Erntebilanz 2026

Hitze und Trockenheit setzen Landwirten in RLP zu

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau rechnet in Rheinland-Pfalz mit einer deutlich schlechteren Ernte. Er geht von 20 Prozent weniger Erträgen als in den Vorjahren aus.

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Stand

Von Autor/in Sebastian Grauer

Der Verband sagt, dass Hitze und Trockenheit vor allem der Sommersaat stark geschadet haben. Eine besonders schlechte Ernte befürchtet der Verband dieses Jahr beim Mais. Mais ist für Landwirte besonders wichtig, da er als Futter für Kühe verwendet wird. Einige Landwirte würden sich deshalb Sorgen machen, dass das Tierfutter knapp werden könnte und sie Futter zukaufen müssen. Das würde viele Betriebe finanziell belasten.

Erträge bei Wintersaat besser

Besser sehe die Lage dagegen beispielsweise bei Wintergerste aus. Der Bauern- und Winzerverband führt das auf den feuchten Winter zurück. Dadurch hätten die Pflanzen genug Wasser speichern können, um die Trockenheit und Hitze im Sommer zu überstehen.

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Landwirte finanziell unter Druck

Dennoch stünden die Landwirte finanziell unter Druck. Die Produktionskosten seien in diesem Jahr weiter gestiegen, sagt der Präsident vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau, Marco Weber. "Ob es der Treibstoff, ob es die Kosten für den Dünger sind. Uns sind im Frühjahr die Kosten weggelaufen."

Marco Weber sieht neben der schlechten Ernte in den steigenden Produktionskosten ein weiteres Problem für die Landwirte.
Marco Weber sieht neben der schlechten Ernte in den steigenden Produktionskosten ein weiteres Problem für die Landwirte. 10000

Auf der anderen Seite seien aber die Preise für Getreide nicht gestiegen. "Damit konnte in diesem Jahr nicht kostendeckend produziert werden", sagt Weber.

Welche Rolle der Klimawandel bei der Getreideernte spielt

Die ungewöhnlich frühe Getreideernte in diesem Jahr sei auch ein weiteres Anzeichen für den Klimawandel, der zu häufigeren Wetterextremen sowie insgesamt wärmeren und trockeneren Sommern führe, sagt Sabine Schütze von der SWR-Redaktion "Umwelt und Klima".

Landwirte in Rheinland-Pfalz reagierten darauf, indem sie trockenheits- und hitzeresistentere Sorten anbauen, etwa französische Weizensorten oder Hartweizen, der ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stamme. Gleichzeitig spielten Forschung und Pflanzenzüchtung eine wichtige Rolle, um die Landwirtschaft an die veränderten Bedingungen anzupassen.

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Sebastian Grauer
Foto von Sebastian Gauer, Redakteur bei SWR Aktuell und im SWR Studio Trier

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