Beim großen Flächen- und Waldbrand bei Reichenbach nahe Baumholder konnte die Alarmstufe herabgesetzt werden. Damit ging die Einsatzleitung vom Nationalparkkreis Birkenfeld wieder zurück auf die Verbandsgemeinde Baumholder.
Zwei der drei Einsatzabschnitte seien abgeschlossen, hieß es bei der Übergabe der Einsatzleitung. Im teilweise steilen und schwer zugänglichen Gelände des noch offenen dritten Abschnitts setzt die Forstverwaltung die Aufräumarbeiten fort. 70 Feuerwehrleute bewässern die Fläche und bekämpfen Glutnester.
Testfahrt nicht genehmigt Nachlöscharbeiten bei Reichenbach abgeschlossen - Ermittlungen gegen Rallyefahrer
Der große Flächenbrand bei Reichenbach ist endgültig gelöscht. Die Polizei ermittelt gegen den Fahrer eines Rallyeautos. Er hatte keine Genehmigung für seine Testfahrt.
Die Forstverwaltung arbeitet mit schwerem Gerät, wie beispielsweise Harvestern. Schon am Donnerstag haben Bundeswehr, Technisches Hilfswerk und viele Landwirte mit Pionierpanzern, Raupen und Traktoren Schneisen in den Wald geschlagen, um zu verhindern, dass die Flammen auf andere Gebiete übergreifen.
Betretungsverbot für das Einsatzgebiet
Weil die Rettungskräfte weiter das Einsatzgebiet beobachten und Glutnester bekämpfen müssen, haben die Verbandsgemeinden Baumholder und Birkenfeld ein Betretungsverbot angeordnet. Dies diene der Gefahrenabwehr.
Einsatz bleibt herausfordernd
Der Einsatz bleibt für die Feuerwehr herausfordernd. Denn die Feuerwehrleute sind in einem Tal mit mehreren Hängen unterwegs und müssen dort per Hand löschen.
Panzer und Hubschrauber im Einsatz
Mehr als 200 Einsatzkräfte von der Bundeswehr, den US-Streitkräften, der Polizei und der Zivilbevölkerung hatten am Donnerstag und in der Nacht auf Freitag gegen die Flammen nahe des Truppenübungsplatzes bei Reichenbach gekämpft.
Dort waren etwa 22 Hektar Wald- und Wiesenflächen in Brand geraten. Das Feuer wurde nach Angaben des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Baumholder von einem Rallye-Auto ausgelöst. Das wurde nun von der Polizei für weitere Ermittlungen sichergestellt.
Kronweiler vor Flammenfront geschützt
Bereits am späten Donnerstagnachmittag gab der Brand-und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises Birkenfeld, Lukas Klein, vorsichtig Entwarnung. Zunächst hätten die Einsatzkräfte die Ortslage Kronweiler und das Abfallwirtschaftszentrum Reibertsbach gesichert. Das sei geglückt. Im Laufe des Abends sprach die Einsatzleitung dann davon, dass der Brand "in den wesentlichen Abschnitten unter Kontrolle" sei.
Gefahrenmeldung für Bevölkerung besteht weiter
Die Leitstelle Trier hat eine Gefahreninformation am Donnerstagabend aktualisiert. Es komme weiterhin zu einer Rauchentwicklung und zu Geruchsbelästigungen.
Das betroffene Gebiet solle gemieden werden. Autofahrer werden aufgefordert, den Bereich großräumig zu umfahren. Betroffen sind die Orte Reichenbach, Kronweiler, Frauenberg und Idar-Oberstein.
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Helikopter im Einsatz
Den Hubschraubern kam auch eine wichtige Rolle bei den Löscharbeiten zu. SWR-Reporter Sebastian Grauer berichtet, dass die Feuerwehrfahrzeuge keinen Zugang zu tiefer liegenden Stellen im Tal haben und sie deshalb aus der Luft gelöscht werden.
Drohnen überwachen das Gelände
Am Freitag sind keine Hubschrauber mehr im Einsatz. Dafür liefern aber die Drohnenstaffeln der Feuerwehr aus dem Kreis Birkenfeld und aus Trier neue Informationen, damit die Einsatzkräfte ein umfassendes Lagebild haben.
Bürgermeister: Rallye-Wagen Brandursache
Das Feuer wurde nach Angaben des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Baumholder von einem Auto ausgelöst. Die Kreisverwaltung Birkenfeld bestätigte inzwischen, dass der Rallyefahrer ohne Genehmigung auf einem Wirtschaftsweg der Gemeinde Reichenbach unterwegs war. Das Fahrzeug wurde von der Polizei für weitere Ermittlungen sichergestellt.
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