Rallye-Auto soll Feuer bei Reichenbach verursacht haben

Nach Einsatz von Panzern und Hubschraubern: Alarmstufe herabgesetzt

Etwa 22 Hektar Wald und Wiesen haben bei Baumholder gebrannt. Feuerwehr und Militär haben das Feuer weitgehend eingedämmt. Ausgelöst hat den Brand wohl ein Rallye-Auto.

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Stand

Beim großen Flächen- und Waldbrand bei Reichenbach nahe Baumholder konnte die Alarmstufe herabgesetzt werden. Damit ging die Einsatzleitung vom Nationalparkkreis Birkenfeld wieder zurück auf die Verbandsgemeinde Baumholder.

Zwei der drei Einsatzabschnitte seien abgeschlossen, hieß es bei der Übergabe der Einsatzleitung. Im teilweise steilen und schwer zugänglichen Gelände des noch offenen dritten Abschnitts setzt die Forstverwaltung die Aufräumarbeiten fort. 70 Feuerwehrleute bewässern die Fläche und bekämpfen Glutnester.

Reichenbach
Ein Rallyefahrzeug hat einen Flächenbrand bei Baumholder verursacht.

Testfahrt nicht genehmigt Nachlöscharbeiten bei Reichenbach abgeschlossen - Ermittlungen gegen Rallyefahrer

Der große Flächenbrand bei Reichenbach ist endgültig gelöscht. Die Polizei ermittelt gegen den Fahrer eines Rallyeautos. Er hatte keine Genehmigung für seine Testfahrt.

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Die Forstverwaltung arbeitet mit schwerem Gerät, wie beispielsweise Harvestern. Schon am Donnerstag haben Bundeswehr, Technisches Hilfswerk und viele Landwirte mit Pionierpanzern, Raupen und Traktoren Schneisen in den Wald geschlagen, um zu verhindern, dass die Flammen auf andere Gebiete übergreifen.

Betretungsverbot für das Einsatzgebiet

Weil die Rettungskräfte weiter das Einsatzgebiet beobachten und Glutnester bekämpfen müssen, haben die Verbandsgemeinden Baumholder und Birkenfeld ein Betretungsverbot angeordnet. Dies diene der Gefahrenabwehr.

Die Flammen bei Reichenbach im Hunsrück haben rund zehn Hektar Wald und Feld erfasst.
Die Flammen bei Reichenbach im Hunsrück haben rund 22 Hektar Wald und Feld erfasst.

Einsatz bleibt herausfordernd

Der Einsatz bleibt für die Feuerwehr herausfordernd. Denn die Feuerwehrleute sind in einem Tal mit mehreren Hängen unterwegs und müssen dort per Hand löschen.

Panzer und Hubschrauber im Einsatz

Mehr als 200 Einsatzkräfte von der Bundeswehr, den US-Streitkräften, der Polizei und der Zivilbevölkerung hatten am Donnerstag und in der Nacht auf Freitag gegen die Flammen nahe des Truppenübungsplatzes bei Reichenbach gekämpft.

Dort waren etwa 22 Hektar Wald- und Wiesenflächen in Brand geraten. Das Feuer wurde nach Angaben des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Baumholder von einem Rallye-Auto ausgelöst. Das wurde nun von der Polizei für weitere Ermittlungen sichergestellt.

Kronweiler vor Flammenfront geschützt

Bereits am späten Donnerstagnachmittag gab der Brand-und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises Birkenfeld, Lukas Klein, vorsichtig Entwarnung. Zunächst hätten die Einsatzkräfte die Ortslage Kronweiler und das Abfallwirtschaftszentrum Reibertsbach gesichert. Das sei geglückt. Im Laufe des Abends sprach die Einsatzleitung dann davon, dass der Brand "in den wesentlichen Abschnitten unter Kontrolle" sei.

Gefahrenmeldung für Bevölkerung besteht weiter

Die Leitstelle Trier hat eine Gefahreninformation am Donnerstagabend aktualisiert. Es komme weiterhin zu einer Rauchentwicklung und zu Geruchsbelästigungen.

Das betroffene Gebiet solle gemieden werden. Autofahrer werden aufgefordert, den Bereich großräumig zu umfahren. Betroffen sind die Orte Reichenbach, Kronweiler, Frauenberg und Idar-Oberstein.

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Die Menschen in dem Gebiet sollen bei Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen halten sowie Lüftungen und Klimaanlagen abschalten.

Helikopter im Einsatz

Den Hubschraubern kam auch eine wichtige Rolle bei den Löscharbeiten zu. SWR-Reporter Sebastian Grauer berichtet, dass die Feuerwehrfahrzeuge keinen Zugang zu tiefer liegenden Stellen im Tal haben und sie deshalb aus der Luft gelöscht werden.

Drohnen überwachen das Gelände

Am Freitag sind keine Hubschrauber mehr im Einsatz. Dafür liefern aber die Drohnenstaffeln der Feuerwehr aus dem Kreis Birkenfeld und aus Trier neue Informationen, damit die Einsatzkräfte ein umfassendes Lagebild haben.

Ein Rallyefahrzeug hat einen Flächenbrand bei Baumholder verursacht.
In Reichenbach im Hunsrück hat eine große Fläche gebrannt. Ausgelöst hatte den Brand offenbar ein Rallyefahrzeug. Christian Schultz-Foto Hosser

Bürgermeister: Rallye-Wagen Brandursache

Das Feuer wurde nach Angaben des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Baumholder von einem Auto ausgelöst. Die Kreisverwaltung Birkenfeld bestätigte inzwischen, dass der Rallyefahrer ohne Genehmigung auf einem Wirtschaftsweg der Gemeinde Reichenbach unterwegs war. Das Fahrzeug wurde von der Polizei für weitere Ermittlungen sichergestellt.

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Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Sebastian Grauer
Foto von Sebastian Gauer, Redakteur bei SWR Aktuell und im SWR Studio Trier
Solveig Naber
Foto von Solveig Naber, Redakteurin bei SWR Aktuell im Studio Trier

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