- Update am Sonntag: Nur letzte Glutnester
- Infos zum Großbrand in Belgien nahe der Grenze
- Forstamt: Vor allem die Nadelhölzer stark beschädigt
- Bilder von den Brandstellen im Wald
- Feuerwehr verschafft sich Schadensüberblick
- Anwohner nach Evakuierung wieder zu Hause
- Schauer und Gewitter können für Entspannung sorgen
- Starke Rauchentwicklung machte Lage unübersehbar
- 300 Einsatzkräfte werden jetzt abgelöst
- Sieben Menschen leicht verletzt
- Leitstelle: Entwarnung für Langenfeld und Arft
- Einsatzleitung bedankt sich für Welle der Solidarität
- Waldbrand-FAQ: So verhalte ich mich richtig
Sonntag, 16. August
13 Uhr
So ist die Lage am Sonntag:
Nach dem Brand im Landkreis Mayen-Koblenz ist die Alarmstufe am Sonntag heruntergesetzt worden. Zuständig für die Einsatzleitung ist nun wieder die Verbandsgemeinde Vordereifel, teilte der Kreis mit. Bis Sonntag waren insgesamt rund 650 Einsatzkräfte beteiligt, durchgehend waren 200 bis 250 Feuerwehrleute vor Ort. Am Sonntag sind noch etwa 50 weiterhin mit Kontrollen und Nachlöscharbeiten beschäftigt. Es können immer wieder kleinere Glutnester aufflammen. Auch eine Drohne mit Wärmebildkamera ist im Einsatz. Insgesamt wurden bei dem Einsatz 22 Helfer verletzt. Ein Feuerwehrmann erlitt einen Herzinfarkt. Alle anderen konnten die Krankenhäuser inzwischen verlassen. In der Nähe des Brandgebietes sind offenbar viele Schaulustige unterwegs. Das behindert den Einsatz, die Behörden bitten dringend darum, das Gebiet zu meiden.
18 Uhr
Alles zum Brand im Hohen Venn findet ihr hier
Der Brand in der Eifel ist weitgehend unter Kontrolle. Inzwischen brennt allerdings in Belgien eine riesige Fläche im Nationalpark Hohes Venn. Der Rauch zieht bis nach Rheinland-Pfalz und hat hierzulande erhebliche Auswirkungen. So musste wegen der starken Rauchentwicklung in Belgien sogar die Säubrennerkirmes in Wittlich zeitweise unterbrochen werden. Infos zum Brand im Hohen Venn findet ihr hier:
Großbrand Hohes Venn Feuer in Belgien: Wieder Rauch in der Region Trier, Lage vor Monschau entspannter
In Belgien brennt das Naturschutzgebiet Hohes Venn. Von dem Rauch ist die Region Trier erneut betroffen. In NRW ist das Feuer nicht auf die Eifelgemeinde Monschau übergesprungen.
17:45 Uhr
Weitere Brände: Rauch kommt von Großbrand aus Belgien und kleines Feuer bei Kalenborn-Scheuern
Während die Nachlöscharbeiten in der Vordereifel bei Langenfeld und Langscheie laufen, hält ein weiterer kleiner Brand in der Eifel bei Kalenborn-Scheuern die Feuerwehrleute auf Trab. Und wegen des Großbrandes im Hohen Venn in Belgien zieht dichter Rauch über die Eifel. Fenster und Türen sollen deswegen in der Eifel unbedingt geschlossen bleiben und Klimageräte abgeschaltet werden. Wir informieren euch hier weiter live zum Geschehen der aktiven Brände:
Großbrand Hohes Venn Feuer in Belgien: Wieder Rauch in der Region Trier, Lage vor Monschau entspannter
In Belgien brennt das Naturschutzgebiet Hohes Venn. Von dem Rauch ist die Region Trier erneut betroffen. In NRW ist das Feuer nicht auf die Eifelgemeinde Monschau übergesprungen.
14:45 Uhr
Warnung vor Rauch in der Vulkaneifel
Dichter Rauch zieht derzeit durch die Vulkaneifel. Wegen mehrerer Waldbrände im Landkreis Vulkaneifel warnen Behörden, dass es etwa in Teilen von Gerolstein zu Problemen durch Rauchwolken kommt. Doch dort brennt es derzeit nicht, sondern im hohen Venn hinter der belgischen Grenze.
Dort läuft ein großer Feuerwehreinsatz. Und der Rauch des gewaltigen Brandes zieht bis in den rund 50 Kilometer entfernten Landkreis Vulkaneifel und den Eifelkreis Bitburg-Prüm, heißt es bei Polizei und Feuerwehr.
14:30 Uhr
Blick nach NRW - Brand im Hürtgenwald
Auch im nordrhein-westfälischen Teil der Eifel brennt es. Weit mehr als 1.000 Einsatzkräfte bekämpfen im Hürtgenwald den bislang größten Waldbrand in der Geschichte des Bundeslandes. Dort wurde ein Ortsteil geräumt. Die Feuerwehr ist vorsichtig optimistisch, die Lage bald in den Griff zu bekommen - und hofft auf Regen.
Dieses Thema im Programm: 15.8.2026, 13:00 Uhr, SWR1, Radionachrichten
13:45 Uhr
SWR-Reporter Fabian Janssen unterwegs mit der Feuerwehr
Die Feuerwehr ist weiterhin im Einsatz, um Glutnester zu löschen. SWR-Reporter Fabian Janssen war mit einem Feuerwehrmann in dem betroffenen Gebiet unterwegs. Im Gespräch mit SWR1 erzählt er, wie es dort aussieht und wie anstrengend die Arbeit für die Einsatzkräfte ist.
Dieses Thema im Programm: 15.8.2026, 13:30 Uhr, SWR Aktuell Online digital
13.00 Uhr
Forstamt: Vor allem die Nadelhölzer sind stark beschädigt
Axel Schneider vom Forstamt Kreis Ahrweiler spricht von einer großen Katastrophe für den Wald. Wie hoch der Schaden genau ist, ließe sich derzeit noch gar nicht beziffern. Er rechnet mindestens mit mehreren hunderttausend Euro. Vor allem die Nadelhölzer seien schwer geschädigt worden. Aber auch für die hier lebenden Tiere und Kleintiere sei der Lebensraum auf Monate, wenn nicht gar Jahre, zerstört.
Dieses Thema im Programm: 15.8.2026, 12:30 Uhr, SWR4, Radio Koblenz
12:33 Uhr
Bilder von den Brandstellen im Wald
SWR-Reporter Fabian Janssen hatte die Gelegenheit, Feuerwehrleute bei den Nachlöscharbeiten zu begleiten. Hier sein sehr eindrücklicher Bericht:
11:40 Uhr
Feuerwehreinsatz dauert wohl doch bis Sonntag
Heute Morgen war die Einsatzleitung noch zuversichtlich, dass die Nachlöscharbeiten im Laufe des Tages beendet werden können. Inzwischen hat sich herausgestellt: Der Einsatz wird sich wohl bis Sonntag ziehen, berichtet SWR-Reporterin Lea Vassiliadis:
Dieses Thema im Programm: 15.8.2026, 11:30 Uhr, SWR4, Radio Koblenz
11:15 Uhr
Waldsee wieder freigegeben
Der Waldsee Rieden im Landkreis Mayen-Koblenz ist wieder für den Badebetrieb freigegeben. Er wurde gestern gesperrt, weil die Feuerwehr von dort Wasser für die Löscharbeiten zwischen Langenfeld, Langscheid und Arft entnehmen musste. Auch heute wird dort noch Wasser entnommen - laut Einsatzleitung aber nur noch mit Lkw, deswegen könne der Badebetrieb normal stattfinden.
Dieses Thema im Programm: 15.8.2026, 10:30 Uhr, SWR4, Radio Koblenz
10:30 Uhr
Feuerwehr verschafft sich Schadensüberblick
Wie groß das Ausmaß des Waldbrandes ist, zeigen erste Bilder aus dem Waldbrandgebiet. Teils ist das Gelände stark verkohlt und erinnert an eine Mondlandschaft. Die Feuerwehr sucht aktuell noch nach Glutnestern, das Feuer ist aber unter Kontrolle. Der Einsatz könnte nach Einschätzung der Kräfte vor Ort noch im Laufe des Tages beendet werden.
10:15 Uhr
Rund 60 Feuerwehrleute in der Vulkaneifel im Einsatz
Seit den frühen Morgenstunden sind knapp 60 Feuerwehrleute in der Vulkaneifel im Einsatz. Am Mittag sollen sie dann von weiteren 60 bis 80 Feuerwehrleuten abgelöst werden. Die Einsatzkräfte kommen aus dem ganzen Land, beispielsweise aus Kaiserslautern. Unter anderem, weil diese Kollegen fehlen, sei es herausfordernd, die Wald- und Flächenbrände in der Region zu bekämpfen, sagte ein Sprecher. In und um Kaiserslautern hatte die Feuerwehr gestern mehr als ein Dutzend Einsätze.
Dieses Thema im Programm: 15.8.2026, 08:30 Uhr, SWR4, Radio Kaiserslautern
9:30 Uhr
Feuerwehrleute durchkämmen den Wald
Wie schlimm hat das Feuer gewütet? Wo gibt es noch Glutnester? Jetzt, wo es wieder hell ist, begutachten Feuerwehrleute, welche Schäden der Waldbrand zwischen Langenfeld und Langscheid verursacht hat. SWR-Reporter Fabian Janssen fasst die Lage am Samstagmorgen zusammen:
8:45 Uhr
Entwarnung für die Bevölkerung
Die Integrierte Leitstelle in Trier hat soeben eine Entwarnung für den Landkreis Vulkaneifel herausgegeben: Die Warnung wegen Brandgeruchs ist aufgehoben. Allerdings sollten die Anwohner sensibel bleiben für Brände und Rauchentwicklungen in ihrer Umgebung.
7:30 Uhr
Anwohner wieder zu Hause
Gute Nachrichten aus der Vordereifel: Die Anwohner von Netterhöfe, die gestern wegen des Waldbrandes ihre Häuser und Wohnungen verlassen mussten, sind wohl wieder zu Hause. Sie durften bereits am Abend zurück, sagt Rainer Nell, der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises Mayen Koblenz. Er sagte dem SWR, heute sei die Feuerwehr vor allem mit Nachlöscharbeiten in dem Waldgebiet beschäftigt.
Dieses Thema im Programm: 15.8.2026, 07:30 Uhr, SWR4, Radio Koblenz
5:45 Uhr
So gehen die Arbeiten heute weiter
Guten Morgen! Wir schauen auch heute, wie sich die Lage bei Langscheid entwickelt. Nachdem der Waldbrand zwischen Langenfeld und Langscheid die ganze Nacht über beobachtet wurde, werden auch heute noch viele Feuerwehrleute damit beschäftigt sein, die Glutnester im Wald und auf den Wiesen zu überwachen. Dadurch soll verhindert werden, dass das Feuer wieder stärker wird. Bereits gestern Abend hieß es von Seiten der Einsatzkräfte, dass sie guter Hoffnung seien, die Löscharbeiten heute beenden zu können.
22:00 Uhr
Wir wünschen eine gute Nacht
Auch die jüngsten Informationen von der Einsatzleitung geben ein deutlich entspannteres Bild vom Wald- und Wiesenbrand bei Langscheid im Landkreis Mayen-Koblenz. Der Brand ist unter Kontrolle und Evakuierungen sind kein Thema mehr, jedoch werden die Nachlöscharbeiten auch morgen noch eine Weile dauern. Mit diesen guten Nachrichten gehen wir mit unserem Live-Ticker in die Nacht.
Bis dahin bedanken wir uns für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen Ihnen eine gute Nacht.
21:30 Uhr
Schauer und Gewitter könnten für Entspannung sorgen
Am Samstagnachmittag ziehen bei schwül-heißer Luft einzelne Schauer und lokal auch Gewitter durch Rheinland-Pfalz. Sogar Starkregen, Hagel und Sturmböen sind möglich. Ob es auch im Brandgebiet in der Eifel nass wird, ist aber nicht vorhersagbar. Laut Deutschem Wetterdienst bringen die Schauer aber zumindest etwas Entspannung in der allgemeinen Waldbrandgefahr.
Am Sonntag sinken die Temperaturen auf rund 24 Grad in der Eifel und bis zu 32 Grad in der Südpfalz. Immer wieder kann es regnen, im Süden gibt es mancherorts Gewitter. Wo genau es in den kommenden Tagen nass wird, ist aber nicht vorhersagbar.
Dieses Thema im Programm: 14.8.2026, 19:30 Uhr, SWR Aktuell
20:50 Uhr
"Die riesigen Rauchschwaden sind verschwunden"
Unser Reporter Constantin Pläcking hat sich ein Bild von der Lage bei Langenfeld und Arft gemacht. Vor Ort herrsche große Zuversicht, dass der Brand bald gelöscht sei.
Dieses Thema im Programm: 14.8.2026, 19:30 Uhr, SWR Aktuell
20:35 Uhr
Starke Rauchentwicklung machte Lage unübersehbar
Auf der Pressekonferenz der Einsatzleitung am Abend in Baar erklärten die Verantwortlichen zudem wie es zur Fehleinschätzung der betroffenen Fläche kam: Die Rauchentwicklung sei am Anfang so stark gewesen, dass man von 500 Hektar ausgegangen war, aber das habe sich ja dann schnell auf 50 Hektar reduziert. Die Einsatzleitung habe aktuell ein sehr klares Lagebild und geht davon aus, dass der Brand morgen gelöscht werden kann.
20:15 Uhr
300 Einsatzkräfte werden jetzt abgelöst
Laut Informationen des Landkreises Mayen-Koblenz am Abend ist die Ursache des Waldbrandes weiterhin unklar. Demnach würden nun rund 300 Einsatzkräfte aus Cochem-Zell und dem Westerwald anrücken, um die Kräfte abzulösen, die bereits tagsüber im Einsatz waren. Netterhöfe bleibt über Nacht evakuiert. Für Langenfeld und Arft besteht dagegen keine Gefahr mehr.
20:00 Uhr
Sieben Menschen leicht verletzt
Der Waldbrand hat sieben Menschen leicht verletzt. Die Verletzungen reichen von Hitze-Erschöpfung über leichte Brandverletzungen bis zu Verletzungen durch Umknicken. Vier der Verletzten wurden zur Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht.
19:50 Uhr
Leitstelle: Entwarnung für Langenfeld und Arft
Jetzt ist es offiziell: Entwarnung für alle Anwohnerinnen und Anwohner in Langenfeld und Arft: die Leitstelle in Koblenz hat eine mögliche Evakuierung jetzt offiziell gestoppt.
19:45 Uhr
Einsatzleitung bedankt sich für Welle der Solidarität
Nach der Welle der Solidarität bedankte sich die Einsatzleitung am Abend bei allen Helferinnen und Helfern, die spontan ihre Unterstützung angeboten oder bereits vor Ort geholfen haben. Aktuell werden jedoch keine weiteren Freiwilligen benötigt. Die Bevölkerung wird deshalb von der Feuerwehr gebeten, nicht eigenständig ins Einsatzgebiet zu kommen, damit Zufahrts- und Rettungswege für die Einsatzkräfte frei bleiben. "Wir sind sehr dankbar für alle, die bereits mit angepackt und die Einsatzkräfte unterstützt haben. Die große Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung ist ein wichtiges Zeichen des Zusammenhalts", hieß es von der Behörde.
19:30 Uhr
Brand "weitestgehend unter Kontrolle"
Ein erstes vorsichtiges Aufatmen bei Feuerwehr und Anwohnern: Nachdem der große Wald- und Wiesenbrand bei Langscheid im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz die Kräfte stundenlang beschäftigt hat, ist er nach Einschätzung der Feuerwehr "weitestgehend unter Kontrolle". Timo Kanzinger, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel, sagte am Abend, die Bereitschaft zur Evakuierung werde weiter aufrechterhalten. Es werde sich aber eventuell in der nächsten Besprechung ein neues Lagebild ergeben. Man arbeite an verschiedenen Feuerfronten, sagte Michael Hartung, stellvertretender Wehrleiter der Verbandsgemeinde Brohltal, am frühen Abend. Es gebe aber permanent Glutnester.
19:00 Uhr
Zahlreiche Menschen wollen helfen
Der Waldbrand hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst: Über soziale Netzwerke meldeten sich etliche Menschen und boten etwa an, wasserführende landwirtschaftliche Fahrzeuge zu organisieren oder den Rettungskräften Getränke zu bringen. Auch Unterbringungsmöglichkeiten für Menschen mit Hunden oder für Pferde wurden angeboten. Die Einsatzleitung bedankte sich am Abend "bei allen Spontanhelferinnen und Spontanhelfern", die ihre Unterstützung angeboten oder vor Ort geholfen haben. Im Moment würden jedoch keine weiteren Freiwilligen vor Ort benötigt.
18:30 Uhr
Waldbrandgefahr in Deutschland nimmt witterungsbedingt zu
Waldbrände, die Menschen dazu zwingen, ihre Häuser zu verlassen, waren in Deutschland lange Zeit vor allem aus klassischen Waldbrandregionen bekannt. Doch das verändert sich. "Wir kommen in Europa an unsere Grenzen. Wir beobachten Feuerverhalten, das wir aus dem kalifornischen Kontext kennen. Man sieht, dass die Kontrollschwelle öfter überschritten wird", sagt Feuermanagement-Experte Lindon Pronto im Gespräch mit der dpa. Pronto ist zudem Mitgründer der Initiative Waldbrand-Klima-Resilienz.
Nach Angaben des Thünen-Instituts für Waldökosysteme steigt die witterungsbedingte Waldbrandgefahr inzwischen in nahezu ganz Deutschland - mit Ausnahme von Schleswig-Holstein. Besonders groß ist das Risiko in Dürrejahren. Diese treten seit 2018 deutlich häufiger auf und verschärfen damit die Gefahr von Waldbränden.
17:55 Uhr
Bislang vier Verletzte durch Waldbrand
Bei dem großflächigen Wald- und Wiesenbrand bei Langscheid im Landkreis Mayen-Koblenz sind nach Angaben eines Landkreissprechers vier Menschen verletzt worden. Eine der Personen habe Brandverletzungen davongetragen.
17:45 Uhr
Langenfeld und Arft werden nicht evakuiert
Es gibt vorerst Entwarnung für die Orte Langenfeld und Arft. Laut Marko Boos, Landrat des Kreises Mayen-Koblenz, gibt es derzeit keine Notwendigkeit für eine Evakuierung. Davon betroffen wären nach Angaben der Verbandsgemeinde Vordereifel etwa 1.000 Menschen gewesen. Sie wurden bereits aufgefordert, das Nötigste mitzunehmen, um für zwei bis drei Tage das Haus zu verlassen.
17:25 Uhr
Waldbrand-FAQ: So verhalte ich mich richtig
Zuletzt am Rotenfels bei Bad Kreuznach, jetzt in Langenfeld und Langscheid im Kreis Mayen-Koblenz: Die Waldbrandgefahr in Rheinland-Pfalz ist derzeit extrem hoch. Jederzeit und überall kann ein Feuer entstehen. Wir haben wichtige Verhaltensregeln für den Fall der Fälle zusammengetragen.
Rauchentwicklung, Fluchtwege, Informationskanäle Wenn ein Waldbrand näher kommt: So verhalte ich mich richtig
Hohe Waldbrandgefahr in Rheinland-Pfalz, Waldbrände in Urlaubsgebieten: Feuer in der Natur werden immer häufiger. Wir haben wichtige Verhaltensregeln für den Fall der Fälle zusammengetragen.
17:10 Uhr
Privatvideo zeigt Löscheinsatz
Eigentlich wollte Jürgen Tebbe aus Bonn mit seiner Familie am Riedener Waldsee schwimmen gehen. Doch gegen 13:30 Uhr wurde der See von der Feuerwehr geräumt. Erlebt hat er die Situation am frühen Nachmittag so: "Um 13:30 kam die Feuerwehr mit Tatütata an den Riedener Waldsee angefahren und dann sind die Feuerwehrmänner rausgesprungen, sind hier an den See gelaufen und haben dann die Leute aufgefordert, den See zu verlassen." Schwimmbegrenzungen seien entfernt worden, damit ein Hubschrauber mit einem Sack Wasser aus dem See aufnehmen kann. Auch Tankfahrzeuge werden vor Ort mit Wasser befüllt.
17:00 Uhr
Update: Nicht 500 sondern 50 Hektar betroffen
Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz hat gerade das Ausmaß des Waldbrandes korrigiert. Statt einer Fläche von 500 Hektar sei eine Fläche von 50 Hektar betroffen, was immerhin einer Fläche von fast 70 Fußballfeldern entspricht.
16:50 Uhr
Bilder zeigen verbrannte Flächen
Uns erreichen immer mehr Bilder aus dem Waldbrandgebiet. Die Folgen des Brandes sind nicht zu übersehen:
16:45 Uhr
Kräfte aus dem gesamten nördlichen Rheinland-Pfalz erforderlich
Der Verbandsbürgermeister (Vordereifel) Timo Kanzinger (CDU) geht nach eigenen Worten davon aus, dass es Kräfte aus dem gesamten nördlichen Rheinland-Pfalz braucht, um diesen Großbrand unter Kontrolle zu halten. Nach seinen Informationen wird der Brand einige Tage andauern.
16:13 Uhr
Netterhöfe evakuiert - weitere Orte könnten folgen
Nachdem der kleine Ort Netterhöfe bereits evakuiert wurde, sollen sich laut einer aktuellen Gefahrenmeldung auch die Orte Langenfeld und Arft auf eine Räumung vorbereiten. Davon betroffen sind nach Angaben der Verbandsgemeinde Vordereifel etwa 1.000 Menschen. In der Mitteilung werden Anwohner gebeten, das Nötigste mitzunehmen, um für zwei bis drei Tage das Haus zu verlassen. Die Menschen sollen den Anweisungen der Einsatzkräfte und des Ordnungsamtes Folge leisten. Außerdem sollen ältere Menschen und Personen, die nicht gut zu Fuß sind, unterstützt werden.
16 Uhr
Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort
Nach Angaben des Verbandsbürgermeisters, Timo Kanzinger (CDU), ist die Feuerwehr mit vielen Einsatzkräften aus dem Kreis Mayen-Koblenz vor Ort. Beteiligt seien auch Feuerwehrleute aus Koblenz und den Kreisen Ahrweiler und Cochem-Zell. Außerdem würden die Löscharbeiten von zwei Hubschraubern unterstützt. Sie holen abwechselnd Löschwasser vom Riedener Waldsee und verteilen es auf das Feuer. Die Einsatzleitung hat der Kreis Mayen-Koblenz übernommen.
15:15 Uhr
Video zeigt Rauchsäule nahe Langscheid
Anwohner Jörg Hück aus dem Ort Langscheid hat dem SWR ein Video zugesandt, das das Ausmaß des Waldbrandes zeigt:
14:46 Uhr
Anwohner sollen Fenster geschlossen halten
Die Polizei bittet wegen der starken Rauchentwicklung, das betroffene Gebiet zu meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. Anwohner sollen Lüftungs- und Klimaanlagen abschalten und Fenster und Türen geschlossen halten. In seiner Mitteilung bittet der Kreis außerdem darum, auf Durchsagen und weitere Informationen von Feuerwehr und Polizei sowie auf Aktualisierungen über die offiziellen Warnkanäle zu achten. Warum das Feuer in der Verbandsgemeinde Vordereifel ausbrach, steht noch nicht fest.
14:15 Uhr
Anwohner beschreibt hohe Rauchsäule
Anwohner Jörg Hück hat am Freitagmittag bei SWR1 im Radio erzählt, dass er eine große Rauchsäule aufsteigen sieht. Er sei froh, das momentan nur ein leichter Wind gehe. Das Feuer habe seiner Meinung nach gedreht - vom Ort Langenfeld weg in Richtung der Gemeinde Arft. Eine Bekannte habe ihm erzählt, dass die Rauchsäule auch im 14 Kilometer entfernten Mayen zu sehen sei.