Im Mai war ein toter Feldhase in Ingendorf in der Verbandsgemeinde Bitburger Land gefunden worden. Das Landesuntersuchungsamt Koblenz hat daraufhin Untersuchungen durchgeführt und Erreger der Hasenpest nachgewiesen.
Bereits mehrere Fälle in der Region Trier
Bereits im November 2024 war ein Fall der Hasenpest im Kreis Birkenfeld aufgetreten. Auch in diesem Jahr gab es schon Fälle. So hatten sich im April ein Tier im Kreis Birkenfeld und im Kreis Bernkastel-Wittlich angesteckt. Auch in Luxemburg wurde die Krankheit schon nachgewiesen.
Auch Gefahr für den Menschen Hasenpest in Ruschberg im Kreis Birkenfeld ausgebrochen
In Ruschberg im Kreis Birkenfeld gibt es einen Fall der sogenannten Hasenpest. Steckt sich der Mensch damit an, kann dies zu gesundheitlichen Problemen führen.
Krankheit verläuft bei Hasen oder Wildkaninchen akut
Bei der Hasenpest handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit. Sie tritt bei Nagetieren auf - vor allem bei Hasen und Kaninchen. Auch andere Tiere können sich anstecken.
Für Hasen oder Kaninchen endet die Krankheit in der Regel innerhalb weniger Tage tödlich. Die erkrankten Tiere verlieren ihre natürliche Scheu, fliehen nicht und lassen sich dadurch leicht einfangen. Zudem sind die Tiere oft stark abgemagert und haben eine hohe Atemfrequenz und Fieber.
Landesuntersuchungsamt findet Erreger in Feldhasen Hasenpest im Kreis Mayen-Koblenz - auch für Menschen ansteckend
Im Jagdbezirk Ochtendung im Kreis Mayen Koblenz ist bei einem Feldhasen die Hasenpest nachgewiesen worden. Auch Menschen können sich infizieren. Jetzt gibt es auch Fälle im Westerwald.
Hasenpest auch für den Menschen gefährlich
Auch der Mensch kann sich mit der Krankheit infizieren. Beispielsweise dann, wenn er mit einem kranken Tier in direkten Kontakt kommt oder das Fleisch eines infizierten Tieres isst. Auch Zecken und Stechmücken können die Krankheit übertragen. Kleine Tröpfchen oder Staub, die den Erreger enthalten, können durch Einatmen ebenfalls zur Infektion führen.
Wer sich ansteckt, kann plötzlich hohes Fieber bekommen. Weitere Symptome sind Schüttelfrost, starke Müdigkeit, Kopfschmerzen und geschwollene Lymphknoten. In vielen Fällen bilden sich an der Eintrittsstelle der Bakterien kleine Hautgeschwüre. Zudem kann es zu Entzündungen der Augen, des Rachens oder zu Lungenentzündungen kommen.
So können sich Menschen vor der Hasenpest schützen
Wer mit Wildtieren zu tun hat, sollte Schutzhandschuhe und gegebenenfalls eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Zeckenschutzsprays können verhindern, sich durch einen Insektenstich anzustecken. Fleisch von Wildtieren sollte immer vollständig durchgegart werden. Zudem sollten die Hände regelmäßig gewaschen werden.
Wer einen toten Hasen oder ein totes Kaninchen findet, sollte dieses nicht anfassen, mahnt der Eifelkreis in seiner Mitteilung. Dieses sollte dem zuständigen Veterinäramt gemeldet werden.