 18:45 Uhr ist die Kirmes offiziell wieder eröffnet. Die Leute strömen wieder auf den Rummelplatz. Der Wind bläst aus Richtung Norden und trägt den Rauch jetzt Richtung Trier und Luxemburg. Aber: eine wirkliche Entwarnung ist das auch für Wittlich noch nicht. Es kann sein, dass sich der Wind wieder dreht und den Qualm wieder in die Wittlicher Richtung bläst. "In zwei Stunden kann es hier vielleicht schon wieder anders aussehen", sagt der Landrat des Landkreises Bernkastel-Wittlich, Andreas Hackethal: "Und auch morgen kann es sein, dass die Kirmes wieder unterbrochen wird.“ Auch Elfriede Meurer, Erste Beigeordnete von Wittlich, sagt: "Wir bleiben in Habachtstellung solange der Brand in Belgien nicht gelöscht ist."
18:15 Uhr
Auch der Landkreis Kusel warnt
Inzwischen werden es immer mehr Landkreise, die Warnungen im Zusammenhang mit dem Brand im Hohen Venn rausgegeben haben. So warnt nun auch der Landkreis Kusel auf der Warnapp NINA vor Rauch- und Geruchsbelästigungen wegen des Waldbrands in Belgien. Wo schon gewarnt wird, hier ein Überblick.
18 Uhr
Säubrennerkirmes geräumt
In Wittlich ist die Säubrennerkirmes geräumt. Das Gelände eines der größten Volksfeste der Region - wie ausgestorben.
17:30 Uhr
Säubrennerkirmes soll geräumt werden
Die Stadt Wittlich und der Landkreis Bernkastel-Wittlich rufen Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Säubrennerkirmes zu verlassen. Der Grund ist der dichte Rauch, der derzeit über der Stadt hänge, sagt Landrat Andreas Hackethal. "Die Wetterlage ist dynamisch", sagt Hackethal. Es könne sein, dass der Wind sich drehe oder aufhöre, so stark zu blasen. Dann könne es auch sein, dass die Kirmes am späteren Abend wieder fortgesetzt werde.
16 Uhr
Rauch zieht aus Belgien in die Eifel
Der Rauch zieht aus dem Hohen Venn in die Eifel. In der Nähe der belgischen Gemeinde Baelen brennen derzeit rund 1.600 Hektar Wald und Wiesen. Dichter Qualm und ein beißender Gestank liegen im Landkreis Bernkastel-Wittlich, im Eifelkreis Bitburg-Prüm und im Vulkaneifelkreis in der Luft. Die Katastrophenschützer warnen vor einer "extremen Gefahr durch Brandgase".
"Der Rauch ist in manchen Ortschaften so dicht, dass man die Hand vor Augen nicht sieht", sagt Kerstin Handwerk, Sprecherin der Feuerwehr in der Verbandsgemeinde Gerolstein: "Und es wird wohl noch Stunden dauern, bis sich der Rauch verzieht, hat uns der Deutsche Wetterdienst gesagt."
15:00 Uhr
Zusätzlich noch Brand bei Kalenborn-Scheuern
Parallel war im Vulkaneifelkreis noch ein kleiner Brand ausgebrochen, so Handwerk. Auf einer Fläche von 50 mal 70 Metern hatte ein Stoppelfeld bei Kalenborn-Scheuern Feuer gefangen. Inzwischen sei der Brand aber gelöscht, sagt Kerstin Handwerk. Hinweise auf weitere Brände rund um Daun, Gerolstein, Prüm und Wittlich gebe es derzeit nicht.
Lagezentrum in Gerolstein eingerichtet
Ein Polizeihubschrauber war unterwegs, um die Lage an den Grenzen zu Belgien und Nordrhein-Westfalen zu prüfen. Feuerwehrleute erkunden die Ortschaften. Und die Einsatzkräfte haben inzwischen ein Lagezentrum in Gerolstein eingerichtet, um die Leitstelle in Trier zu entlasten, die derzeit viele Anrufe bekommt. Auch in Wittlich wurden die Einsatzkräfte zusammengerufen, sagt Jörg Teusch. Fenster und Türen geschlossen halten
Fenster und Türen geschlossen halten
Die Feuerwehr ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungsanlagen abzustellen. Zudem sollen sie sich von Wäldern fernhalten. Derzeit seien einige Menschen mit Autos unterwegs, um das vermeintliche Feuer zu suchen. Davon wird dringend abgeraten.
Großbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn
Im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der deutschen Grenze breitet sich ein Waldbrand aus - dadurch zieht dichter Rauch durch mehrere Orte im Nordwesten von Rheinland-Pfalz. In der Nähe der belgischen Gemeinde Baelen brennen derzeit rund 1.600 Hektar Wald und Wiesen. Dichter Qualm und ein beißender Gestank liegen im Landkreis Bernkastel-Wittlich, im Eifelkreis Bitburg-Prüm und im Vulkaneifelkreis in der Luft. Die Katastrophenschützer warnen vor einer "extremen Gefahr durch Brandgase".